In der Bezirksliga West hat die TSU Jeging am Sonntagnachmittag einen turbulenten 4:3-Erfolg gegen die SPG Raiffeisen Utzenaich/Antiesenhofen geholt. Aus Sicht der Gäste blieb nach der sechsten Runde vor allem hängen, dass ein ordentlicher Auftritt ohne Punkte endete. Sportchef Tobias Dietrich sah eine Mannschaft, die sich Chancen erspielte, in den entscheidenden Phasen aber zu wenig konsequent war und sich mit Gegentoren nach eigenen Treffern immer wieder selbst aus dem Rhythmus brachte.

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Dietrich hatte unmittelbar nach dem Schlusspfiff nicht das Gefühl, dass seine Mannschaft einen komplett schlechten Tag erwischt hatte. Im Gegenteil: „Wir sind grundsätzlich gut in die Partie gestartet und hatten gleich zu Anfang eine sehr gute Chance“, sagte der sportliche Leiter. Genau daraus leitete sich für ihn auch der Ärger über diese Niederlage ab. Denn aus seiner Sicht war ein vernünftiger Einstieg da, ehe sich das Spiel langsam in eine andere Richtung bewegte. „Dann hat Jeging das Zepter etwas übernommen und auch ein paar gute Chancen vorgefunden“, sagte Dietrich. Die Hausherren gingen in der 17. Minute durch Robert Hehedosh mit 1:0 in Führung und nahmen dieses Ergebnis auch mit in die Pause. Dass Utzenaich/Antiesenhofen zur Halbzeit bereits einem Rückstand hinterherlief, passte aus Dietrichs Sicht zum Gesamtbild der ersten Hälfte: Die Gäste waren im Spiel, konnten ihre Möglichkeiten aber nicht so nützen, wie sie es sich vorgenommen hatten.
Nach dem Seitenwechsel kam die SPG zurück und schaffte durch Ivan Peric in der 57. Minute das 1:1. Damit war die Partie wieder offen, doch genau diese Phasen machten Dietrich im Rückblick besonders zu schaffen. „Wenn man ein Tor erzielt und dann wieder ein Gegentor bekommt, dann ist es immer schwierig, wieder zurück ins Spiel zu kommen“, sagte er. Jeging stellte durch Pavol Telúch in der 65. Minute auf 2:1 und legte in der 72. Minute durch denselben Spieler das 3:1 nach. Utzenaich/Antiesenhofen kam zwar durch Samed Yilmaz noch einmal auf 3:2 heran, doch auch diesmal blieb die Wende aus. In der 85. Minute erhöhte Tamas Balint Kalazi auf 4:2, ehe Leon Winklhofer in der 88. Minute noch das 4:3 erzielte. Dietrich brachte den entscheidenden Punkt deshalb klar auf den Tisch: „Insofern haben wir uns selbst das Leben schwer gemacht.“ Gerade weil die Gäste immer wieder Anschluss fanden, schmerzte es umso mehr, dass sie das Spiel nie länger auf ihre Seite ziehen konnten.
Die Analyse des sportlichen Leiters fiel nach dem 3:4 deshalb zweigeteilt aus. Einerseits sah er in der Offensive viele gute Ansätze. „Wir haben einen sehr guten und schönen Fußball gespielt. Wir haben den Ball laufen lassen und uns Chancen super kreiert“, sagte Dietrich. Andererseits war genau dort auch der größte Vorwurf an die eigene Mannschaft zu hören. „Im letzten Drittel haben wir diese Chancen nicht genützt“, meinte er und sprach insgesamt von zu wenig Konsequenz vor dem Tor. Auch in der Defensive sah er Luft nach oben: „Insgesamt sind vier Gegentore einfach zu viel, auch, wenn sie teilweise etwas unglücklich passiert sind.“ Dazu passte seine Einschätzung zum Gegner. Die TSU Jeging mache „das schnelle Umschaltspiel nach Ballgewinnen sehr gut“ und habe vorne „einen Stürmer, der seine Qualitäten einzusetzen weiß“. Dass die Gastgeber daraus vier Tore machten, während die SPG aus ihren Möglichkeiten nur drei Treffer holte, erklärt dieses Spiel aus Dietrichs Sicht am besten. Positiv hob er trotz der Niederlage noch die Leistung von Schiedsrichter Feichtinger hervor: „Die Schiedsrichterleistung war insgesamt sehr gut.“ Für Utzenaich/Antiesenhofen bleibt damit nach sechs Runden bei sieben Punkten vor allem die Erkenntnis, dass die spielerischen Ansätze da sind, der Ertrag aber nur dann stimmen wird, wenn vorne konsequenter abgeschlossen und hinten entschlossener verteidigt wird.