In der Bezirksliga West hat sich SV Hargassner Weng am Freitagabend von SPG FC Permatinger Munderfing/Pfaffstätt mit 2:2 getrennt. Für Wengs sportlichen Leiter Johannes Meindl war vor allem der Verlauf nach der Pause ausschlaggebend. Vor der Halbzeit sah er seine Mannschaft im Vorteil, danach fehlte ihm die nötige Aggressivität. Unterm Strich sprach er deshalb von einem gerechten Remis, auch wenn der eine Punkt aus seiner Sicht „keinem der zwei Vereine weiterhilft“.

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Die Gastgeber kamen nach Meindls Einschätzung mit der klareren Linie in die Partie. „Ich bin der Meinung, dass Weng in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft war. Oder besser gesagt, wir haben die klareren Torchancen gehabt“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Diese Einschätzung spiegelte sich auch im Spielstand wider. In der 19. Minute traf Haris Sistek zum 1:0, nachdem Weng an den zweiten Ball kam und er aus rund 16 Metern trocken abschloss. Zwar fiel sechs Minuten später der Ausgleich durch ein Eigentor von Lukas Stöckl nach einer Flanke, doch die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. In der 35. Minute stellte ausgerechnet Stöckl nach einem Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf auf 2:1. Für Meindl passte das zur ersten Halbzeit: „Wir sind dann für mich auch verdient mit 2:1 in die Kabine gegangen.“
Was Weng vor der Pause noch gut machte, bekam die Mannschaft nach dem Wechsel nicht mehr in gleicher Form auf den Platz. Meindl sprach offen an, woran es aus seiner Sicht lag. „In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr ganz das an den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben. Wir hatten nicht mehr die Aggressivität und haben zu viele Räume geschaffen für den Gegner“, sagte er. Genau darin sah er die Tür für die Gäste. Munderfing/Pfaffstätt sei „natürlich eine gute Mannschaft“ und habe diese Freiräume entsprechend genützt. In der 63. Minute fiel dann auch der Ausgleich zum 2:2 durch Luka Ban. Meindl beschrieb die Szene als Folge eines Standards, bei dem Weng den Ball nicht sauber klären konnte und der Treffer „nach einem Gestocher“ fiel. Danach blieb die Partie intensiv, aber aus Wengs Sicht nicht mehr wirklich geordnet.
Gerade in der Schlussphase sah Meindl den Hauptgrund dafür, dass es am Ende bei der Punkteteilung blieb. „Die letzten 10, 15 Minuten waren einfach zu hektisch, zu unkoordiniert, zu wild, um klare Torchancen herauszuspielen“, sagte er. Dazu kamen aus seiner Sicht starke Torhüterleistungen, die ebenfalls ihren Anteil am 2:2 hatten. Dass Weng den Sieg nicht mehr über die Zeit brachte, erklärte er also weniger mit einer einzelnen Szene als mit dem gesamten Verlauf nach der Pause. Auch zum Gegner fand er klare Worte: „Der Gegner war, wie erwartet, körperlich stark, top motiviert, mit super Fußballern drinnen.“ In der Tabelle bleibt Weng damit bei zwölf Punkten auf Rang acht, die SPG folgt mit elf Zählern direkt dahinter. Genau deshalb ordnete Meindl das Ergebnis nüchtern ein: „Alles in allem finde ich, dass es ein gerechtes Unentschieden ist.“