Frauen in OÖ

MULTI-TASKING: Kleinmünchens Ex-Kapitänin Kathi Reikersdorfer tanzt auf mehreren sportlichen „Hochzeiten“!

Der Tatendrang der Ex- Legionärin ist nach ihrer Rückkehr vom deutschen Zweitligisten Ingolstadt 04 weiterhin groß; das Ligaportal befragte die frühere ÖFB- U 19- Internationale nach ihren Zielen:

Ligaportal: Kathi, bei unserem letzten Gespräch war noch nicht alles „in trockenen Tüchern“, wo engagierst Du Dich jetzt in Deiner Heimat?

Katharina Reikersdorfer (SKU Ertl Glas Amstetten): „Ich freue mich sehr, nun für den SKU Ertl Glas Amstetten tätig zu sein und den Mädchen- und Frauenfußball in der Region weiterzuentwickeln zu können.“

Welche genauen Aufgaben hast Du übernommen?

„Ich habe die sportliche Leitung im Frauenfußball und die Funktion als Spielertrainerin übernommen, dazu arbeite ich auch noch als Trainerin der JHG-West Mädels und bin „Individualtrainerin“ der U 10.“

In der 2. deutschen Bundesliga hast Du unter Ex-Lask-Trainer Benjamin Stolte fußballerisch sicherlich dazugelernt und Dich nach schwerer Verletzung sogar zurück ins „Team der Saison 2025/26“ gekämpft?

„Solche Herausforderungen stärken die Mentalität, verändern aber auch häufig Blickwinkel und Prioritäten. Ich möchte all diese Erfahrungen und Kompetenzen als Trainerin und Organisatorin einbringen“.

Wie ist der Frauenfußball in Amstetten organisiert?

„Wir haben hier schon länger eine erfolgreiche Kooperation mit Ferschnitz, die fortgeführt wird, früher auch mit Neuhofen, das hat sich zurückgezogen. In der Saison 2026/27 gehen wir bei der FSG Ferschnitz/Amstetten mit 2 Mannschaften an den Start: in der AK Niederösterreich- Landesliga und in der AK Frauengruppe Mostviertel".

Eine notwendige Frage: Deine langfristigen Ziele?

„In der Vorsaison landete die FSG Ferschnitz/Neuhofen/Amstetten hinter FCM Traiskirchen, FSG St. Georgen/Leys und FSG Ybbs/Wieselburg auf Platz 4. Als vorrangiges Ziel wollen wir uns unter den Top-Teams etablieren und in 2,3 Jahren den Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga schaffen“.

Wer Deine Einsatzfreude, Deinen unerschütterlichen Kampfgeist und Deinen Spielwitz sowie Deine Leidenschaft für Fußball bei Deinen früheren Vereinen bewundert hat, weiß, diese neuen Aufgaben liegen Dir echt am Herzen, oder irre ich mich da?

„Ich brenne für diese neuen Aufgaben und freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Team. Gemeinsam wollen wir den Frauen- und Mädchenfußball im Mostviertel weiter voranbringen. Ich hoffe natürlich auch auf die Unterstützung unserer Fans am Spielfeldrand“.

Auch vom Umfeld kamen schon sehr positive Vorzeichen für Dein Engagement?

„Ja, Sektionsleiter Hiessleitner hat mich z.B. als „absolute Bereicherung für den Frauenfußball in der Region“bezeichnet, ich hoffe natürlich, dass ich diesen Vorschusslorbeeren gerecht werde. In erster Linie wünsche ich mir aber, dass ich fit und verletzungsfrei bleibe, denn nur dann lassen sich meine Vorhaben auch dementsprechend umsetzen“.

Noch ein Wort zu Deiner früheren Vereinskollegin und „Heimkehrerin“ Miriam Sterrer, die aktuell vom LASK engagiert wurde?

„Überrascht hat mich dieser Schritt von der „Miri“ nicht, ich denke, das ist auch für sie ein guter Wiedereinstieg in Österreich!"

Vielen herzlichen Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast, ich wünsche Dir ganz großen Erfolg bei Deinen Bemühungen um den Frauenfußball im Mostviertel!

Helmut Pichler