In der Bezirksliga West hat sich die SPG Permatinger Munderfing/Pfaffstätt am Samstagnachmittag von der Union Sanube Diersbach mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Für Trainer Christoph Schmidseder war es „sehr wahrscheinlich ein gerechtes Unentschieden“, auch weil seine Mannschaft diesmal klar unter ihren Möglichkeiten blieb. Die Gäste kamen nach einem frühen Rückstand noch vor der Pause zurück, fanden danach aber laut ihrem Coach nicht die fußballerischen Mittel, um aus einem aus seiner Sicht schlagbaren Landesliga-Absteiger mehr zu machen.

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Der Start lief für Diersbach alles andere als ideal. Schon in der 12. Minute brachte Johannes Gaigg die Munderfinger mit 1:0 nach vorne. Schmidseder sprach danach von einem Gegentor, das seine Mannschaft „einfach zu billig bekommen“ habe. Ein langer Ball reichte aus, weil die Gäste die Situation nach seiner Einschätzung schlecht verteidigten. Dass Diersbach dennoch nicht ohne Ertrag blieb, lag an der Antwort in der 33. Minute. Da stellte Esat Cansiz auf 1:1, und genau dieser Treffer war für den Trainer einer der wenigen Momente, die spielerisch wirklich nach seinem Geschmack waren. Er sprach von einem „super Steckpass“ und einem Lupfer über den Torwart, mit dem sich Cansiz „mit seinem ersten Tor für uns belohnt hat“. Mit dem 1:1 ging es auch in die Halbzeit.
Was danach fehlte, benannte der Diersbach-Coach ziemlich offen. „So wirklich gut hat bei uns nichts funktioniert“, sagte Schmidseder und machte keinen Versuch, die eigene Leistung schönzureden. Er erinnerte daran, dass seine Mannschaft vor zwei Wochen gegen Neuhofen deutlich besser aufgetreten sei und diesmal nicht an die Leistungsgrenze gekommen sei. Gerade deshalb fiel seine Analyse deutlich aus, weil Munderfing für ihn „an diesem Tag auf jeden Fall zu schlagen gewesen“ wäre. Der Schlüssel lag aus seiner Sicht im eigenen Spiel mit Ball. „Mehr fußballerische Elemente“ hätten seiner Mannschaft gutgetan. Stattdessen spielte Diersbach laut Schmidseder zu viele hohe Bälle, obwohl die Gastgeber in der Innenverteidigung und auf der Sechs viel Größe auf den Platz brachten. „Wenn wir mehr flache Bälle in die letzte Reihe gebracht hätten, wäre sicher mehr möglich gewesen“, fasste er den aus seiner Sicht entscheidenden Punkt zusammen.
Ganz wegreden wollte Schmidseder den Zähler für die Heimelf aber nicht. Er verwies darauf, dass Munderfing nach dem Trainerwechsel unbedingt daheim anschreiben wollte und diesen Einsatz auch auf den Platz brachte. „Sie haben sehr hart gekämpft“, sagte der Diersbach-Trainer und erklärte damit auch, warum seine Mannschaft nie wirklich dauerhaft das Kommando übernahm. Beide Seiten hätten noch die eine oder andere Chance gehabt, „so wie wir auch“, meinte Schmidseder, der deshalb am Ende wieder bei seiner ersten Bewertung landete. Für ihn war es unter dem Strich ein gerechtes Remis, auch wenn aus seiner Sicht für Diersbach mit besserem Passspiel mehr drinnen gewesen wäre. Nach sieben Runden steht Diersbach damit bei elf Punkten auf Rang fünf, Munderfing hält bei sieben Zählern und bleibt Elfter.
Für Diskussionen sorgten aus Sicht der Gäste dennoch zwei Szenen, die Schmidseder nicht unerwähnt lassen wollte. „In der ersten Halbzeit hätten wir auf jeden Fall einen Elfmeter bekommen müssen“, sagte er und sprach dabei von einer klaren Aktion gegen einen Diersbacher Mittelfeldspieler. Dazu kam aus seiner Sicht noch eine zweite strittige Entscheidung in der 82. Minute. „Eigentlich haben wir ein reguläres Tor zum 2:1 erzielt“, meinte Schmidseder über eine Szene, in der der Treffer nach Rücksprache innerhalb des Schiedsrichterteams wegen Handspiels aberkannt wurde. Über die Leistung des Schiedsrichterteams sagte er, es habe „den einen oder anderen Wackler“ gegeben. Am Ergebnis änderte das nichts mehr, bei der Union Diersbach blieb aber das Gefühl, dass an einem insgesamt nicht guten Tag trotzdem mehr möglich gewesen wäre.