Vor dem Pflichtspielauftakt am nächsten Wochenende sprach das Ligaportal mit Cheftrainer Helmut Brandl vom Landesligisten Union Waldmark St. Stefan:
Ligaportal: Helmut, wie konntet Ihr Euch auf die Frühjahrssaison vorbereiten?
Helmut Brandl: „Da wir klimatisch bedingt später als unsere Konkurrentinnen im Freien trainieren können, forcieren wir das Krafttraining in der Halle und absolvieren auch vermehrt das Lauftraining".
Wart Ihr in der Winterpause auch auf Trainingslager?
„Ja, in der Faschingswoche haben wir ein Camp in Györ (Ungarn) abgehalten, mit 5 Einheiten.“
Gestern habt Ihr das 2. Testspiel gegen die SG Steyr ausgetragen, wie aufschlussreich waren Eure Probespiele?
„Gegen Nebelberg haben wir 2:0 gewonnen, ich war mir aber während des Spiels mit dem gegnerischen Trainerkollegen einig, das Spiel stand auf keinem hohen Niveau. Das Video, das Nebelberg aber anfertigte, belehrte uns dann aber eines Besseren, denn die Partie war gar nicht so schlecht und wir „Fachleute“ einfach zu kritisch (schmunzelt). Es war übrigens unser erster voller Erfolg gegen Nebelberg. Gestern hatten wir auf dem Kunstrasen in Rohrbach die SG Steyr zu Gast und konnten 4:2 gewinnen. Meine Mädels waren spielerisch besser als vor 1 Woche, die Gegnerinnen haben uns aber ziemlich gefordert und ihr Tabellenstand als Siebte in der LT1-O.Ö.-Liga ist mir nach ihrer Leistung nicht ganz verständlich.
Wir haben mit Absicht 2 „Aufbau“-Gegner aus der höheren Liga gewählt und auch den Freitag-Termin, weil wir in einen gewissen Rhythmus kommen wollen".
Gibt es personelle Veränderungen bei Euch, wie zufrieden bist Du mit der Entwicklung Eures Teams?
" Zum ersten Teilm Deiner FRage: nein, das Aufgebot ist unverändert beisammen, trotzdem würden wir uns natürlich über jungen „Zugang“ für die Zukunft freuen. Der Kader umfasst im Training 22 Spielerinnen + 2 „Ergänzungen“. Egal, ob für ein Heimspiel oder eine Auswärtsbegegnung, haben wir uns jetzt bei 16 Aktiven eingependelt, früher war es oft mühsam, genügend Spielerinnen für die „Fremde“ zu rekrutieren.
Ähnlich ausgeglichen sind unsere Torschützinnen, denn 12 (!) Spielerinnen haben in der Herbstsaison getroffen, wir sind also nicht so leicht auszurechen und wenn Nora Hetzmannseder, Lisa Feilmayr oder Julia Wolkerstorfer „zugedeckt“ werden, treffen halt andere Teamkolleginnen".
Am kommenden Freitag, 19.30 Uhr trefft Ihr in HELFENBERG im Voest-Alpine-Ladies-Cup auf die SPG Schweinbach/Kefermarkt/Hagenberg?
„Ursprünglich war als Austragungsort die HOGA Arena in St. Stefan geplant, aber dort kann nicht gespielt werden, deshalb die Verlegung nach Helfenberg.
In diesem TOP-Spiel werden wir gleich zu Beginn der Halb-Saison dementsprechend gefordert, gegen diese Mannschaft haben wir uns immer sehr schwergetan, im Moment denke ich, dass wir aber ziemlich „auf Augenhöhe“ stehen, möglich, dass deren Spielerinnen um einen Deut schneller sind, dafür könnte der kleinere Platz ein kleiner Vorteil für uns sein“.
In die Meisterschaft startet Ihr mit dem Auswärtsspiel gegen USV St. Oswald, ehe Union Lembach bei Euch gastiert?
„Es wird Woche für Woche intensiv, wir liegen 7 Punkte vor St. Oswald, aber bei den heimstarken „Verfolgerinnen“ ist kaum etwas zu gewinnen, eher noch 1 Punkt zu erobern. Lembach kann wiederum je nach Tagesverfassung jeden schlagen, daheim sollten wir aber nichts anbrennen lassen. Nur: „von Haus aus“ ist kein einziges Spiel gewonnen, wenn man es so angeht, hat man es schon im Kopf verloren, dafür gibt es genügend Beispiele in der Vergangeheit.“
Gegen Tabellenführer TRUCKCENTER Altenfelden, die 1 Punkt vor Euch liegen, spielt Ihr erst Anfang Mai daheim, bleibt es bis dahin beim Kopf an Kopf-Rennen?
„Ich denke, wenn keine großen Umfaller passieren, dann schon. Gegen den Leader mit seinen starken „Youngsters“ sind ohnehin alle bis in die Fußspitzen motiviert, meistens enden solche Spitzenspiele dann remis. Aber ich denke auch, dass noch 3 schwere Auswärtspartien in Antiesenhofen, Lochen und Aspach vor uns liegen".
Was wünscht Du Dir vom Frühjahr?
"Das Wichtigste wäre, keine Verletzungen abzubekommen und dass die Spiele fair ablaufen. Nach einer spannenden Meisterschaft soll vielleicht das „richtige“ Team ganz oben stehen, weil immer auch das Glück noch eine Rolle spielt.“
Vielen Dank für Deine Zeit, ich wünsche Euch viel Spielglück und Erfolg im Titelkampf und im voest-alpine-Ladies Cup!
Helmut Pichler