In der Bezirksliga West hat SPG Raiffeisen Utzenaich/Antiesenhofen am Samstag Union Sanube Diersbach mit 3:2 geschlagen. Für Diersbach-Trainer Christoph Schmidseder lag ein Hauptgrund für die Niederlage im Fehlstart: Nach elf Minuten stand es bereits 0:2, obwohl sich seine Mannschaft danach noch stark zurückkämpfte. Am Ende sprach er sogar von „mindestens einem verlorenen Punkt“.

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Der Nachmittag begann für die Gäste denkbar schlecht. Bereits in der 10. Minute brachte Thomas Gaisbauer die Gastgeber in Führung, nur eine Minute später legte Alexander Sickinger das 2:0 nach. Schmidseder machte nach dem Spiel kein Geheimnis daraus, dass seine Mannschaft diesen Beginn selbst verschlafen hatte. „Wenn du nach zehn Minuten mit zwei Toren in Rückstand bist, macht es das Spiel nicht einfacher“, sagte der Diersbach-Trainer. Genau das war aus seiner Sicht einer der Knackpunkte dieser Partie. Weil Utzenaich/Antiesenhofen so früh vorlegte, musste Diersbach dem Spiel sofort hinterherlaufen und erst einmal den eigenen Rhythmus wiederfinden.
Dass Diersbach trotz des Fehlstarts noch einmal zurückkam, war für Schmidseder dann der beste Abschnitt seiner Mannschaft an diesem Tag. „Von der zehnten Minute weg bis zur Halbzeit waren wir total drückend, total überlegen“, sagte er. Die Gäste liefen höher an, setzten die Gastgeber damit immer wieder unter Druck und kamen laut ihrem Trainer schon vor dem Anschlusstreffer zu drei oder vier sehr guten Chancen. Der Ausgleich zur Pause fiel deshalb für ihn nicht aus dem Nichts, sondern entsprach dem Verlauf dieser Phase. In der 43. Minute verkürzte Dávid Sztankó auf 2:1, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte stellte Mihail Jacimovic noch auf 2:2. Schmidseder ging sogar noch einen Schritt weiter und meinte: „Wir hätten in Summe wahrscheinlich auch mit einer Führung in die Kabine gehen können.“
Der zweite Durchgang entwickelte sich aus Sicht des Diersbach-Coachs dann zu einem Spiel auf Augenhöhe, in dem viel darauf hindeutete, dass der nächste Treffer die Entscheidung bringen würde. „In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel, in dem die Mannschaft, die das nächste Tor macht, das Spiel gewinnen wird“, sagte Schmidseder. Viel trennte die beiden Teams laut seiner Einschätzung nicht mehr, er sprach sogar davon, dass beide Mannschaften nach der Pause jeweils zwei Chancen hatten. Den Unterschied machte am Ende aber eben doch die Heimmannschaft. In der 79. Minute traf Ivan Grabovac zum 3:2 und brachte die Punkte damit auf die Seite der Gastgeber. Schmidseder hob nach der Partie auch hervor, dass Utzenaich/Antiesenhofen vorne mit Spielern wie Ivan Peric und Grabovac immer Qualität auf den Platz bringt. Gerade Grabovac habe dann eben den Unterschied gemacht.
Neben dem Spielstand beschäftigte Schmidseder vor allem die Art, wie die Partie lief. Er sprach von einem „sehr kampfbetonten Spiel“. Aus seiner Sicht hatte sich seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit zu sehr aus dem eigenen Konzept bringen lassen. „Der Plan war, dass wir ruhig bleiben und uns nicht anstecken lassen. Aber wir sind aus unserem Spiel rausgekommen und haben uns zu wenig auf unsere eigenen Stärken konzentriert“, sagte er. Die Gastgeber seien immer lästig gewesen, teilweise auch etwas provokativ, und genau das habe Diersbach aus dem Konzept gebracht. Auch bei den ersten beiden Gegentoren sah der Trainer klare eigene Fehler. Beim Schiedsrichter wollte er keine grobe Fehlentscheidung festmachen, eher „die Summe aus vielen Kleinigkeiten“. Umso mehr blieb bei ihm das Gefühl hängen, dass seine Mannschaft an diesem Tag zumindest einen Zähler verdient gehabt hätte: „Über die Summe der 90 Minuten wäre ein Unentschieden wahrscheinlich gerecht gewesen.“ Nach fünf Runden halten nun beide Teams bei sieben Punkten, für Diersbach fühlt sich dieses 2:3 aber eher wie eine verpasste Möglichkeit an.