Spielberichte

„Wir hatten die Chancen, um das Spiel zu gewinnen“ – SC Hörsching lässt in St. Florian zu viel liegen

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SPG St. Florian / NNK
SC Hörsching

In der Landesliga Ost ist der SC eMoC Hörsching am Freitagabend bei der SPG St. Florian/Niederneukirchen über ein 0:0-Remis nicht hinausgekommen. Neo-Trainer Dieter Kiesenebner sah nach einer schwierigen Anfangsphase über weite Strecken einen guten Auftritt seiner Mannschaft. Vor allem die mangelnde Chancenverwertung verhinderten aus seiner Sicht einen möglichen Auswärtssieg.

Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash

Nach heikler Anfangsphase übernahm Hörsching

Das torlose Remis hatte aus Sicht von Kiesenebner einen ziemlich klaren Verlauf, auch wenn sich das nicht im Ergebnis niederschlug. Gerade in der Anfangsviertelstunde musste Hörsching erst einmal durchatmen, weil die Gastgeber früh zu ihren Möglichkeiten kamen. "In den ersten fünfzehn Minuten hat St. Florian aufgrund von Eigenfehlern unsererseits zwei sehr gute Chancen. Da müssen wir sauberer und konzentrierter sein.", sagte der Trainer. Ein früher Rückstand hätte die Partie für die Gäste wohl in eine ganz andere Richtung gedrückt. Genau das blieb aber aus, und danach sah Kiesenebner seine Mannschaft über einen langen Zeitraum besser im Spiel. "Nach der Anfangsphase waren wir aus meiner Sicht über 60 Minuten die aktivere Mannschaft. Wir hatten mehr vom Spiel, konnten uns immer wieder gute Situationen herausspielen und sind zu mehreren klaren Torchancen gekommen.", lautete seine Einschätzung. Zur Pause stand es 0:0, und auch danach änderte sich am Spielstand zunächst nichts, obwohl Hörsching aus Sicht des Trainers viel investierte.


Klare Möglichkeiten blieben ungenutzt

Dass am Ende trotzdem kein Sieger feststand, erklärte der Hörsching-Coach vor allem mit der Chancenverwertung. Kiesenebner machte dabei keinen Hehl daraus, dass er bei seiner Mannschaft die besseren Möglichkeiten gesehen hatte, auch wenn er die Partie insgesamt nicht einseitig zeichnete. "Beide Mannschaften hatten ihre Großchancen". Aus seiner Sicht war Hörsching diesem Treffer aber etwas näher. "Ich glaube schon, dass wir insgesamt mehr und auch einige sehr klare Möglichkeiten hatten", meinte Kiesenebner. Besonders deutlich wurde er bei der Anzahl der ganz klaren Gelegenheiten: "Wir hatten vier oder fünf Situationen, aus denen wir ein Tor machen können beziehungsweise müssen. Wenn wir eine davon nutzen, gehe ich davon aus, dass wir dieses Spiel auch gewinnen können." Genau dort lag für ihn auch der Unterschied zwischen einem ordentlichen Auswärtsauftritt und einem möglichen Dreier.

Spielkontrolle und Chancen war da - Konsequenz fehlte 

Inhaltlich nahm Kiesenebner aus der Partie durchaus Positives mit, denn gerade in den Bereichen, die ein Trainer beeinflussen will, sah er seine Mannschaft auf einem ordentlichen Weg. "Mit unserer Spielkontrolle über weite Strecken und damit, wie wir unsere Chancen herausgespielt haben, war ich zufrieden. Wir kommen in die richtigen Räume und erspielen uns die Möglichkeiten. Dan müssen wir aber auch den Anspruch haben, diese Situationen sauber zu Ende zu spielen." nannte er auf die Frage, was bei Hörsching gut funktioniert habe. Das passt auch zu seiner gesamten Analyse, weil er seine Elf über weite Strecken als die aktivere Mannschaft wahrnahm. Umso klarer fiel dann aber auch die Antwort auf die Frage aus, was zum Sieg fehlte. "Was uns gefehlt hat, war die letzte Konsequenz und Entschlossenheit vor dem Tor.", sagte der Trainer. Damit meinte er nicht, dass seine Mannschaft gar nicht in gute Räume gekommen wäre oder kaum etwas nach vorne zustande gebracht hätte. Vielmehr fehlte aus seiner Sicht genau jener letzte Schritt, der aus Überlegenheit und Chancen auch ein Tor macht. Dazu kam, dass St. Florian in der Schlussphase noch einmal stärker ins Spiel fand und die Partie damit bis zum Schluss offen blieb.

Respekt vor St. Florian, klare Lehre für die nächsten Wochen

Kiesenebner sprach auch über den Gegner mit Respekt und erklärte, warum die Gastgeber trotz des langen Hörschinger Übergewichts unangenehm blieben. "St. Florian ist eine gute Mannschaft im Umschaltspiel. Dazu haben sie mit ihrem Spielmacher einen freien und spielstarken Akteur, der Situationen gut erkennt und mit seinen Pässen immer wieder gefährlich werden kann.", sagte er. Dazu passte auch, dass die Heimelf am Anfang und in der Schlussphase ihre Momente hatte. Beanstanden wollte der Hörschinger Trainer an diesem Abend sonst wenig, auch nicht die Leitung des Unparteiischen. "Die Leistung von Schiedsrichter Kustura war sehr unauffällig und souverän. Von daher hat das gepasst", meinte Kiesenebner. Unter dem Strich bleibt für den SC Hörsching damit ein 0:0, das sich vor allem über ausgelassene Möglichkeiten erklären lässt. Die Grundlage mit Spielkontrolle und herausgespielten Chancen war da, der Ertrag aber nicht. Wenn der Trainer nach diesem Abend einen Hauptpunkt mitnimmt, dann genau diesen: Unter dem Strich blieb für Hörsching ein 0:0, bei dem aus Sicht des neuen Trainers durchaus mehr möglich gewesen wäre. Die Mannschaft kontrollierte über weite Strecken das Spiel und erspielte sich genügend Möglichkeiten für eine Treffer. Entscheidend wird nun sein, sich für solche Leistungen auch konsequenter zu belohnen.