Spielberichte

„Ab der ersten Sekunde nach der Pause“: Weng dreht das 0:1 noch klar in ein 3:1

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SV Weng
TSU Jeging

In der Bezirksliga West hat SV Hargassner Weng sein Heimspiel gegen TSU Jeging nach Rückstand noch mit 3:1 gewonnen. Trainer Richard Tusori sah dabei zwei völlig unterschiedliche Hälften: eine erste, mit der er nicht zufrieden war, und eine zweite, in der seine Mannschaft laut eigener Einschätzung „ab der ersten Sekunde“ die richtige Reaktion zeigte und die Partie innerhalb weniger Minuten drehte.

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ein guter Beginn reicht Weng vorerst nicht

Der Start der Gastgeber war aus Sicht ihres Trainers eigentlich so, wie man ihn sich vorgenommen hatte. Richard Tusori sagte nach dem Spiel, seine Mannschaft habe „richtig gut angefangen, wie besprochen“. Genau darin lag für ihn aber auch der Ärger über die erste Hälfte, weil Weng dieses Niveau nicht halten konnte. Nach rund zehn Minuten, so schilderte es der Trainer, sei die eigene Leistung deutlich abgefallen. Er sprach von vielen individuellen und technischen Fehlern, die den Rhythmus gebrochen hätten und Jeging zurück in die Partie brachten. In der 15. Minute nutzten die Gäste das zur Führung, als Viktor Vasas das 0:1 erzielte. Bis zur Pause blieb Weng damit im Hintertreffen, und Tusori machte keinen Hehl daraus, dass ihm in dieser Phase nicht nur die spielerische Linie, sondern auch die Mentalität seiner Mannschaft nicht gefallen hatte. „Die erste Halbzeit war von der Leistung und von der Mentalität nicht in Ordnung“, sagte er sehr klar.


Drei Wechsel und eine klare Reaktion nach der Pause

Entscheidend war aus Wengs Sicht daher weniger ein einzelner Zufallsmoment als die Reaktion auf die ersten 45 Minuten. Tusori bezeichnete den Wiederbeginn sogar als den wichtigsten Abschnitt des ganzen Spiels. „Der wichtigste Moment war, wie wir die zweite Halbzeit angefangen haben, ab der ersten Sekunde“, sagte der Weng-Coach. In der Kabine sei deutlich angesprochen worden, was nicht gepasst habe, und die Antwort seiner Mannschaft fiel nach seiner Wahrnehmung entsprechend aus. Dazu kamen personelle und taktische Maßnahmen. „Wir konnten in der Halbzeit drei frische Spieler reinwechseln, das hat für die Mannschaft neue Wucht gebracht“, erklärte Tusori. Außerdem habe Weng auf einzelnen Positionen etwas verändert, was dem Spiel gutgetan habe. Der Trainer hob in diesem Zusammenhang auch die Flexibilität seiner Mannschaft hervor. Für ihn war spürbar, dass seine Spieler nach der Pause läuferisch, kämpferisch und spielerisch ein anderes Gesicht zeigten. „Jeder Spieler hat gewusst, dass die erste Halbzeit nicht in Ordnung war, und jeder Spieler hat dann gezeigt, wie er spielen kann“, so Tusori.

In drei Minuten dreht Weng das Spiel

Auf der Anzeigetafel wurde diese Steigerung erst etwas später sichtbar, dann aber umso deutlicher. In der 71. Minute gelang Lucas Alexander Steinmetz der Ausgleich zum 1:1, und damit war die Partie aus Wengs Sicht endgültig gekippt. Besonders wichtig war für Tusori, dass seine Mannschaft sofort nachlegte und den Schwung nicht wieder verlor. Nur zwei Minuten später traf David Tamas zum 2:1, und genau diese kurze Phase bezeichnete der Trainer als Schlüssel zum Sieg. „Wir konnten das 1:1 machen und gleich auf 2:1 stellen. Das war ein sehr, sehr wichtiger Moment. Wir konnten das Spiel innerhalb von fünf Minuten drehen“, sagte er. Weng blieb damit am Drücker und ließ die Gäste in der zweiten Hälfte kaum noch zur Entfaltung kommen. In der 84. Minute setzte erneut David Tamas mit dem 3:1 den Schlusspunkt. Für Tusori war dieses dritte Tor die endgültige Entscheidung. Gleichzeitig meinte er auch, dass seine Mannschaft noch mehr Möglichkeiten herausgespielt habe. „Normalerweise müsste am Ende eine größere Tordifferenz herauskommen“, sagte der Trainer, der seine Elf nach dem Seitenwechsel klar überlegen sah.

Verdienter Sieg, zufriedener Trainer und eine faire Partie

Entsprechend eindeutig fiel auch Tusoris Gesamturteil aus. Während er die erste Hälfte noch in etwa auf Augenhöhe mit Jeging sah, sprach er nach dem Wechsel von einer klaren Überlegenheit seiner Mannschaft. „In der zweiten Halbzeit war meine Mannschaft eindeutig besser, in jedem Aspekt“, betonte er und nannte dabei das Läuferische, das Spiel gegen den Ball und die Art, wie sich Weng Torchancen erarbeitete. Dass am Ende ein 3:1 stand, war für ihn deshalb nur folgerichtig. „Ich glaube, der Sieg war komplett verdient“, sagte der Trainer, der ausdrücklich seiner gesamten Mannschaft zur zweiten Halbzeit gratulierte. Auch für den Unparteiischen fand Tusori lobende Worte. Er sprach von einer „sehr guten“ und „souveränen Leistung“ und betonte, dass es in einer klaren und fairen Partie auf beiden Seiten nichts zu diskutieren gegeben habe. Mit diesem Heimsieg hält Weng nach fünf Runden bei sieben Punkten und hat vor allem eine zweite Halbzeit geliefert, auf die man in den kommenden Wochen aufbauen kann.

Bezirksliga West: SV Weng : TSU Jeging - 3:1 (0:1)

  • 84
    David Tamas 3:1
  • 73
    David Tamas 2:1
  • 71
    Lucas Alexander Steinmetz 1:1
  • 15
    Viktor Vasas 0:1