In der Bezirksliga West musste sich die SPG Palting/Seeham am Samstag zuhause gegen Union Ziegelwerk Senftenbach mit 0:1 geschlagen geben. Trainer Peter Sailer sah dennoch keinen schlechten Auftritt seiner Mannschaft. Für ihn lag der Unterschied weniger im Spiel selbst als in der Effizienz vor dem Tor: Palting war nach der Anfangsphase gut drin, ließ in der besten Phase aber die Führung liegen und wurde dann durch den Treffer von Elias Schröcker bestraft.

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Der Start gehörte nach Sailers Eindruck zunächst den Gästen. "Senftenbach ist in den ersten 15 Minuten etwas besser ins Spiel gekommen", sagte der Palting-Coach. Danach aber fand seine Mannschaft hinein, gewann mehr Zugriff und hatte nach seiner Wahrnehmung auch mehr vom Spiel. Besonders ein Weitschuss von Mathias Marekovic blieb ihm in Erinnerung, den Fabian Weibold stark parierte. Viel mehr ließ die Partie vor der Pause auf beiden Seiten dann nicht zu. "Im Rest der ersten Halbzeit haben sich beide Mannschaften ziemlich neutralisiert", fasste Sailer zusammen. Dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging, passte daher durchaus zum Verlauf dieser ersten 45 Minuten, in denen sich beide Teams lange auf Augenhöhe bewegten.
Nach dem Seitenwechsel sah Sailer seine Elf sogar noch besser. "Wir sind sehr gut in die zweite Halbzeit gekommen", sagte er. Die erste Gelegenheit dieser Phase hatte zwar Senftenbach, als nach einem Eckball ein Kopfball von Lucas Wagner die Querlatte streifte, doch danach schob Palting an. Balint Czako traf ebenfalls die Latte, nach einer Hereingabe von Manuel Gangl brachte Amir Hadzic den Ball nicht im Tor unter und wenig später zog Hadzic selbst am kurzen Eck vorbei, obwohl laut Sailer ein Mitspieler besser postiert gewesen wäre. Gerade in dieser Phase lag aus Sicht des Trainers die große Möglichkeit, die Partie auf die eigene Seite zu ziehen. Stattdessen fiel in der 62. Minute das 0:1: Nach einem Pass in die Tiefe setzte sich Elias Schröcker ab und traf ins kurze Eck.
Der Rückstand passte deshalb so gar nicht zu Sailers Eindruck vom Spiel. "Dann kommt eigentlich aus heiterem Himmel das 0:1", meinte er. Seine Mannschaft habe danach noch einmal alles versucht, um zurückzukommen, und im gegnerischen Strafraum habe es laut Trainer "einige brenzlige Szenen" gegeben. Später wurde die Aufgabe noch schwerer, weil Amir Hadzic in der 85. Minute Rot sah und Palting die Schlussphase in Unterzahl bestreiten musste. Die Szene selbst konnte Sailer nicht genau einordnen, weil sie für ihn zu weit weg gewesen sei. Umso klarer fiel sein Urteil zum gesamten Rahmen aus: "Der Schiedsrichter war ausgezeichnet" und auch die Partie selbst sei "eine tolle, faire Begegnung" gewesen.
Entsprechend fiel das Fazit trotz der knappen Niederlage erstaunlich ruhig aus. "Es war eine gute Mannschaftsleistung gegen einen sehr guten, kompakten und körperlich starken Gegner", sagte Sailer über den Tabellenführer, der damit den fünften Sieg im fünften Spiel holte. Gerade deshalb wollte der Palting-Trainer aus dem 0:1 kein größeres Problem machen. "Außer der Chancenauswertung gibt es wenig zu bemängeln", meinte er und legte nach: "Wir waren ebenbürtig." Aus seiner Sicht habe einzig das Tor gefehlt, das in der starken Phase nach der Pause absolut möglich gewesen wäre. "Das soll uns nicht aus der Bahn werfen", sagte Sailer, auch wenn der Ärger über eine Niederlage, in der mehr drin war, natürlich blieb.