Frauen in OÖ

Helmut BRANDL im Interview nach dem „Lehrspiel“ gegen Sturm Graz und der Niederlage im Voest-Alpine-Ladies Cup!

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Mit 2:4 musste sich Oberösterreichs Cupsieger St. Stefan Waldmark gestern in Nebelberg im Achtelfinale geschlagen geben; das Ligaportal sprach mit Cheftrainer Helmut Brandl:

 

Ligaportal: „Helmut, wie hast Du das gestrige Pokalspiel erlebt?

Helmut Brandl: „Wir sind in der ersten Viertelstunde gut in das Match gestartet, sind auch mit 1:0 in Führung gegangen. Ab der 20: Minute wurde es dann „unruhig“, wir kassierten eine „gelbe Karte“, hatten dann eine Schwerverletzte zu verkraften, und da ließ dann die Konzentration stark nach. Dazu kam eine gewisse Übermüdung, auch die Spielzeit ab 12.00 Uhr Mittag war für uns nicht ideal. Trotzdem fanden wir einige Chancen vor, ich meine, dass sogar hier ein Gleichstand zu beobachten war, aber nach einem Tausendgulden -Schuss wuchs der Vorsprung der Heimelf auf 3:1, wir konnte zwar auf 2:3 verkürzen, aber das 4:2 sorgte für die Entscheidung.


Eure Siegesserie im Voest-Aloine Ladies Cup wurde beendet, fiel damit auch Erfolgsdruck weg?

„Ich würde nicht sagen, dass sich Druck aufgebaut hat, denn die großen Erfolge in der Vorsaison haben die frühere Nervosität bei uns ganz stark abgeschwächt, wir gehen jetzt bedeutend cooler an die Herausforderungen heran.

Stichwort: „Herausforderung“, wie groß war die Belastung im ÖFB-Frauencup?

„Sehr stark, weil wir gegen den hohen Favoriten destruktiv agieren mussten, einfach die meiste Zeit hinterherliefen. Der Headcoach der Gäste hatte seine Spielerinnen angewiesen, nur flach zu spielen, ich denke, mehr als 2 „lange Bälle“ gab es von ihnen während des ganzen Spiels nicht zu sehen. Trotzdem war die 3:0- Führung zur Pause offensichtlich nicht zufriedenstellend, denn es wurde „nachgebessert“, der Endstand von 8:0 für Sturm Graz war meiner Ansicht dennoch zu hoch, weil 2,3 Treffer ziemlich abseitsverdächtig waren….

Was habt Ihr an Positiva aus dem Duell „David gegen Goliath“ mitgenommen?

„Vor allem 2 Dinge: wie wichtig im Spiel die Bewegung ohne Ball ist und wie entscheidend der „erste“ Kontakt sowie die Kommunikation. Wir Trainer arbeiten daran schon länger, aber man darf auch nicht übersehen, als eigentliches „Landesligateam“ rangieren wir 4 Stufen unter dem Spitzenteam der ADMIRA-Frauen-Bundesliga.

 Welchen Eindruck hattet Ihr vom Bundesliga-Team?

„Durchwegs freundliche, völlig „normale“ Spielerinnen, die sogar unseren Rasen lobten. Die Begeisterung war auch bei den ca. 400 BesucherInnen zu spüren, die Jüngsten durften sogar den Mannschaftsbus der Grazerinnen besichtigen! für uns war es jedenfalls eine Begegnung, die noch lange positiv in Erinnerung bleiben wird und uns ermahnt, „dranzubleiben.“

Wie professionell und international es bei den einem Bundesligisten zugeht, erhellt auch die Tatsache. dass die Aufwärmübungen vom Co-Trainer in englischer Sprache geleitet wurden!

Einziger Wermutstropfen: Leonie Tragl, eine quirlige und sehr auffällige Spielerin der Gäste, verletzte sich ohne Einwirkung einer Gegenspielerin, das ist ein bitterer „Wermutstropfen“ und wir wünschen ihr baldige Besserung!

Nun werdet Ihr Euch auf die Meisterschaft konzentrieren?

„Ja, das ist das klare Ziel und in 3 Wochen empfangen wir daheim die SPG Nebelberg / Oepping / Peilstein, vielleicht gelingt uns eine „Revanche“ für die gestrige Niederlage“

Als nächsten Gegner trefft Ihr aber am kommenden Sonntag um 18.00 Uhr auf die SPV Kematen - Piberbach / Rohr?

„Wir haben Heimvorteil, müssen aber in einem sehr schwierigen Spiel voll fokussierte sein, denn die Gäste wollen sicher erstmals „anschreiben“ und auch das Ausscheiden im Voest-Alpine-Ladies Cup vergessen machen. Andererseits wollen wir ebenfalls die gestrige Partie aus den Köpfen bringen und uns rehabilitieren!“

Vielen herzlichen Dank für das ausführliche Gespräch, ich wünsche Euch, dass die Erfolgselebnise zu Euch zurückkehren!

Helmut Pichler