Spielberichte

„Nach der Pause haben wir es besser in den Griff bekommen“ – Donau Linz gewinnt Spitzenspiel 3:1

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ASKÖ Donau Linz
Viktoria Marchtrenk

In der Landesliga Ost hielt das Spitzenspiel, was es versprach: Die ASKÖ Donau Linz setzte sich gegen den ASKÖ SV Mauky´s Verfliesung Viktoria Marchtrenk mit 3:1 durch. Zur Pause stand es 1:1, danach legten die Linzer zu und entschieden die Partie mit mehr Ballbesitz und deutlich mehr Kontrolle für sich. Trainer Alexander Steinkellner sprach von einem erwarteten Topspiel und vor allem von einer starken zweiten Halbzeit.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Viel Tempo, viel Intensität und offener erster Durchgang

Es war für Steinkellner genau das, was vor dem Anpfiff zu erwarten war: „Es war das erwartete Spitzenspiel. Marchtrenk war ein sehr starker Gegner.“ Donau hatte nach seiner Einschätzung zwar über weite Strecken mehr vom Spiel, trotzdem war der erste Durchgang alles andere als ein Selbstläufer. Die Gäste standen kompakt, machten die Mitte eng und setzten immer wieder situativ zum Pressing an. Genau daraus kamen auch Ballgewinne und Umschaltsituationen, mit denen Marchtrenk die Linzer beschäftigte. Der Donau-Coach fand, dass seine Mannschaft in dieser Phase zwar ordentlich unterwegs war, nach vorne aber noch nicht durchgehend sauber genug spielte. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben sie das gut gemacht“, sagte Steinkellner über den Gegner. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass es keinen einzelnen Moment gab, den man als Knackpunkt herausheben müsse. Für ihn war es vielmehr die Qualität der gesamten Partie mit gutem Tempo, guten Ballstafetten und intensiven Zweikämpfen, die dieses Spiel auszeichnete.


Dietl nutzt Chancen, Donau antwortet nach der Pause

Den ersten Treffer erzielte Michael Dietl in der 17. Minute, und gerade dieses 1:0 gefiel dem Donauer Trainer besonders. „Das ist genau das, was wir in der Woche trainieren“, sagte Steinkellner über den Angriff über die rechte Seite und die scharfe Hereingabe auf die erste Stange, die Dietl mit dem Fuß verwertete. Es sei „kein einfaches Tor“ gewesen, betonte der Trainer, weil der Ball mit entsprechender Schärfe gekommen sei. Marchtrenk antwortete in der 38. Minute, als Donau im Zentrum den Ball verlor und die Gäste schnell umschalteten. Medi Sulimani zog aus rund 25 Metern ab, ein Donauer Abwehrspieler fälschte noch ab, und genau diese Richtungsänderung machte den Ausgleich unhaltbar. Mit dem 1:1 ging es in die Pause, ehe Donau nach dem Seitenwechsel die besseren Lösungen fand. In der 56. Minute wurde nach einer Eckballvariante Veljko Rakic freigespielt, sein Ball auf den zweiten Pfosten fand Dietl, der per Kopf das 2:1 machte. Beim 3:1 in der 78. Minute kam eine weite Flanke von Loic Tenlep durch den Strafraum auf die rechte Seite, Adnan Midzic brachte den Ball direkt wieder ins Zentrum, und erneut stand Dietl richtig und köpfte seinen dritten Treffer des Abends.

Anpassung greift, Marchtrenk hält lange dagegen

Den entscheidenden Unterschied sah Steinkellner nicht in einer einzelnen Szene, sondern in der Steigerung seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel. „Wir haben in der ersten Halbzeit okay gespielt, aber im Spiel nach vorn oft ein bisschen zu langsam und zu fahrig“, sagte der Coach. Genau das sei in der Kabine angesprochen und danach deutlich besser umgesetzt worden. „Das haben wir in der Pause besprochen und adaptiert, und das hat die Mannschaft in der zweiten Halbzeit sehr gut umgesetzt“, so Steinkellner. Gleichzeitig verlor der SV Viktoria Marchtrenk mit zunehmender Spieldauer etwas an Zugriff, weil die ASKÖ Donau Linz den Druck immer weiter erhöhte. Dass der Gegner trotzdem einen starken Eindruck hinterließ, wollte der Trainer ausdrücklich festhalten: „Marchtrenk ist sicher die positive Überraschung der Spielzeit.“ Er habe gewusst, was auf seine Mannschaft zukommt, und bekam wie erwartet einen kampfbetonten, gut eingestellten Gegner. Auch mit der Spielleitung war er einverstanden. Über eine mögliche Diskussion vor dem 1:1 könne man aus Donauer Sicht zwar reden, „schwierig, das zu pfeifen“, insgesamt bescheinigte er Schiedsrichter Knoglinger aber eine sehr gute Linie. Mit dem 3:1 bleibt Donau nach sieben Runden bei 21 Punkten, liegt punktegleich mit Oedt auf Rang zwei und unterstrich in diesem Spitzenspiel, dass die Linzer derzeit zu Recht ganz oben mitmischen.

Landesliga Ost: Donau Linz : Viktoria Marchtrenk - 3:1 (1:1)

  • 78
    Michael Dietl 3:1
  • 56
    Michael Dietl 2:1
  • 38
    Medi Sulimani 1:1
  • 17
    Michael Dietl 1:0