In der Bezirksliga West hat sich SPG FC Permatinger Munderfing/Pfaffstätt am Samstagnachmittag lange gewehrt, am Ende nahm aber SV Ritterbräu Neumarkt/Pötting einen 3:1-Auswärtssieg mit. Trainer Andreas Michl sah dabei vor allem einen Punkt als entscheidend: Seine Mannschaft hätte die Partie früh klarer auf ihre Seite ziehen können, ließ aber zu viele große Chancen liegen und machte es dadurch bis in die Schlussphase unnötig spannend.

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Michl musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wo für ihn der Schlüssel in dieser Partie lag. „Die Anfangsphase hat auf alle Fälle uns gehört. Wir hätten in den ersten zwanzig Minuten mindestens 3:0 führen müssen und haben nur mit 1:0 geführt“, sagte der Neumarkt-Coach. Dieses frühe 0:1 besorgte Yosef Malvend bereits in der 10. Minute, doch damit war der deutliche Auftakt der Gäste laut Michl noch längst nicht ausreichend belohnt. Weil weitere große Möglichkeiten ungenutzt blieben, blieb Munderfing im Spiel. Genau das sprach der Trainer offen an: „So war die Partie natürlich eng.“ Zwar nahm Neumarkt die 1:0-Führung in die Pause mit, wirklich beruhigt wirkte Michl mit diesem Zwischenstand aber nicht, weil für ihn klar war, dass die ausgelassenen Chancen den Gastgebern die Tür offenließen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst klar zugunsten der Gastgeber. Michl schilderte diese Phase ohne Umschweife: „Die zweite Halbzeit war in den ersten fünfzehn Minuten klar bei Munderfing. Sie haben uns komplett unter Druck gesetzt und dann verdient den Ausgleich erzielt.“ Den Treffer zum 1:1 markierte Amir Fatimic in der 57. Minute, und damit war die Partie endgültig offen. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste die Reaktion nur wenig später. „Das 2:1 nach dem Ausgleich war extrem wichtig für uns. Wir haben prompt wieder die Antwort gehabt“, sagte Michl. Erneut war es Malvend, der in der 66. Minute zur Stelle war und Neumarkt wieder in Führung brachte. Ganz erledigt war die Sache damit aber noch nicht, denn Michl sprach von einer weiteren Drangperiode der Munderfinger. Erst in der Nachspielzeit fiel die endgültige Entscheidung, als Malvend den Konter zum 1:3 abschloss und damit seinen Dreierpack perfekt machte.
Gerade weil seine Mannschaft am Ende mit zwei Treffern Unterschied gewann, wollte Michl die Probleme vor dem Tor nicht kleinreden. „Mit dem Spiel grundsätzlich bin ich zufrieden, aber die Chancenverwertung war nicht gut. Darum ist das Spiel so lange spannend geblieben“, sagte er. Gleichzeitig zollte er den Gastgebern Respekt. Nach rund 25 Minuten sei Munderfing immer besser ins Spiel gekommen, habe „wirklich sehr, sehr gut“ gespielt und besonders bei Standards immer wieder Gefahr ausgestrahlt. Auffällig war für ihn dabei ein großer Sechser im Mittelfeld, der Neumarkt „das Leben sehr schwer gemacht“ habe. Auch bei der umstrittenen Szene vor dem 1:2 blieb Michl sachlich: Munderfing habe zwar ein Stoßen reklamiert, er selbst habe die Situation aus seiner Position nicht genau sehen können. Die Leistung des Schiedsrichterteams bewertete er insgesamt als „in Ordnung“. Unterm Strich steht für Neumarkt damit ein 3:1-Auswärtssieg, Malvends Dreierpack und nach neun Runden weiterhin Platz eins in der Bezirksliga West.