In der Bezirksliga West hat der USV Knoblinger Neuhofen/I. am Samstagnachmittag den SV Hargassner Weng mit 3:0 besiegt. Richard Tusori sprach danach von einer "komplett verdienten" Niederlage seiner Mannschaft. Aus seiner Sicht war Weng mit Ball viel zu hektisch, ohne Ball nicht sauber organisiert und ließ dem Landesliga-Absteiger damit genau die Räume und die Zeit, die der Gastgeber für die Tore von Michael Reifeltshammer und zweimal Alexander Karl nutzte.

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Für Weng lief die Partie von Beginn an in die falsche Richtung. In der 18. Minute brachte Michael Reifeltshammer die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und schon damit war Neuhofen aus Sicht der Gäste in jener Position, in der der Gastgeber das Spiel kontrollieren konnte. Kurz vor der Pause legte Alexander Markus Karl das 2:0 nach, womit Weng mit einem klaren Rückstand in die Kabine ging. Als derselbe Spieler in der 70. Minute auch noch das 3:0 erzielte, war die Entscheidung gefallen. Tusori machte nach dem Schlusspfiff keinen Versuch, an diesem Verlauf etwas schönzureden. "Wir haben eine Niederlage komplett verdient. Neuhofen war an diesem Tag besser als wir, spielerisch ruhiger und effizienter", sagte der Weng-Coach und brachte damit auf den Punkt, wie deutlich er die Kräfteverhältnisse über die 90 Minuten gesehen hat.
Besonders deutlich wurde Tusori bei der Ursachenforschung. Für ihn lag der Knackpunkt nicht nur in den Gegentoren, sondern schon viel früher im eigenen Spiel. "Wir haben sehr hektisch mit Ball gespielt. Das war der Knackpunkt", sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft auch gegen den Ball zu wenig auf den Platz brachte. "Ohne Ball haben wir in der ersten Halbzeit nicht richtig gut gearbeitet. Es war keine Kommunikation in der Mannschaft, und wir haben den Rhythmus überhaupt nicht gefunden." Der Trainer sprach außerdem von vielen schlechten Entscheidungen und technischen Fehlern. Gerade gegen einen spielerisch starken Gegner sei das zu viel gewesen. Tusori hatte davor gewusst, dass Neuhofen diese Qualität hat, und erklärte es entsprechend einfach: Wenn man dem Gegner zu viel Zeit lässt und nicht eng genug dran ist, "dann können sie spielen". Genau das habe Neuhofen konsequent ausgenutzt.
Viel Positives wollte der Trainer nach dieser Niederlage nicht suchen, ganz leer ging er damit aber auch nicht aus. "Wir haben bis zum Schluss alles versucht, ein Tor zu schießen. Die Laufbereitschaft war in Ordnung", hielt Tusori fest. Mehr wollte er seiner Mannschaft am Samstag allerdings nicht zugestehen. Stattdessen zählte er offen auf, was aus seiner Sicht gefehlt hat: "Es hat die Kommunikation gefehlt, die Mentalität, die Einstellung, der Wille, das Herz auf den Platz zu bringen und auch die technische Qualität." Dass diese Analyse so klar ausfiel, passte zur gesamten Einordnung des Trainers, der die Niederlage nicht auf Nebenschauplätze schob. Im Gegenteil: Auch für den Unparteiischen fand er ausschließlich positive Worte. "Referee Turic war sehr ruhig. Ich glaube, es war ein sehr guter Schiedsrichter. Es gab keinen einzigen Moment, über den man diskutieren musste." Damit blieb am Ende vor allem die Erkenntnis, dass der SV Weng dieses 0:3 intern sehr deutlich ansprechen wird, während der USV Neuhofen laut Gästecoach genau jene Ruhe und Effizienz zeigte, die an diesem Nachmittag den Unterschied gemacht haben.