Im Derby der Bezirksliga West hat der USV Raiffeisen Eggelsberg/Moosdorf bei der Druckhaus Adame Union Gilgenberg einen klaren 4:0-Auswärtssieg geholt. Trainer Wolfgang Felber sprach trotzdem nicht von einem Selbstläufer, sondern von einer Partie, in der seine Elf erst Geduld brauchte. Vor allem das 2:0 sei der Moment gewesen, in dem das Spiel endgültig in die Richtung der Gäste kippte, dazu hob er die geschlossene Mannschaftsleistung und den breiten Kader hervor.

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Felber machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass sein Team zunächst arbeiten musste. "Das ist für uns eines der wichtigsten Spiele im Jahr, weil es ein Derby ist", sagte der Trainer und erinnerte daran, dass solche Spiele oft ihre eigene Geschichte schreiben. Aus Sicht der Tabelle war Eggelsberg zwar in der Favoritenrolle, doch genau davor hatte Felber auch gewarnt. "Wir haben gewusst, dass Gilgenberg dieses Spiel genauso gewinnen kann wie wir, wenn man nicht konzentriert ist", erklärte er. Entsprechend zäh verliefen die ersten 20 bis 25 Minuten. Gilgenberg stellte die Räume gut zu, machte es dem Gegner unangenehm und hielt die Begegnung offen. Erst mit dem Führungstor bekamen die Gäste mehr Ruhe in ihr Spiel und zogen die Partie Schritt für Schritt auf ihre Seite.
Die spielentscheidende Phase lag dann klar in den Minuten vor dem Seitenwechsel. In der 35. Minute brachte Felix Johannes Peer die Gäste mit 1:0 in Führung, und dieses Tor hob Felber später besonders hervor. Er sprach von einem langen Ball in den Sturm, von einem Haken nach innen und von einem Abschluss ins lange Eck, insgesamt also von "einer wunderschönen Aktion". Nur fünf Minuten später folgte das 2:0 durch Philipp Felber, nachdem sich Eggelsberg über die rechte Seite durchgesetzt hatte und der Torschütze im zweiten Versuch erfolgreich war. "Mit dem 2:0 war sicher schon viel entschieden", sagte Wolfgang Felber. Als Andreas Dürager in der 42. Minute sogar noch auf 3:0 stellte, war das Derby für den Trainer "eigentlich gelaufen". Nach der Pause ging es aus Sicht der Gäste gleich gut weiter, Kevin Samstag erhöhte in der 52. Minute auf 4:0. Danach hatte Eggelsberg weitere gute Möglichkeiten, dazu auch noch einen Lattentreffer, und ließ keinen Zweifel mehr daran, wer dieses Derby verdient gewinnen würde.
Neben dem klaren Ergebnis stellte Felber vor allem den Auftritt seiner gesamten Mannschaft heraus. "Unsere größte Stärke ist, dass wir einen sehr breiten, guten Kader haben", sagte der Trainer, der genau darin derzeit einen wichtigen Unterschied sieht. Auch diesmal seien nicht alle Spieler bei 100 Prozent gewesen, dennoch habe man Ausfälle und kleinere Probleme gut auffangen können. Kevin Samstag etwa sei unter der Woche leicht angeschlagen gewesen, habe aber gespielt und mit dem 4:0 sogar selbst getroffen. Insgesamt gefiel Felber vor allem, dass seine Mannschaft geschlossen auftrat. "Wir sind eine stabile, konstante Mannschaft geworden", sagte er, große Schwächen wollte er nach diesem Auftritt gar nicht herausarbeiten. Positiv bewertete er auch den Rahmen des Derbys. Es habe zwar auf beiden Seiten Gelbe Karten gegeben, aber nichts Unfaires, die Partie sei "wirklich diszipliniert" abgelaufen, auch die Leistung von Schiedsrichter Knoglinger sei für ihn "total okay" gewesen. Zum Schluss lenkte Felber den Blick bewusst noch auf das große Ganze im Verein. Er wollte nicht nur die Kampfmannschaft erwähnt wissen, sondern auch die ungeschlagene 1b. Für ihn ist das ein Zeichen dafür, dass die Arbeit unter der Woche Früchte trägt. Mit dem 4:0 in Gilgenberg bleibt der USV Eggelsberg/Moosdorf auf Rang zwei und nimmt aus Sicht des Trainers weit mehr mit als nur drei Punkte.