In der Bezirksliga West hat sich die SPG Raiffeisen Utzenaich/Antiesenhofen dem USV Knoblinger Neuhofen/I. mit 0:1 geschlagen geben müssen. In einem kampfbetonten, laut Neo-Trainer Mario Krämer aber jederzeit fairen Derby fiel die Entscheidung erst kurz nach der Pause. Für den Coach war der Sieg deshalb besonders wertvoll, weil seine Mannschaft diesmal nicht nur Fußball spielte, sondern auch eine enge und unbequeme Partie auf ihre Seite zog.

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Schon in seiner ersten Einordnung machte Krämer deutlich, wie dieses Spiel lief. „Von der ersten Minute weg war es eine richtig kampfbetonte Partie, ein richtig rassiges Derby“, sagte der Neuhofen-Trainer. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, beide Mannschaften arbeiteten eng gegen den Ball, und genau deshalb kam kaum Spielfluss auf. Krämer sprach von einer „ziemlich zerfahrenen Partie“, in der es zwar auf beiden Seiten Halbchancen gab, aber kaum wirklich klare Möglichkeiten. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, auch weil beide Abwehrreihen laut Krämer sehr aufmerksam arbeiteten und sich die Teams gegenseitig nur wenig Platz ließen.
Für den zweiten Durchgang nahm sich Neuhofen vor allem in der eigenen Spielweise etwas vor. „Wir haben in der Halbzeit besprochen, dass wir einfacher werden müssen und die Räume bespielen, die wir kriegen“, erklärte Krämer. Genau dieser Gedanke führte wenig später zum einzigen Tor des Nachmittags. In der 49. Minute traf Johannes Wagner zum 1:0, nachdem Neuhofen nach Angaben seines Trainers die Seite gewechselt und den Ball in den Halbraum gebracht hatte. Wagner setzte sich dann durch, zog nach innen und schloss flach ins lange Eck ab. Für Krämer war dieses Tor „definitiv die wichtigste Aktion im Spiel“.
Mit der Führung im Rücken bekam Neuhofen zwar mehr Sicherheit, ganz ruhig wurde die Partie aber nicht. Krämer sagte offen, dass sein Team das Spiel „trotzdem irgendwie nie ganz in den Griff gekriegt“ habe. Die Gastgeber blieben bei ihrer direkten Linie, spielten weiter hohe Bälle ins letzte Drittel und schoben konsequent nach. Gerade diese Wucht machte die Aufgabe für Neuhofen unangenehm. Gleichzeitig hob der Trainer die eigene Defensivleistung hervor: „Wir haben das in der Defensive sehr gut gemacht und eigentlich das ganze Spiel keine hundertprozentige Chance zugelassen.“ Ebenso ehrlich war seine Einschätzung nach vorne. Neuhofen kam selbst nicht so durch, wie man es sich vorgestellt hatte, weshalb Krämer die Begegnung als ganz enge Geschichte einordnete.
Dass der neue Trainer den Erfolg trotz aller Freude nüchtern einordnete, passte zum Spiel. „Im Endeffekt waren wir vielleicht um das eine Tor besser, aber es hätte genauso Unentschieden ausgehen können“, sagte Krämer. Genau deshalb hat dieser Auswärtssieg für ihn Gewicht. Nach einem schwierigen Saisonbeginn, den er rückblickend als „sehr komplex“ bezeichnete, sieht er bei seiner Mannschaft inzwischen einen klaren Schritt nach vorne. Besonders wichtig war für ihn, dass der USV Neuhofen erstmals auch eine reine Kampfpartie gewinnen konnte. „Für uns war das extrem wichtig, dass wir so eine Kampfpartie auch einmal auf unsere Seite ziehen können“, betonte er. Dass das Derby dabei laut Krämer immer fair blieb und auch das Schiedsrichterteam „sehr gut“ arbeitete, rundete einen Samstagnachmittag ab, aus dem Neuhofen vor allem eines mitnimmt: Selbst wenn es spielerisch nicht glänzt, kann die Mannschaft enge Spiele inzwischen für sich entscheiden.