Nach einem Herbst teils über den eigenen Möglichkeiten und einem Frühjahr deutlich darunter geht die Union CAB Rainbach/Innkreis in der Bezirksliga West mit einem Trainerwechsel in die neue Saison. Sektionsleiter Thomas Gnigler zieht im Gespräch mit Ligaportal trotz der schwachen Rückrunde eine positive Bilanz: Der Klassenerhalt wurde geschafft. Gleichzeitig soll unter dem neuen Trainer Stefan Unterberger wieder mehr Konstanz einkehren.

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Mit Platz neun fiel die Endabrechnung für die Rainbacher ordentlich aus. Dass die Bewertung im Verein dennoch nicht nur positiv ausfällt, liegt an der auffälligen Schere zwischen Herbst und Frühjahr. Nach starken 24 Punkten in der ersten Saisonhälfte gelangen im Frühjahr nur noch neun. Gnigler spricht das offen an: „Insgesamt sind wir mit dem Klassenerhalt mehr als zufrieden. Das war von Anfang an unser Ziel.“ Gerade nach dem starken Herbst habe man sich von der Rückrunde aber mehr erwartet.
Die Erklärung dafür liefert der Sektionsleiter gleich mit. „Im Herbst haben wir teilweise sicher über unseren Möglichkeiten gespielt, im Frühjahr teilweise unter unseren Möglichkeiten“, sagt Gnigler. Zwischen Hochgefühl und Ernüchterung lag damit wohl die realistische Leistungsfähigkeit der Mannschaft. Für den Verein bleibt unterm Strich entscheidend, dass das primäre Ziel erreicht wurde. Die Saison hat aber auch gezeigt, dass in dieser Liga schon kleinere Leistungsschwankungen rasch spürbar werden.
Der markanteste Einschnitt folgt nun auf der Trainerbank. Gerald Reisegger hat den Verein nach drei Jahren verlassen und damit eine erfolgreiche Phase beendet. Gnigler erinnert an dessen Stellenwert: „Er hat uns in die Bezirksliga geführt und in der Bezirksliga gehalten. Das sind die größten Erfolge in unserer Vereinsgeschichte.“ Viel mehr Lob muss man in Rainbach kaum anfügen.
Mit Stefan Unterberger übernimmt nun ein neuer Mann, der nicht für einen kompletten Neustart sorgen soll, wohl aber für neue Reize. Besondere Programme in der Vorbereitung kündigt der Verein nicht an. Weitere Änderungen gibt es im Trainerstab, David Szabo übernimmt das Traineramt in der Reservemannschaft. Dazu kommt eine für die Sommervorbereitung angenehme Ausgangslage: „Zurzeit sind alle Mann an Bord.“ Verletzte oder längere Ausfälle hat Rainbach aktuell also keine zu beklagen.
Auch im Kader hält sich der Umbau in Grenzen. Benjamin Suljanovic hat den Verein verlassen, Benjamin Wallisch und Svetozar Nikolov haben ihre Karriere beendet. Neu dazu kommen Martin Lindak von Rohrbach, Benedikt Steinmassl vom SV Strasshof, und Benedikt Rossa von der SV Schärding. Vieles deutet damit eher auf eine gezielte Auffrischung als auf einen größeren Umbruch hin.
In der Zielsetzung bleibt Rainbach ohnehin bei einer nüchternen Linie. „Oberste Priorität hat wieder der Klassenerhalt für uns“, sagt Gnigler. Erst danach kommt der zweite Wunsch dazu: „Wenn alles optimal läuft und wir von Verletzungen verschont bleiben, möchten wir in der oberen Tabellenhälfte mitspielen.“ Für die Fans heißt das vor allem: Die Mannschaft soll in der neuen Saison wieder verlässlicher auftreten als zuletzt. Nach einer Spielzeit mit starkem Beginn und schwachem Ende ist genau das die zentrale Frage in Rainbach.