Bei der Landesliga Ost-Mannschaft SPG Union St. Florian / NNK ist die Sommerarbeit klar umrissen. Nach einer Saisonphase mit zwei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen in den letzten fünf Partien benennt Sportlicher Leiter Wolfgang Gruber die Baustellen offen. Vor allem bei Torgefahr, Offensivkraft und der Anfälligkeit bei Standards soll zum Start der neuen Saison schnell nachgebessert werden, gleichzeitig arbeitet der Verein bereits an Anpassungen im Kader.

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Wolfgang Gruber redet den Rückblick auf das Frühjahr nicht schön, er beschreibt die Lage von SPG Union St. Florian / NNK aber sehr klar. „Wir haben im Frühjahr vor allem bei der Torgefahr und Offensivkraft ein Manko gehabt“, sagt der Sportliche Leiter. Aus seiner Sicht hat SPG Union St. Florian / NNK weniger Tore erzielt, als man sich selbst erwartet hatte, und auch insgesamt zu wenige Offensivaktionen kreiert. Damit spricht Gruber einen Punkt an, der sich nicht mit einem einzelnen Spiel erklären lässt, sondern über einen längeren Zeitraum mitgelaufen ist. Dazu kam für ihn noch eine zweite Baustelle, die in engen Partien besonders unangenehm werden kann. „Wir waren hinten relativ anfällig auf Gegentore, vor allem bei Standards“, sagt Gruber. Für ihn ist deshalb klar, dass die Vorbereitung nicht nur dazu da ist, wieder in den Rhythmus zu kommen, sondern vor allem diese beiden Themen sofort anzupacken. „Das sind Sachen, die muss man einfach in der neuen Saison sofort angehen und auch dementsprechend verbessern.“
Im Kader hat sich bei SPG Union St. Florian / NNK vor allem auf den Flügeln etwas getan. Gruber zählt die Veränderungen ohne Umschweife auf und macht damit auch deutlich, wo im Sommer Handlungsbedarf entstanden ist. „Unsere zwei Flügelspieler Fatlum Emruli und Felix Ratzenböck sind weg. Emruli wechselt nach Hörsching, Ratzenböck macht ein Jahr Fußballpause“, erklärt er. Dazu haben mit Rafael Perschl in Richtung St. Magdalena und Temirlan Isajew zur SPG Pregarten zwei weitere Spieler den Verein verlassen. Dass SPG Union St. Florian / NNK genau auf den Außenbahnen reagiert hat, passt daher ins Bild. „Neu gekommen sind ebenfalls zwei Flügelspieler“, sagt Gruber und konkretisiert das sofort: Denis Camdzic kommt vom SC Sankt Valentin, Martin Todorov von Traun. Beide beschreibt er als „Mittelfeldspieler außen“. Damit hat SPG Union St. Florian / NNK die Abgänge nicht nur ersetzt, sondern ganz bewusst in jenem Bereich nachgelegt, in dem Gruber mehr Offensivkraft sehen will.
Abseits der Feldspieler bleibt bei SPG Union St. Florian / NNK auch auf der Torwartposition noch ein Thema offen, das kurz vor dem Start besonders unangenehm ist. Am Trainerteam ändert sich laut Gruber nichts. „Das Trainerteam bleibt gleich, unverändert“, sagt er. Dafür muss der Verein im Tor reagieren, weil sich ein Tormann die Hand gebrochen hat und damit für den Beginn der neuen Saison ausfällt. Gruber schildert die Situation knapp, aber eindeutig: Man habe noch einmal reagiert und einen weiteren Torwart geholt – Lukas Postlmayr kommt von Micheldorf. Trotz dieser Personalfrage schlägt aus seinen Aussagen kein Alarmton heraus. Vielmehr legt er Wert darauf, dass der Kern der Mannschaft intakt ist und der Zusammenhalt stimmt. „Die Mannschaft gehört generell zusammen. Wir haben sehr viele eigene Spieler, und das ist eine große, gewachsene Gemeinschaft geworden“, sagt Gruber. Einen Einzelnen will er deshalb bewusst nicht herausheben. „Da will ich gar keinen herausheben. Das sind alles Spieler, die für den Verein ihr letztes Hemd geben.“ Genau auf dieses Gefüge wird SPG Union St. Florian / NNK nun bauen, wenn die bekannten Baustellen in Offensive und bei Standards möglichst schnell kleiner werden sollen.