Im Schlager der Runde empfing der Tabellenführer die „Verfolgerinnen“ aus Gmunden; erstmals „anschreiben“ konnten die „Nachzüglerinnen“ nach einer sehenswerten Aufholjagd:
Landesliga:
USV St. Oswald / Freistadt-- Gmunden 4:0 (0:0) Kristina Danner (2), Lorena Katharina Rechberger, Lea Pilgerstorfer.
Cheftrainer Jürgen Wabitsch (SV Gmunden): „Trotz einer personellen Schwächung in der Abwehr, weil 2 Stamm-Stützen fehlten, verlief das Spiel in der 1. Hälfte ausgeglichen und blieb auch bis zur Pause torlos. In der 58. Minute kassierten wir dann das 0:1 und wenig später nach einem individuellen Fehler das 0:2, womit die Partie eigentlich entschieden war. Wir hatten allesamt einen schlechten Tag, im Gegensatz zur Vorwoche, wo uns die SPG Eberstalzell / Pettenbach / Ried i.Trkr. sogar noch größere Probleme als der Tabellenführer bereitete, wir aber das Spiel noch „drehen“ konnten. Mit ihren langen Pässen auf die schnellen Spitzen kamen die Gastgeberinnen dann noch zu weiteren 2 Treffern.
Das Endergebnis fiel meiner Ansicht nach dem Spielverlauf nach zu hoch aus, aber einmal musste nach der langen Erfolgsserie (wir blieben 12 Spiele ungeschlagen) auch wieder einmal eine Niederlage folgen. Wir liegen noch immer als Aufsteiger auf Rang 2, am kommenden Wochenende empfangen wir die Union Maria Neustift und werden versuchen, uns zu rehabilitieren!“
Thomas Hammerschmied ( USV St. Oswald / Freistadt): „Das Spiel selbst war nicht besonders attraktiv, wir haben in der 1. Halbzeit vorsichtig agiert, weil unsere Gegnerinnen bisher in allen Spielen 3 Tore erzielt haben. Noch dazu fehlte uns Torjägerin Nadine Ecker. Deshalb haben wir die frühere Torjägerin Eva Gutenbrunner reaktiviert, die uns "ausgeholfen" hat, obwohl sie schon vor einiger Zeit ihre Karriere beendet hat. Gegen Gmunden wollten wir Eckbälle vermeiden, weil Gmunden bekannterweise aus diesen Standards mit Kopfbällen sehr erfolgreich ist. Wir gewannen dann die meisten Zweikämpfe, haben in der 2. Hälfte zugelegt und ab der 60. Minuten war der Widerstand der Gegnerinnen gebrochen, wir haben dann noch 2 Treffer erzielt. Insgesamt wäre auch ein Resultat von 2:0 oder 3:0 dem Spiel gerecht geworden.
Mit der Saison bin ich bisher zufrieden, in der 2. Halbzeit können wir derzeit noch stark zusetzen, das macht uns im Moment neben einer starken Keeperin und verlässlichen Abwehr so erfolgreich. Nach den knappen ersten Runden haben wir uns auch in der Offensive gesteigert, das Team ist sehr gut in Schuss, wie es gestern nachdrücklich beweisen hat, ich bin stolz auf die Mädels.
Ich bemühe mich, auch immer eine Nachwuchshoffnung in die Startelf zu integrieren, damit sie genügend Spielpraxis bekommen. Das nächste Spiel bei der Spielgemeinschaft Eberstalzell/Pettenbach/Ried-Tr. wird sicher ähnlich fordernd wie die gestrige Partie gegen Gmunden, ich habe ja das direkten Duell der beiden "Verfolgerinnen" in der Vorwoche selbst besucht. Unser erklärtes Ziel bleibt es, ganz vorne mitzuspielen“.
Union Maria Neustift-- Union Lochen -6:5 (2:3) Tore: Iris Maria Krenn, Lena Hörmann (je 2), Emily Ritt; Melanie Reinthaler, Antonia Iuliana Zele (je 2), Reka Reitzig.
Cheftrainer Andreas Maderthaner (Union Maria Neustift): „Für unser Spiel hat unserem Team das schnelle Tor zum 1:0 (4. Minute) gut getan, da wir in dieser Saison nur beim allerersten Spiel gegen Peuerbach in Führung gehen konnten. Danach war es chancenmäßig ausgeglichen und auch Lochen kam durch gute, schnelle Angriffe vor das Tor. So schnell, wie wir in Führung gegangen waren, kassierten wir auch 3 Tore am Stück. In der 35. Minute konnten wir dann zum 2:3 anschließen. Das hat uns persönlich extrem geholfen, da wir gesehen haben, dass wir gut im Spiel sind und auch gefährlich vor das Tor kommen konnten. Freistöße und Eckbälle strahlten zu jeder Zeit Gefahr aus.
2. Spielhälfte:
Nach der Pause konnten wir weiter genau das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Und dann konnten wir uns mit dem Ausgleich zum 3:3 belohnen. Anschließend schafften wir sogar den 4:3-Führungstreffer. Ab diesem Zeitpunkt wurde es eine „wilde Partie“ mit Angriffen auf beiden Seiten und fast im Minuten-Takt fielen dann zwischen der 79. und 87. Minute die Tore zum 4:4, 5:4, 5:5 und 6:5!
Es war eine intensive Partie, in der wir aber nie dachten, als Verlierer vom Platz zu gehen!
Helmut Pichler