Frauen in OÖ

„Senkrechtstarterinnen“ des TRUCKCENTER Altenfelden sind in der höchsten Spielklasse angekommen!

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Die Aufsteigerinnen der beiden letzten Saisonen ( aus der Frauenklasse und Landesliga) kamen in den ersten 6 Spielen schon dreimal zu Punkten; das Ligaportal sprach mit Trainerin Anja Neumüller über das letzte Spiel und die bisherigen Erfahrungen der Liga-Neulinge:

LT1 OÖ Liga Frauen:

TRUCKCENTER Altenfelden-- SPG Wallern / Krenglbach 1b 2:1 (1:0)

Tore: Juliane Stöttner, Mimi Ainoa Höglinger; Sarah Schiffelhuber.

Ligaportal: Anja, zu Eurem dritten Punktegewinn herzlichen Glückwunsch, wie war Dein Eindruck vom Spiel?

„Wir sind stark in die Partie gestartet, haben es aber leider verabsäumt. unsere ersten Chancen direkt auch in Tore umzumünzen. In der Mitte des Spiels hatten wir dann einen kurzen Konzentrationsverlust und sind in ein kleines Tief gefallen. Zum Ende hin haben wir dann aber wieder stark gespielt und konnten das Match positiv abschließen. Insgesamt war es eine Leistung, auf der wir aufbauen können.“

In der Vorsaison habt Ihr gegen diese Gegnerinnen in 2 Matches jeweils mit 1:1 remisiert, und auch im Cup nach Verlängerung mit 4:1 gewonnen, ist das ein Zeichen Eurer Steigerung?


„Definitiv! bei unserer Mannschaft ist eine klare Steigerung erkennbar, denn ansonsten wären wir nicht dort, wo wir jetzt stehen. Wir sehen bei vielen Spielerinnen Fortschritte und auch unsere neuen Spielerinnen bringen zusätzliche Qualität ins Team. Wir entwickeln uns sowohl als Mannschaft als auch individuell weiter. Das zeigt sich mittlerweile auch in unseren Ergebnissen und in unserem Auftreten auf dem Platz“.

Was war bisher Euer schwerster Gegner, der TSV Ottensheim?

„Das ist schwer so pauschal zu beurteilen, weil bei jedem Spiel viele Faktoren eine Rolle spielen. Es kommt beispielsweise darauf an, ob alle Spielerinnen fit sind und wichtige Spielerinnen zur Verfügung stehen. Gegen den TSV Ottensheim haben wir phasenweise sehr stark gespielt und mit etwas mehr Konsequenz wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Gleichzeitig merkt man bei solchen Gegnern die größere Spielerfahrung und das Fußball-„Alter“ deutlich. Sie agieren frecher, abgeklärter und wissen ihre Chancen besser zu nutzen. Genau aus solchen Spielen können wir viel mitnehmen.“

Würdest Du einige Begegnungen als „Lehrspiele“ bezeichnen?

„Für uns ist jedes Spiel ein „Lehrspiel“, weil wir aus jeder Partie etwas anderes lernen können. Manchmal geht es darum, von der ersten Sekunde an wachsam zu sein, manchmal darum, auch in schwierigen Phasen nicht aufzugeben und weiterzukämpfen. Genauso wichtig ist es für unsere sehr junge Elf, nach einer Führung nicht nachzulassen und über die gesamte Spielzeit konsequent zu bleiben. Gerade diese Erfahrungen helfen uns als Trainer, die Mannschaft weiterzuentwickeln und in Zukunft noch konstanter aufzutreten.“

Gab es gegen Teams besondere Überraschungen?

„Überraschungen gab und gibt es im Fußball immer wieder, weil jede Mannschaft ihre eigenen Stärken mitbringt und Spiele unterschiedlich verlaufen können. Besonders wichtig ist für uns, dass wir uns nicht ausschließlich am Gegner orientieren, sondern unser eignes Spiel strikt durchziehen. Wenn uns das gelingt, können wir auch gegen vermeintlich stärkere Mannschaften mithalten.“

Habt Ihr schon Punkte liegen gelassen?

„Ja, ganz sicher. Vor allem gegen den ASV Niederthalheim haben wir Punkte liegen gelassen, weil wir die ersten Minuten des Spiels verschlafen haben. Solche Phasen können auf diesem Niveau schnell entscheidend sein. Auch in anderen Partien hätten wir mit mehr Konsequenz durchaus 3 Punkte mitnehmen können. Das zeigt uns, dass wir unser Potential noch nicht in jedem Spiel vollständig ausschöpfen!“

Sind die Gegner in der LT1-O.Ö.Liga vor allem schwerer zu verteidigen oder ist es schwieriger, Treffer zu erzielen, als in der Landesliga?

„Wir merken. dass beides schwieriger geworden ist. Die Gegnerinnen agieren insgesamt schneller und abgeklärter, wodurch es sowohl in der Defensive als auch in der Offensive anspruchsvoller wird. Teilweise fällt es uns noch schwer, uns auf schnelle Spielzüge einzustellen und selbst präzise umzuschalten. Genau in diesen Bereichen wollen wir uns weiter verbessern, um unser Spiel noch effektiver gestalten zu können.“

 Im Herbst spielt Ihr noch die SPV Kematen-Piberbach/Neuhofen-Rohr, , Union Nebelberg und Dorf an der Pram. Wie viele Punkte sind für Euch da noch drinnen?

„Wir rechnen uns für die verbleibenden Spiele schon noch einige Punkte aus, denn in unserer Mannschaft steckt viel Potential. Entscheidend wird sein, dass wir unserer Leistungen konstant auf den Platz bringen, von Beginn an konzentriert auftreten und unsere Chancen konsequenter nutzen. Wenn uns das gelingt, können wir auch in den kommenden Spielen einiges erreichen. Unser Ziel ist es, uns weiterzuentwickeln und die Herbstsaison bestmöglich abzuschließen“.

Gegen Dorf/Pram gab es bei der „Generalprobe“ im Voest-Alpine-Ladies Cup auswärts ein 0:3-Niederlage, habt ihr daraus gelernt?

„Wir haben aus dem Cupspiel sicher unsere Lehren gezogen. Die Niederlage war verdient, allerdings haben wir uns durch eigene Fehler und die vergebenen Torchancen selbst das Leben schwer gemacht. Wir haben gesehen, dass wir unserer Chancen effektiver nutzen und individuelle Fehler vermeiden müssen, um solche Spiele für uns entscheiden zu können. Diese Erkenntnisse wollen wir beim nächsten Aufeinandertreffen umsetzen und es besser machen.

Vielen herzlichen Dank für Deine Zeit, Ihr habt Euch schon als Bereicherung für die Top-Liga Oberösterreichs erwiesen, ich wünsche Euch, dass Ihr Euch im „Premieren-Jahr“ weiter behaupten könnt!

Helmut Pichler