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DEJA-VU der ÖFB-U19 gegen Spanien und die Schweiz bei der EM-Endrunde in Bosnien-Herzegowina!

Alles ist schon einmal dagewesen: bei der EM-Finalrunde 2016 in der Slowakei traf Österreich auf Spanien, die Schweiz und Deutschland. Statt der „Lieblingsnachbarn“ geht es heuer gegen Island, ansonsten ist die Gruppe nach 10 Jahren unverändert:

„Hammerlose“ für die Elf von Dr. Hackl

Bei der dritten EM-Teilnahme nach 2016 in der Slowakei und 2023 in Belgien sehen sich die Österreicherinnen in der Finalrunde vom 27. Juni- 10. Juli nach der „Papierform“ teilweise mit hohen Hürden konfrontiert: Spanien gilt mit 7 Europameistertiteln (2004, 2017, 2018, 2022, 2023, 2024, und 2025) als klarer Favorit, gegen die Schweiz weist die ÖFB-Auswahl ebenfalls eine negative Bilanz auf. Positive Aspekte vermitteln die bisherigen Vergleiche mit Island.

Im Detail:

Gegen Spaniens U 19 war der ÖFB-Auswahl bisher noch kein einziger Treffer gegönnt, 2011 setzte es in der Steiermark in der „Eliterunde“ ein 0:4, noch unter Teamchef Ernst Weber, der tags darauf allzu früh aus dem Leben schied.

Mit dem gleichen Ergebnis verlor „frau“ 2016 bei der Endrunde in der Slowakei,

(Teamchefin war Irene Fuhrmann), es folgte ein 0:3 im Jahr 2018, ebenfalls in der „Eliterunde“. Alle Begegnungen mit Spanien fanden im Rahmen der EM-Qualifikation statt, darunter ist kein freundschaftliches Treffen zu finden.

Vergleiche mit der Schweiz auch ohne „Pflichtspiele“

Zuletzt wurde ein freundschaftliches Doppel-Länderspiel im Februar 2025ausgetragen, wobei einem 1:0-Sieg durch das Gold-Tor von Tina Krassnig

ein 1:3 (Tor: Srah Gutmann, Elfer) folgte. Zuvor stehen ausschließlich Erfolge der Eidgenossinnen zu Buche: EM-Quali 2019 mit 0:1, EM-Endrunde 2016: 0:4, im September 2014 gab es ein 0:2 in der 1. EM-Qualifikationsrunde.

Kantersieg gegen Island sicherte sogar die U 20-WM-Teilnahme

Im Frühjahr 2023 hatte sich das ÖFB-Team bei der Endrunde in Bukgarien nahc einem 0:6 gegen Deutschland, dem sensationellen 1:0 gegen die Niederlande Tor: Valentina Mädl) und dem 3:3 gegen Belgien Gruppenrang 3 gesichert. Im Dezember 2023 wurde in Spanien erstmals das Spiel der beiden Gruppendritten um Platz 5 ausgetragen, dabei Island mit 6:0 durch 3 „Doppelpacks“ von Isabel Aistleitner, Nicole Ojukwu und Alisa Ziletkina bezwungen, was die Teilnahme an der U 20- WM in Kolumbien im August/September 2024 bedeutete.

Auch die „Revanche“ ging an Österreich

Im Frühjahr 2024 kam es wieder zu einem Aufeinandertreffen mit Island in der 2. EM-Qualifikationsrunde: Treffer von Alisa Ziletkina, Magdalena Rukavina und Almedina Sisic verhalfen der U 19 zu einem 3:2 (2:2)-Sieg.

2025 als U 17, 2026 mit der U 19 als gutes Omen?

Ein Großteil des aktuellen U19 Frauen-Nationalteams war bereits im Vorjahr bei der U17 Frauen-Europameisterschaft 2025 auf den Färöer-Inseln vertreten und beendete das Turnier als sechsbeste Nation, konnte also schon wertvolle Erfahrungen bei einem Groß-Turnier sammeln.

In Gruppe A spielen Gastgeber Bosnien und Herzegowina, Polen, Schweden, und der 6- fache Sieger Deutschland.

Nur die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe ziehen ins Halbfinale am 7. Juli ein, das Endspiel folgt drei Tage später am 10. Juli im Stadion Grbavica in Sarajevo.

Helmut Pichler