In der Bezirksliga West setzte es für SPG FC Permatinger Munderfing/Pfaffstätt gegen FC Stern Bau Münzkirchen eine klare 0:3-Heimniederlage. Das Ergebnis fiel aus Sicht von Trainer Patrick Ladner deutlicher aus, als es die Anfangsphase vermuten ließ. Sein Hauptvorwurf an die eigene Mannschaft: Vorne wurden gute Möglichkeiten nicht genutzt, hinten fielen die Gegentore zu einfach. Genau diese Mischung brachte die Gastgeber nach einer aus seiner Sicht starken ersten halben Stunde aus dem Spiel.

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Aus Ladners Sicht war der Auftritt seiner Mannschaft lange besser, als es das Endergebnis vermuten lässt. „Wir sind gut in die Partie reingekommen, haben das Spiel dominiert“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Vor allem die erste halbe Stunde stellte er deutlich heraus. Münzkirchen habe in dieser Phase „eigentlich gar keinen Zugriff gehabt auf das Spiel“, während seine Elf vieles von dem umsetzte, was vorher besprochen worden war. Gerade deshalb schmerzte ihn, dass diese Überlegenheit ohne Ertrag blieb. „Wenn man sich die erste halbe Stunde anschaut, müssen wir eigentlich 2:0 führen“, meinte Ladner. Statt einer Führung blieb aber genau das Problem bestehen, das er schonungslos ansprach: „Da machen wir die Tore einfach nicht, da sind wir nicht konsequent genug.“
Der Knackpunkt kam nach 33 Minuten, als Jonas David Hamedinger Münzkirchen mit 1:0 in Führung brachte. Ladner blieb bei der Entstehung dieses Treffers sehr deutlich. „Das erste Tor war eigentlich so ein halbhoher Ball Richtung Tormann, den man festhalten muss“, sagte er. Dass der Ball nicht gesichert wurde, hatte für die Gastgeber gleich doppelte Folgen, denn im Zuge dieser Szene verletzte sich auch der Torhüter, was einen frühen Wechsel notwendig machte. „Das war so ein bissel der Knackpunkt“, sagte Ladner über das 0:1 und die Verletzung. Bis zur Pause blieb es beim 0:1, doch der Trainer hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft danach nicht mehr denselben Zugriff fand wie zuvor. Spielbestimmend sei sein Team phasenweise zwar weiter gewesen, „aber nicht mit letzter Konsequenz“.
Nach dem Seitenwechsel bekam Munderfing/Pfaffstätt das Spiel nicht mehr in die Richtung gedreht, die sich Ladner erhofft hatte. In der 65. Minute erhöhte Moritz Kittl auf 2:0, nur fünf Minuten später legte Marco Hochholzer das 3:0 nach. Gerade diese weiteren Gegentore passten aus Sicht des Trainers ins Bild. Schon beim ersten Treffer habe seine Mannschaft auch in der zweiten Aktion „zu spät abgeschalten“, beim zweiten Tor sprach er von etwas Pech, beim dritten von einem Fehler, „wo wir einfach nicht gut genug verteidigen“. Insgesamt sah Ladner vor allem Probleme im Umschalten nach Ballverlusten. „Wir haben nach Ballverlust viel zu langsam umgeschaltet, haben nicht mit letzter Konsequenz verteidigt“, sagte er. Dazu sei seine Mannschaft phasenweise auch zu oft bei hohen Bällen geblieben, obwohl sie es spielerisch gut gelöst habe. Für ihn stand deshalb fest: „Wir haben uns die Tore quasi selber gemacht.“
Trotz der klaren Niederlage wollte Ladner die Anfangsphase nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. „Es war ein Schritt in die richtige Richtung, wenn man sich die erste halbe Stunde rausnimmt“, sagte er. Genau darin liegt für ihn aber auch die Aufgabe der nächsten Wochen. Die guten Phasen reichen nicht, wenn sie nur über einen Teil des Spiels zu sehen sind. „Uns muss bewusst sein, es wird nicht leichter in der Liga“, stellte der Trainer klar. Die einfachen Gegentore und das zu langsame Umschalten müssten so schnell wie möglich abgestellt werden. Gleichzeitig will er den Glauben an die eigene Entwicklung nicht verlieren. „Auch in diesem Spiel haben wir gute Phasen drinnen gehabt. Das müssen wir einmal über 90 Minuten auf den Platz bringen. Wenn wir das schaffen, bin ich mir sicher, dass wir dann auch wieder Spiele gewinnen.“