In der Landesliga Ost hat sich die DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn gegen die Union ZAUNERGROUP Ansfelden im Duell zweier Aufsteiger mit 1:0 durchgesetzt. Nach einem lange offenen Spiel fiel die Entscheidung erst in der Nachspielzeit, als Daniel Schützenberger den entscheidenden Treffer erzielte. Sportchef Dominik Tauber sprach danach von einer ausgeglichenen Partie, in der eine Punkteteilung für ihn ebenso gut möglich gewesen wäre.

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Dass dieser Abend eng werden würde, hatte sich früh gezeigt. Dominik Johann Tauber sah zunächst Vorteile bei den Gästen und formulierte es klar: „Ansfelden ist sehr gut in die Partie reingestartet und hat in den ersten zwanzig Minuten gezeigt, warum die Mannschaft schon 13 Punkte hat.“ Vor allem spielerisch habe Ansfelden vieles gut gelöst. Erst nach rund 25 bis 30 Minuten kam Naarn besser hinein, nahm die Zweikämpfe entschlossener an und machte die Begegnung damit offen. „Dann war es eigentlich ein ausgeglichenes Spiel“, sagte Tauber. Dazu passte auch der Zwischenstand, denn mit dem 0:0 zur Pause war auf der Anzeigetafel genau jene Partie zu sehen, die der sportliche Leiter beschrieb: ansehnlich, umkämpft und ohne die große Zahl an klaren Möglichkeiten auf beiden Seiten.
Nach dem Seitenwechsel hatte Tauber das Gefühl, dass seine Mannschaft zunächst etwas besser aus der Kabine kam. „Wir sind nach der Halbzeit definitiv besser ins Spiel gekommen und hatten den einen oder anderen guten Moment nach vorne“, sagte er. Einen klaren Umschwung wollte er daraus aber nicht machen, weil die Partie auch in dieser Phase eng und über weite Strecken ausgeglichen blieb. Umso höher bewertete er eine Szene um die Mitte der zweiten Hälfte, als Naarn bei einer guten Chance der Gäste ohne Gegentor blieb. Für Tauber war genau das mitentscheidend, weil Naarn damit die Möglichkeit erhielt, in der Schlussphase noch selbst zuzuschlagen. Gerade in einem Spiel mit wenigen Torchancen bekommen solche Momente naturgemäß noch mehr Gewicht.
Die Entscheidung fiel dann erst tief in der Nachspielzeit. In der Nachspielzeit bekamen die Gastgeber einen Strafstoß zugesprochen, den Daniel Schützenberger in der 94. Minute zum 1:0 verwandelte. Tauber ordnete den Verlauf nach dem Schlusspfiff entsprechend nüchtern ein: „Eine Punkteteilung wäre wahrscheinlich sehr gerecht gewesen, aber mit dem Elfmeter am Schluss nehmen wir den Sieg natürlich gerne mit.“ Genau diese Aussage traf den Charakter der Partie. Naarn hatte sich nach schwieriger Anfangsphase stabilisiert, blieb im Spiel und nutzte am Ende die letzte große Gelegenheit. Weil sich davor keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte, war der späte Treffer umso wertvoller. Aus einem Spiel auf Augenhöhe wurde so doch noch ein Heimsieg.
Was Tauber an seiner Mannschaft besonders gefiel, war vor allem die Arbeit gegen den Ball. „Wir sind wieder sehr kompakt aufgetreten und haben hinten relativ wenig zugelassen. Das war sicher der Schlüssel zum Erfolg“, sagte er. Gleichzeitig beließ er es nicht beim Lob. Im Spiel nach vorne müsse die Union Naarn noch zielstrebiger und genauer werden, auch wenn es für ihn insgesamt „nicht viel zu meckern“ gebe. Dazu passte auch sein fairer Blick auf den Gegner, dem er ausdrücklich Respekt zollte: Die Union Ansfelden sei „wirklich sehr gut aufgetreten“ und habe spielerisch eine starke Leistung gezeigt. Unter dem Strich steht für Naarn damit ein Sieg, der spät kam, aber umso wichtiger ist. Mit nun 13 Punkten bleibt die Mannschaft in einer engen Tabelle gut dabei und nimmt aus einer ausgeglichenen Partie das bessere Ende mit.