Sowohl mit entscheidenden Toren, aber auch mit „Ergebniskorrekturen“ warteten auch schon 5 Fußballerinnen aus unserem Bundesland in der Champions-League und im Europacup der Frauen auf:
UEFA Frauen Champions League 25/26, Ligaphase:
AS Rom-- SKN St. Pölten Frauen 6:1 (2:0) Tor für die Gäste: Isabel Aistleitner.
In der 77. Minute wurde die gebürtige Kirchdorferin für Kess Elmore eingewechselt, in der 88. Minute kombinierte sie sich aus der Abwehr nach vorne, Magdalena Rukavina traf mit einem satten Schuss die Quer-Latte, den Abpraller setzte „Joker“ Aistleitner trotz Bedrängnis durch die Roma-Defensive in die lange rechte Torecke zum „Ehrentreffer“.
Bisher 5 Tor-Schützinnen, 6 Volltreffer
Damit reiht sich die ÖFB- Internationale in die illustre Liste der Oberösterreicherinnen ein, denen bisher mindestens 1 Tor in den Europabewerben der Frauen gelang:
Pionierin Nina Aigner:
Als erste erzielte die ÖFB- Ex-Teamkapitänin am 30. Juli 2009 in der 85. Minute das zwischenzeitliche 4:2 für Bayern München in der Qualifikationsrunde gegen Glasgow-City.
„Kunstschuss“ von Jana Scharnböck
10 Jahre später, am 11. September 2019 wurde die Innviertlerin Jana Scharnböck im Champions-League-Achtelfinalspiel SKN St. Pölten gegen Twente Enschede in der 81. Minute beim Stand von 0:4 statt Stefanie Enzinger ins Spiel genommen, nur 1 Minute später kam der „Joker“ im Strafraum an den Ball und zirkelte aus halblinker Position die Kugel zum 1:4 hoch in die lange Ecke, das Match endete 2:4.
Vorentscheidung durch einen „Doppelpack“ von Laura Wineroither
Beim 3:0-Auswärtssieg der TSG Hoffenheim bei Rosengaard im August 2021 erhöhte Offensiv-Verteidigerin Laura Wienroither für die Gäste in der 71. Minute mit einem herrlichen Weitschuss zwischenzeitlich auf 2:0, und stellte damit die Weichen auf den „Dreier“ in der Fremde; im Rückspiel schoss die gebürtige Frankenburgerin bereits in der 8. Minute das1:0, die Partie endete mit einem 3:3, aber die TSG erreichte die nächste Runde mit dem Score von 6:3.
Entscheidung durch das „Gold-Tor“ von Almedina Sisic
Die Wahl-Linzerin Almedina Sisic war erst vor wenigen Wochen äußerst effektiv und erfolgreich: im Achtelfinale des neuen UEFA Women's Europa Cup 2025/26, wurde die ÖFB- U 19- Ex-Internationale in der 84. Minute der Begegnung RSC Anderlecht gegen FK Austria Wien (0:1) von Austria Coach Kenesei statt Modesta Uka eingewechselt, die „Knipserin“ traf nach Triendl-„Vorlage“ zum 1:0 in die lange Ecke.
Spezieller Treffer für die UEFA: Zadrazils „Traumtor“
Die „halbe Oberösterreicherin“ (geboren in Bad Ischl), Salzburgerin und Bayern München -Legionärin Sarah Zadrazil schaffte es im Frühjahr 2022 , mit ihrem Treffer im Halbfinale bei Bayern München gegen Chelsea sogar, von der UEFA als einzige Frau für das „Tor der Saison“ nominiert zu werden.
Die torgefährliche Mittelfeldregisseurin hatte beim Stand von 0:1 im Auswärtsspiel in der 29. Minute einen zu kurz abgewehrten Eckball per „Drop-Kick“ zum zwischenzeitlichen 1:1 in die rechte Kreuzecke versenkt.
Letztendlich ging das Spiel nach dem 2:1 daheim mit 1:4 verloren, womit die Münchnerinnen ausschieden.
Helmut Pichler