Spielberichte

„Man hat gesehen, was in der Mannschaft steckt“ – USV St. Ulrich will an eine starke Saison anschließen

USV St. Ulrich

In der Landesliga Ost geht USV St. Ulrich mit viel Rückenwind in die neue Saison. Obmann Stv. Alexander Kubizek blickt auf eine Spielzeit zurück, in der die Kampfmannschaft Rang drei und einen neuen Punkterekord holte, während die Juniors den Meistertitel in der 2. Klasse Ost samt Aufstieg fixierten. Trotz personeller Veränderungen ist die Stimmung im Verein klar positiv, weil vor allem der Weg mit den vielen Eigenbauspielern im Frühjahr voll aufgegangen ist.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Rang drei und Rekordpunkte als Bestätigung

Der Rückblick von Alexander Kubizek fällt entsprechend zufrieden aus, und er spart dabei nicht mit positiven Worten. „Der USV St. Ulrich hat eine überragende Saison gespielt“, sagt der Obmann Stv. und verweist damit nicht nur auf das Abschneiden der Kampfmannschaft, sondern auf den gesamten sportlichen Bereich. Ein Top-drei-Rang war das interne Ziel, und genau dieses Ziel wurde erreicht. Dazu kam ein neuer Punkterekord, der die starke Saison zusätzlich unterstreicht. Noch deutlicher wird die Bewertung, wenn Kubizek auf das Frühjahr schaut. „Die Kampfmannschaft hat im Frühjahr bewiesen, dass sie auch mit sehr vielen Eigenbauspielern reüssieren und mit Rückschlägen gut umgehen kann“, sagt er. Genau das ist für den Verein mehr als nur ein Nebenaspekt, weil damit auch der eingeschlagene Weg bestätigt wurde. Dass parallel auch die Juniors mit einer sehr jungen Mannschaft den Meistertitel in der 2. Klasse Ost holten und den Aufstieg in die 1. Klasse fixierten, passt für St. Ulrich ins Gesamtbild einer Saison, die sportlich fast durchgehend nach Wunsch verlief.

Eigenbauspieler nützen ihre Chance & Leistungsträger blühen auf

Besonders wichtig ist Kubizek, dass der Erfolg nicht nur an Tabellenplätzen festgemacht wird, sondern auch an der Entwicklung innerhalb des Kaders. Er hebt hervor, dass gerade im Frühjahr mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs gezeigt haben, dass sie in dieser Liga bestehen können. Auch die positive Entwicklung einiger Leistungsträger war mit Fortlauf der Saison im Frühjahr nicht zu übersehen. Das wertet er als starkes Signal für die nächsten Monate, weil damit nicht nur Tiefe im Kader entsteht, sondern auch Perspektive. Im Zentrum seiner Aussagen steht dabei Christoph Kugfarth. „Man hat einmal mehr gesehen, dass Christoph Kugfarth ein ganz essenzieller Teil dieses Teams ist. Er ist der Leader am und neben dem Feld“, sagt Kubizek. Dazu kommt für ihn aber noch mehr als die rein sportliche Rolle, denn Kugfarth verkörpere auch den Zusammenhalt, der dem Verein so wichtig ist. Kubizek spricht in diesem Zusammenhang von „Kleiner Verein – Großer Teamgeist“ und macht damit klar, wie St. Ulrich sich selbst sieht. Dass dieser Gedanke im Verein gelebt wird, zeigt er auch mit einem Beispiel abseits des Ligabetriebs: Beim Volksschulcup mit mehr als 25 Mannschaften und mehreren Hundert Beteiligten seien die Schlüsselspieler als Coaches, Schiedsrichter oder Kellner ebenfalls mit vollem Einsatz dabei gewesen.

Kleine Veränderungen im Kader, Konstanz im Betreuerstab

Ganz ohne Bewegung geht es in einem Sommer natürlich auch in St. Ulrich nicht. Im Kader gibt es einige Abgänge, darunter auch Veränderungen in der Innenverteidigung und im Mittelfeld. Dazu kommt, dass der treffsicherste Offensivspieler der vergangenen Saison den Verein ebenfalls verlässt. Gleichzeitig hat St. Ulrich aber schon reagiert und drei Neue geholt. Mit Mihajlo Mackic, Bilal Telbiz und Elias Caliskan wurden bereits Neuzugänge fixiert, die die Kaderqualität erhalten sollen. Auch auf der Trainerbank ist die Richtung klar. Nach der verletzungsbedingten Pause des Cheftrainers Andreas Milot im Frühjahr ist nun die Rückkehr auf die Bank vollzogen. Ein großer Dank gilt hier einmal mehr Adnan Kaltak, der in dieser schwierigen Situation im Frühjahr mit all seinem Herzblut, seiner Kompetenz und seiner Empathie dem USV auf der Cheftrainerposition ausgeholfen hat. Kubizek schildert damit eine Situation, in der es zwar Anpassungen gegeben hat, das Grundgerüst im Umfeld des Teams aber stabil geblieben ist. Gerade diese Mischung aus personeller Bewegung im Kader und Kontinuität im Betreuerteam dürfte für den Verein wichtig sein, weil St. Ulrich damit einerseits reagieren kann, andererseits aber nicht von seinem eingeschlagenen Weg abweicht.

Zwei Rückkehrer und ein klarer Plan für den Herbst

Zum Gesamtbild gehört auch die Verletzungssituation, die sich aus Sicht des Vereins zuletzt eher verbessert hat. Kubizek spricht von zwei Langzeitverletzten, bei denen der Heilungsverlauf gut aussieht. Julian Dutzler soll zum Trainingsstart am 4. Juli wieder voll einsteigen können, ein weiterer Langzeitverletzter, Aldin Smajlovic, arbeitet sich im Herbst Schritt für Schritt heran und könnte im Laufe der Saison wieder eine Option werden. Auch das gibt dem Verein zusätzlichen Spielraum. Insgesamt klingt bei Kubizek vor allem Zuversicht durch. „Wir sind sehr froh, wie die Entwicklung letztendlich war“, sagt er, und dieser Satz passt gut zur Gesamtlage in St. Ulrich. Der Obmann Stv. schaut nicht nur auf die starke abgelaufene Saison, sondern vor allem darauf, was sich daraus entwickeln kann. „Wir hoffen, dass wir an die Saison anschließen können. Man hat gesehen, was in der Mannschaft steckt“, sagt Kubizek. Genau darauf baut der Verein nun auf. Drei Erwachsenenmannschaften sollen weiterhin die Plattform bieten, damit sich Spieler präsentieren, entwickeln und am Ende den Weg in die Kampfmannschaft schaffen können. Die Richtung ist damit klar: St. Ulrich will den Schwung mitnehmen, ohne seinen Weg aus den Augen zu verlieren.