Mit 10 Punkten platzierte sich das Team von Cheftrainer Alexander Helminger trotz gravierendem Ausfall im „sicheren“ Mittelfeld; der Frauenklasse Süd/West; das Ligaportal bat den Coach um seinen Rück- und Ausblick:
Ligaportal: Herr Helminger, waren Sie mit dem Abschneiden im Herbst zufrieden?
Alexander Helminger: „Sogar sehr zufrieden – vor allem, wenn man bedenkt, dass wir eines der wenigen Teams ohne Spielgemeinschaft sind und im Tor immer wieder improvisieren mussten. Unsere eigentliche Torfrau konnte in der vergangenen Saison aus beruflichen Gründen nur zwei Spiele absolvieren. Umso stolzer bin ich daher auf meine Mädels“.
2 der 4 Niederlagen endeten nur mit 1 Tor Differenz, wurden da noch wertvolle Zähler verpasst?
„Gegen Attergau (2:3) und zu Hause gegen die SPG Eberstalzell/Pettenbach/Ried im Traunkreis (1:2) wäre mit etwas Glück sicher etwas mehr möglich gewesen. Letztlich haben aber beide Gegner verdient gewonnen, da sie spielerisch noch ein Stück weiter sind als wir“.
Im voest-Alpine Ladies Cup gab es für Euch eine knappe Niederlage just beim Tabellen-Letzten Kremsmünster, dafür aber in der Meisterschaft den „Dreier,“ der wohl wertvoller war?
„Die Cup-Niederlage schmerzte sehr, weil wir zahlreiche Torchancen nicht genutzt haben. Aber der Cup schreibt bekanntlich seine eigenen Geschichten“.
Gegen die beiden Führenden in der Tabelle, Gmunden und SPG Münzkirchen/Taufkirchen, gab es deutliche Niederlagen, fielen sie „zu hoch“ aus nach dem Spielverlauf?
„Nein, die Niederlagen gingen auch in dieser Höhe in Ordnung“.
Mit nur 2 gelben Karten zählt Ihr Team zu den „bravsten“ Mannschaften der Liga, ist Ihnen die Fairness ein besonderes Anliegen?
„Die Mädels spielen ganz ohne Ansage fair – das ist ein Grundprinzip unseres Vereins!“
Julia Siegl ist in der Scorerinnen-Liste weit vorne zu finden, fehlt nur noch eine zweite „Torjägerin“ Ihrem Team zur Top-Mannschaft?
„Ich denke nicht, dass es allein an einer zweiten Stürmerin liegt. Wichtig wäre, dass sich die Tore besser auf mehrere Spielerinnen verteilen – dann wären wir unberechenbarer. Julia Siegl ist natürlich unsere Knipserin, aber auch andere haben definitiv das Potenzial dazu“.
Wie haben Sie bisher die Winterpause genützt?
„Jeder hat die Zeit gebraucht, um Energie zu tanken. Einige Spielerinnen waren aber bereits im Fitnessstudio, beim Laufen oder in der Halle aktiv. Die offizielle Vorbereitung startet im Februar“!
Gibt es in Ihrem Kader Veränderungen, Zu- oder Abgänge?
„Gegebenenfalls würden wir uns im Tor verstärken!“
Ihre „Vorsätze“ für das Frühjahr?
„Stabilität bewahren, weiterhin einen Platz im sicheren Mittelfeld halten und die Entwicklung unserer jungen Spielerinnen voranbringen. Außerdem wollen wir versuchen, mit den Top-Teams mitzuhalten und vielleicht auch zu punkten“.
Wie müsste Ihre Mannschaft am Ende der Saison abschneiden, dass alle Ihre Wünsche erfüllt sind?
„Ein Platz unter den Top 3 wäre ein Traum, ist aber aufgrund des Punkterückstands kaum realistisch. Rang 4 halte ich für machbar. Viel wichtiger ist aber, dass diese junge Mannschaft erneut einen Schritt nach vorne macht“.
Für Ihre ganz klare Analyse bedanke ich mich herzlich und wünsche Ihnen mit Ihrem Team einen erfolgreichen Frühjahrsdurchgang!
Helmut Pichler