Nach dem berufsbedingten Rückzug von Peter Märzendorfer coacht der Trainer-Routinier die Mädels vom Traunsee; das Ligaportal bat ihn um ein erstes Statement:
Ligaportal: Jürgen, was hat Dich bewogen, in Gmunden wieder als Trainer voll einzusteigen, nachdem Du im Herbst „dosiert“ mitgearbeitet hast?
Jürgen Wabitsch: „Es galt, nach dem Abgang von Peter (Märzendorfer) eine rasche Lösung für das Team zu finden. Und nachdem ich bei sportlichen Dingen ohnedies nicht leicht „Nein“ sagen kann, habe ich mich bereiterklärt. Bisher war ich nur 1 x in der Woche beim Training engagiert, schaffe jetzt aber wieder in vollem zeitlichem Umfang, auch auf die Gefahr hin, mir, wenn es nicht so gut läuft, den "schwarzen Peter" einzuhandeln."
Lässt sich Dein erweitertes Aufgabengebiet mit Deinen beruflichen Verpflichtungen vereinbaren?
„Ohne weiteres, zeitlich kann ich mich diesbezüglich nach eigenem Management einrichten und obendrein habe ich noch einen „frauenfußball-affinen“ Chef
mit großen Verständnis "(schmunzelt).
Vom „know-how“ her gesehen, hat der SV Gmunden für das Frauenteam in diesee Situation eine ideale Lösung gefunden, hattest Du sonstige Bedenken, die Funktion zu übernehmen?
„Geht man vom Tabellenstand nach dem Herbst mit Platz 1 aus, könnte man oberflächlich meinen, auch im Frühjahr müsste die Meisterschaft so enden und die Aufgabe wäre quasi ein „Selbstläufer“. Dem ist aber beileibe nicht so, auch unsere Ligakonkurrentinnen möchten gerne Meister werden und aufsteigen und werden uns keinesfalls kampflos die Punkte überlassen. Peter hat eine gute Basis geschaffen, aber wir haben trotzdem noch gar nichts erreicht. Vor zu hohen Erwartungen möchte ich deshalb warnen, was aber nicht bedeutet, dass ich nicht mein Bestmögliches versuchen möchte“.
Du zollst also der Aufbauarbeit von Peter Märzendorfer großen Respekt?
„Ja, er hat in 2 ½ Jahren viel bewegt, aus „gestandenen“ Spielerinnen und Talenten eine gute Mannschaft geformt, vor dieser Zeit gab es in Gmunden kein Frauenteam, er hat das mustergültig organisiert, das ist sein großes Verdienst.“
Von wem wirst Du bei Deinen Agenden unterstützt werden?
„Co-Trainerin Iren Toth werde ich stärker in die gemeinsame Arbeit einbeziehen, mit dem „Co“ kann ich ohnehin wenig anfangen, denn es ist Teamwork angesagt und auch meinen langjährigen Trainer-Partner Mario Zolgar möchte ich wieder zur Zusammenarbeit motivieren.
Bis zum 1. Meisterschaftsspiel Ende März ist noch einige Vorbereitungszeit, wie werdet Ihr sie nützen?
„Wir würden gerne noch 2 Vorbereitungsspiele vereinbaren und haben dafür am Samstag, 28. Februar und Samstag, 7. März den Kunstrasen im Gmundner Stadion reserviert, suchen aber noch Gegnerinnen für ein Testspiel!!
Wer Interesse hat, wird gebeten, sich bei mir unter der Handy-Nummer:
0650/3250256 (Wabitsch) zu melden!
Deine Wünsche für die nächste Zeit?
„Dass unsere Spielerinnen von schweren Verletzungen verschont bleiben, mit Respekt, Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft an die nächsten Aufgaben herangehen und uns unsere Fans die Treue halten, ohne die Erwartungen zu übertreiben“.
Vielen Dank für Deine realistische Einschätzung und viel Glück im Frühjahr!
Helmut Pichler