Obwohl erst die 3. Runde im Frauen-Unterhaus an diesem Wochenende auf dem Programm steht , geizten die „Scharfschützinnen“ schon bisher nicht mit hohen Scores, heute fiel in der Frauenklasse Süd der bisherige Rekord, auch die beiden "Viererpacks" können sich sehen lassen; das LIGAPORTAL befragte beide Headcoachs zum „Tor-Festival“:
Frauenklasse OÖ Süd/West:
ASV Niederthalheim 1b—TSV Ottensheim 1b 5:8 (2:5) Tore: Nathalie Stockinger (4); Elisabeth Ratschenberger (4), Selina Willnauer, Clara Gierlinger, Katharina Gierlinger, Melanie Lucan.
Im Gegensatz zu den beiden 12:0-Siegen der SPG Perg/Windhaag und dem 10:1 der SPG Eberstalzell/Pettenbach/Ried-Tr. waren aber heute b e i d e Teams in den regen und fairen „Schlagabtausch“ eingebunden.
Cheftrainerin Judith Riederer (TSV Ottensheim 1b): „Es war wieder ein sehr turbulentes Spiel. Wir waren wieder nur mit 1 Torhüterin zum Spiel erschienen, weil heute auch unsere A- Kampfmannschaft spielt. Unsere Keeperin Lara Schuster hatte ganz großes Pech, denn 10 Minuten vor Spielbeginn brach sie sich beim Einspielen das Schienbein, sodass sich wieder eine Feldspielerin ins Tor stellen musste. Es war kein schönes, aber torreiches Spiel, wo wir zur Pause mit 5:2 in Führung lagen. Letztendlich war es aber bis zum Schluss offen, wer der Sieger sein wird. Gott sei Dank waren wir die glücklichen Gewinnerinnen“.
LIGAPORTAL wünscht Lara rasche und vor allem vollständige Genesung!
Cheftrainer Christoph HANS (ASV Niederthalheim 1b): „Trotz der 5:8-Heimiederlage gibt es einige Dinge, die man einordnen muss, denn die Voraussetzungen waren die gesamte Woche über alles andere als einfach. Bis kurz vor dem Spiel war unklar, ob wir überhaupt genügend Spielerinnen zur Verfügung haben würden. Am Ende konnten wir genau 11 Spielerinnen aufbieten, ohne Wechselmöglichkeiten. Zusätzlich musste eine Spielerin die Position im Tor übernehmen, die normalerweise nicht als Torfrau spielt. Allein dafür gebührt der Mannschaft großer Respekt!
Gegnerinnen hielten sich die Waage
Das Spiel selbst war über weite Strecken ausgeglichen, beide Mannschaften hatten ihre guten Phasen und das Geschehen spielte sich grundsätzlich „auf Augenhöhe“ ab. Unser größtes Problem war jedoch, dass wir zu viele Minuten verschlafen haben. Wir haben zu viele Fehlpässe gespielt, waren oft 1 Schritt zu spät, haben zu wenig aktiv gegen den Ball gearbeitet und die Gegnerinnen dadurch immer wieder selbst ins Spiel gebracht. Ottensheim hat die Chancen genützt, wir haben es ihnen aber teilweise auch zu einfach gemacht.
„Intermezzo im Spielabschnitt 2 geriet zu kurz“
Nach einem ordentlichen Beginn in der 1. Halbzeit haben wir nachgelassen und sind mit einem Rückstand in die Pause gegangen. Die Reaktion nach der Halbzeit war dann sehr positiv, die Mannschaft kam konzentriert aus der Kabine, spielte etwa 15 Minuten mutig und aktiv nach vorne, dominierte phasenweise das Spiel und verkürzte den Rückstand von 2:5 auf 4:5. Leider konnten wir dieses Niveau nicht halten, gingen nicht konsequent genug zum Ball und schauten in vielen Situationen mehr untätig zu, als aktiv einzugreifen. Dadurch „kippte“ das Spiel erneut in Richtung der Gegnerinnen, die sich am Ende verdient durchsetzen konnten.
Glückwunsch an den Gegner zum Sieg!
Für uns gilt es nun, die richtigen Lehren aus dem Spiel zu ziehen. die positiven Phasen mitzunehmen und in den kommenden Wochen konstanter über die gesamte Spielzeit aufzutreten. Dann werden wir gestärkt zurückkommen!“
Helmut Pichler