Mit durchschnittlich 11,55 km pro Bundesligaspiel leistete die Neo-Leipzigerin aus St. Ägidi in der Google Pixel Frauen-Bundesliga im Herbst das höchste Lauf—Pensum aller Akteurinnen; das Ligaportal beleuchtet ihre persönliche sowie die Zwischenbilanz ihrer „Landsfrauen“ aus Oberösterreich und der übrigen erfolgreichen ÖFB-Legionärinnen:
So steht es nach 13 Runden im Herbst und der vorgezogenen 1. „Frühjahrsrunde“ um die Legionärinnen bei den "Nachbarn":
Annabel Schasching (RB Leipzig)
Die frühere SC-Freiburg-Akteurin wurde in allen 14 Spielen eingesetzt und weist mit 1.256 Einsatzminuten nur 4 Minuten weniger als die Maximal-Spielzeit auf.
Hinter der Isländerin Emilía Ásgeirsdótti (4 Treffer) rangiert die Oberösterreicherin mit 3 Toren (davon 1 Elfer) vereinsintern an 2. Stelle der Torschützinnen-Liste, je 1 Latten- und 1 Aluminiumtreffer verhinderten weitere Torerfolge der Mittelfeldregisseurin. Gegen Eintracht Frankfurt hatte sie beim 3:4, dann just gegen ihren Ex-Klub SC Freiburg ihr Visier besser eingestellt und per Elfmeter den Schlusspunkt zum 2:0 gegen Carl Zeiss Jena gesetzt.
Beinahe 80 % ihrer Pässe „adressierte“ sie erfolgreich an ihre Mitspielerinnen, an der „Arbeitsbiene“ lag es nicht, dass in der Tabelle für den Tabellenelften noch einiger „Aufholbedarf“ besteht!
Claudia Wenger (Bayer 04 Leverkusen)
Die gebürtige Kleinramingerin debütierte sensationell stark mit Bayer 04 Leverkusen beim Meister Bayern München (erst spät fiel das 0:2) und wurde dann noch in 8 Spielen eingesetzt. Beim 1:5 (0:2) gegen den VfL Wolfsburg gelange ihr kurz nach der Pause per Kopf der Anschlusstreffer, gleichzeitig ihr „Premierentor“ in der deutschen Top-Liga. Nach unnötigen Punktverlusten nimmt Bayer 04 Leverkusen aktuell mit 22 Punkten Rang 7 ein.
Lisa Kolb (SC Freiburg)
Die Freiburg -Legionärin kam in 12 Partien meistens zu Teilzeit-Einsätzen, je 1 Pfosten- und 1 Lattentreffer standen ihren Toren 6 und 7 in der Bundesliga im Weg. Mit ihrem Team liegt die Vöcklabruckerin mit 23 Punkten auf Platz 6, punktgleich mit dem Fünften, Eintracht Frankfurt.
Auch Spitzenränge in der Statistik für Brunnthaler und Rusek,
Melanie Brunnthaler:
Vom SKN St, Pölten wechselte die Torjägerin zum Hamburger SV , absolvierte 13 Spielen, glänzte mit 3 Toren und 2 Assists, und war als Angreiferin in die meisten Zweikämpfe der ganzen Liga verwickelt (451) wobei sie knapp weniger als die Hälfte für sich entscheiden konnte. Sie musste die meisten Fouls einstecken und war pro Match 9,73 Kilometer unterwegs.
Ihre Vereinskollegin beim HSV, Sophie Hillebrand, schoss in 14 Spielen 3 Tore, davon verwandelte sie 1 Elfmeter. Beide stehen derzeit mit den Hamburgerinnen unter Cheftrainerin Liese Brancao mit 7 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Torhüterin Larissa Haidner kam in 7 Spielen zum Einsatz und parierte 30 Mal erfolgreich.
ÖFB- Teamstürmerin Eileen Campbell (Union Berlin): sie lieferte sich 432 Duelle, setzte sich in 187 Zweikämpfen durch, trug sich 2 x als Torschützin in die Scorerinnenliste ein, und war 2 x als „Assistentin“ erfolgreich, 3 Mal scheiterte die Torjägerin an der Torumrandung.
Jungstar Valentina Mädl (Bayer 04 Leverkusen) scorte 2 Treffer, je 1 Tor gelangen Nicole Ojukwu (SC Freiburg) neben 2 Assists in 12 Spielen. Die routinierte Laura Feiersinger war für den 1. FC Köln in 14 Spielen aktiv, die Damen aus der Domstadt haben mit 21 Zählern Rang 8 erobert.
Torhüterinnen im Brennpunkt
Mit der Rekordzahl von 74 Paraden glänzte Larissa Rusek (1. FC Nürnberg) und sorgte trotz 35 Gegentoren mit ihren Teamkolleginnen vorderhand für Rang 10 für die Aufsteigerinnen (15 Punkte), ÖFB-Keeperin Mariella El Sherif (Werder Bemen) kam als viertbeste Torhüterin auf 56 Paraden. Beide Keeperinnen wurden in allen 14 Spielen eingesetzt.
Beim Überraschungsdritten Werder Bremen trumpfte Chiara D`Angelo auf.
Die frühere Hoffenheim-Legionärin, zwischenzeitlich beim SKN St. Pölten, bestritt 14 Spiele, mit 1 Torvorlage und 2 Lattentreffern erwies sich die Defensivspezialistin auch als sehr angriffslustig.
Julia Magerl, Teamkollegin von Annabel Schasching bei RB Leipzig, wurde 6 mal eingesetzt und konnte von 65 Duellen 41 für sich entscheiden.
Comeback Barbara Dunst:
Die lange verletzte Steirerin konnte ab Mitte Herbst wieder bei „Winterkönig“ Bayern München in 6 Spielen ins Spiel eingreifen und verfehlte mit 1 Latten- und 1 Pfostenschuss nur knapp ihr 18. Bundesligator. Im DFB-Frauen-Cup konnte sie sich schadlos halten und brachte sie ihr neues Team beim FC Ingolstadt 04 mit 1:0 in Führung.
Marina Georgieva konsolidierte die Abwehr
5 Runden vor der Winterpause wurde die Abwehr-Spezialistin von Union Berlin engagiert und festigte mit ihren gewonnen Zweikämpfen (65 %!) die Defensive der Aufsteigerinnen, die mit 15 Punkten auf Platz 9 überwintern.
Großes Pech für Sarah Zadrazil und Katharina Naschenweng
Schon am 4. Spieltag musste Bayerns Co-Kapitänin Zadrazil mit Kreuzbandriss ausscheiden, als „Aufmunterung“ wurde Ausnahmefußballerin von der APA zur „Fußballerin des Jahres“ gewählt.
Mannschaftskollegin Naschenweng hatte nach ihrer langen Verletzung erfolgreich debütiert und in 8 Spielen 2 Mal vergeblich beim gegnerischen Tor mit Pfosten-und Lattenschuss „angeklopft“. Just im 1. Frühjahrsspiel gegen Bayern 04 Leverkusen im Dezember erlitt die Kärntnerin wieder eine schwere Knöchelverletzung.
Alles Gute für das Neue Jahr!
Beiden ÖFB- „Schlüsselspielerinnen“ sowie allen Fußballerinnen in allen Ligen sei 2026 rasche Genesung, beste Gesundheit, viel Spielglück und Erfolg beschieden, vor allem aber auch, dass ihnen ihre Leidenschaft für Fußball erhalten bleibt!
Helmut Pichler