Mit dem Aufstieg im Rücken geht Landesliga Ost-Aufsteiger Union HAKAKÜCHE Ansfelden mit viel Selbstvertrauen in den Sommer. Trainer Dino Medjedovic blickt auf eine „sehr erfolgreiche Zeit“ zurück, verweist auf 58 Punkte und Platz zwei in der Bezirksliga Ost und bremst gleichzeitig jede Euphorie. Für die neue Liga ist die Richtung klar: Ansfelden will sich Schritt für Schritt etablieren und mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

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Wenn Dino Medjedovic die vergangene Saison einordnet, dann macht er schnell klar, dass der Aufstieg aus seiner Sicht kein Zufallsprodukt war. Für den Trainer war es eine Phase, in der sich seine Mannschaft in vielen Bereichen sichtbar weiterentwickelt hat. „Rückblickend muss ich sagen, es war eine sehr erfolgreiche Zeit für uns“, sagt er. Union HAKAKÜCHE Ansfelden habe „sehr viele Spiele wirklich gut gespielt beziehungsweise dominiert“ und sich laut dem Coach „in allen Belangen gesteigert“. Damit meint er nicht nur die Offensive, sondern auch die Defensive, Standardsituationen, den taktischen Bereich und den konditionellen Teil. Dass am Ende 58 Punkte und der zweite Platz in der Bezirksliga Ost standen, passt für ihn deshalb genau ins Bild. „Darauf muss man eigentlich stolz sein“, sagt Medjedovic und schiebt nach: „Ich bin sehr stolz auf die Jungs, was sie geleistet haben. Wir sind auch zurecht in die Landesliga aufgestiegen.“
Auffällig ist dabei, dass Medjedovic die starke Saison bewusst nicht auf einzelne Namen reduziert. Auf die Frage, ob es Spieler gegeben habe, die sich sportlich oder menschlich besonders hervorgetan hätten, verweigert er die klassische Einzel-Auszeichnung. „Da muss ich die ganze Mannschaft hernehmen. Ich will keinen einzigen hervorheben“, sagt er. Gerade diese Antwort zeigt ziemlich klar, wie der Trainer den Erfolg seiner Mannschaft erklärt. Für ihn war entscheidend, dass die Gruppe als Einheit funktioniert hat und über Monate gemeinsam an einem Ziel gearbeitet hat. „Alle haben an einem Strang gezogen und die Mannschaft ist menschlich sowie spielerisch einfach nur top“, sagt Medjedovic. Das ist mehr als ein freundliches Lob zum Abschluss einer guten Saison. Es ist zugleich ein Hinweis darauf, worauf Union HAKAKÜCHE Ansfelden auch in der neuen Liga bauen will. Der Kern der Mannschaft ist zusammengeblieben, und genau diese Geschlossenheit soll nun auch eine Etage höher tragen.
Ganz ohne Bewegung bleibt der Kader freilich nicht. Verlassen haben den Verein nach Angaben des Trainers Djabrail Zakajev, Daniel Kovarik und Christoph Stölnberger. Auf der Zugangsseite setzt Union HAKAKÜCHE Ansfelden auf mehrere neue Optionen. Miloš Crnomarkovic kommt als Verteidiger, Miloš Jotanovic soll auf dem Flügel oder im Sturm für Möglichkeiten sorgen, und mit Adnan Nocic kommt ein Spieler dazu, der laut Medjedovic im offensiven Mittelfeld oder im Angriff eingesetzt werden kann. Zusätzlich schließt sich mit Daris Dadic noch ein junger Spieler aus der Oedt U18 an. Gleichzeitig ist die Verletztenliste überschaubar. Mit Matthias Traussner fehlt aktuell nur ein Spieler länger. Medjedovic spricht von einem Kreuzbandriss und sagt: „Die Genesung läuft langsam. Er hat noch Schmerzen im Knie, aber wir hoffen, dass er im Winter wieder zurückkommt.“
Mit Blick auf die kommende Spielzeit in der Landesliga Ost wählt Medjedovic daher einen Ton, der gut zum gesamten Auftritt des Vereins passt. Da ist auf der einen Seite das berechtigte Selbstvertrauen nach einem starken Jahr, auf der anderen Seite aber auch ein sehr nüchterner Zugang zur neuen Aufgabe. „Natürlich wollen wir uns da erst mal langsam herantasten“, sagt der Trainer. Die Zielsetzung ist intern trotzdem eindeutig formuliert. „Wir wollen uns in der Liga etablieren und standhaft bleiben und natürlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Das ist das primäre Ziel“, hält Medjedovic fest. Viel klarer lässt sich die Marschroute kaum zusammenfassen.