Frauen in OÖ

EDEL-„Knipserin“ Tamara Kaufmann wartete im Herbst schon mit 3 „Viererpacks“ auf!

Seit ihrem Wechsel aus Kärnten zur SPG Eberstalzell / Pettenbach / Ried imTraunkreis erwies sich die Torjägerin in der Frauenklasse Süd/West als Volltreffer für ihr neues Team; das Ligaportal sprach mit der Vollblutstürmerin:

Ligaportal: Tamara, wo hast Du Deine Laufbahn begonnen, was hat Dich für diese Sportart begeistert?

Tamara Kaufmann: „Beim SV Oberes Metnitztal, anschließend folgten noch weitere Vereine in Kärnten. Für den Fußball begeistert hat mich als Kind meine Familie, insbesondere mein Bruder“.

Welche Ereignisse aus Deiner „Kärntner Zeit“ zählen zu Deinen schönsten Erinnerungen?

„In der Kärntner Auswahl zu spielen, in einer Saison Triple Sieger (Kärntner Liga, Unterliga, U14 Mädchen) zu werden und dann haben wir auch noch den Kärntner Cup gewonnen!"

Nach Deiner Lieblingsposition, „Mittelstürmerin“ brauche ich nicht zu fragen, oder wurdest Du jemals auch anders eingesetzt?

„Ich habe schon fast alle Positionen einmal ausprobieren dürfen“.

2024 bist Du zur Spielgemeinschaft Eberstalzell / Pettenbach / Ried i.Trkr gewechselt, was war dafür ausschlaggebend?

„Ich habe gehört, dass eine neue Damenmannschaft in der Umgebung gegründet wird. Da ich hier in Oberösterreich noch vereinslos war, erschien mir das als gute Gelegenheit, wieder anzufangen".

Im Vorjahr gelangen Dir in 22 Spielen 17 Tore, heuer hast Du es schon auf 23 Volltreffer in 16 Partien gebracht, (mit 3 Viererpacks !) was ist das „Geheimnis“ Deiner Treffsicherheit (Talent, Training, Tempo?)

„Dieses „Geheimnis“ würde ich, wenn es eines gäbe, gerne für mich behalten (schmunzelt), aber einige Treffer sind vielleicht auch auf ein ausreichendes Maß an Glück zurückzuführen“.

Du agierst auch als Co-Trainerin bei der SPG, würdest Du Dich als „verlängerten Arm“ des Trainerteams auf dem Spielfeld sehen?

„Eventuell kann ich mich nach meiner aktiven Fußballkarriere neben der Linie einsetzen. Aktuell ist das eher zweitrangig“.

Wenn ich dem Datenservice des OÖFV glauben darf, hast Du auch schon als Trainerin in Krenglbach gearbeitet?

„Nicht in Krenglbach, aber ich war Trainerin für die Burschen-Nachwuchsteams (U10 und U12) in Wallern, welche ja aktuell eine Spielgemeinschaft mit den Krenglbacher Damen gebildet haben“.

Eure Spielgemeinschaft strahlt eine bemerkenswerte Harmonie bei ihren Auftritten aus, worauf führst Du das zurück?

„Unser Team ist tatsächlich sehr harmonisch. Für mich ist das Team und unser Trainer- und Betreuerinnenteam wie eine zweite Familie hier in Oberösterreich. Natürlich sind nicht immer alle überall einer Meinung, aber so ist das in einer Familie ja auch, das Schöne ist, dass über alles gesprochen werden kann und zusammen Lösungen gefunden werden. Wie einer unser Trainer gerne sagt, „bei uns ziehen alle an einem Strang“.

Ist es schwieriger, in der aktuellen „Neunerliga“ zu punkten, als im Vorjahr mit 12 Vereinen?

„Macht für uns keinen Unterschied. Jeder Sieg zählt drei Punkte, das bleibt ja bekanntlich gleich“.

Was wolltest Du in einem Medium, das über Frauenfußball berichtet, schon immer einmal „loswerden“ , z.B. Vorschläge für Verbesserungen,  Kritik usw….)

„Mehr Unterstützung für den Frauenfußball wäre natürlich toll, beispielsweise, dass unser Sport sichtbarer wird in den Medien, da besteht doch noch ein großer Unterschied zwischen Männern und Frauen. Ebenso ist die finanzielle Situation mit den Männern nicht zu vergleichen. Viele Frauen, die „oben“ spielen und viel trainieren, verdienen kaum etwas, wo bei den Männern bereits im „Unterhaus“ teilweise Geld gemacht werden kann“.

Deine und Eure Ziele für die Frühjahrsmeisterschaft?

„Das oberste Ziel ist ganz klar: verletzungsfrei zu bleiben und weiters, dass wir uns als Mannschaft weiterhin so gut verstehen, dass gegenseitiges Vertrauen und der Spaß auf und neben dem Spielfeld passen und das gesamte Team mit allen, die dazu gehören und mithelfen, harmonisch bleibt“.

Für Deine klaren Worte bedanke ich mich herzlich, ich wünsche Dir und Deinem Team viel Erfolg  für die Frühjahrsmeisterschaft!

Helmut Pichler