In der Landesliga Ost hat die SPG UFC Hama Trucks Rohrbach-Berg/Altenfelden beim SV HAKA Traun mit 4:0 gewonnen und damit eine klare Antwort auf die zuletzt verschenkten Punkte gegeben. Trainer Christian Eisschiel führte den Auswärtssieg vor allem auf den starken Beginn zurück. „Wir waren im letzten Drittel konsequent, haben Zug zum Tor gespielt und schnelle Entscheidungen getroffen“, sagte er nach einer ersten Halbzeit, in der seine Mannschaft früh alles auf ihre Seite zog.

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Rohrbach-Berg/Altenfelden machte von Beginn an deutlich, dass dieses Spiel nicht wieder in eine ähnliche Richtung laufen sollte wie noch in der Vorwoche. „Wir sind dieses Mal sehr gut in das Spiel gestartet, haben uns sehr viel vorgenommen, weil wir letzte Woche Punkte hergeschenkt haben“, erklärte Eisschiel. Seine Mannschaft hatte nach seiner Schilderung gleich in den ersten Minuten zwei oder drei gute Chancen und blieb danach am Drücker. In der 18. Minute brachte Ales Nesicky die Gäste mit dem 0:1 in Führung. Fünf Minuten später fiel das 0:2, das als Eigentor von Din Kostic gewertet wurde. Als Nesicky in der 26. Minute auch noch das 0:3 nachlegte, war die Partie schon sehr früh klar auf die Seite der Gäste gekippt. Den Schlusspunkt einer aus Sicht des Trainers „verdienten“ ersten Halbzeit setzte Fabian Lohr mit dem 0:4 in der 44. Minute.
Der Trainer sah den Unterschied zwischen beiden Teams vor allem in der Offensivarbeit seiner Mannschaft. „Wir waren in der Offensive präsenter und haben sehr viel Druck mit Ball ausgeübt. Dann war es eine Frage der Zeit, dass wir die Tore machen“, sagte Eisschiel. Traun versuchte aus seiner Sicht, sehr tief zu verteidigen und die Räume eng zu halten. Das habe der Gastgeber teilweise auch gut hinbekommen, doch Rohrbach-Berg/Altenfelden fand trotzdem die passenden Antworten. „Wir haben heute mit sehr viel Nachdruck und sehr viel Effizienz gespielt, sind gut über die Flügel gekommen. So konnten wir den Gegner auseinanderziehen und die notwendigen Räume schaffen“, meinte der Coach. Dass drei Tore schon vor der 30. Minute gefallen waren und noch vor der Pause das vierte dazukam, passte genau zu dieser Erklärung. Entscheidend war für ihn nicht nur die Anzahl der Angriffe, sondern die Art und Weise, wie konsequent seine Mannschaft sie zu Ende spielte.
Ganz ohne Kritik wollte Eisschiel den Auftritt aber trotz des deutlichen Resultats nicht stehen lassen. Nach dem 4:0 zur Halbzeit schalteten die Gäste nach seiner Einschätzung „bewusst oder unbewusst ein wenig zurück“. Dazu kam, dass Spieler, die in den vergangenen Wochen viel Einsatzzeit gesammelt hatten, früher ausgewechselt wurden. Das änderte zwar nichts mehr an der klaren Überlegenheit im Ergebnis, im Spiel selbst sah der Trainer aber schon einen Leistungsabfall. „Zweite Halbzeit müssen wir eigentlich auch noch zwei, drei Tore machen. Da hat uns dann die Konsequenz gefehlt“, sagte er. Gleichzeitig zeigte er Verständnis dafür, dass eine Mannschaft bei einer so klaren Führung einen Gang herausnimmt. „Es ist auch ein bisschen menschlich, dass man bei einem 4:0 mehr verwaltet, als auf das nächste Tor spielt.“ Gefährdet war der Sieg für ihn dennoch nie. Passend dazu fiel seine Einschätzung zum Gesamtbild nüchtern aus: „Das Spiel war sehr einseitig und es gab keine strittigen Situationen.“
Entsprechend wichtig war der Erfolg für Rohrbach-Berg/Altenfelden nicht nur wegen der deutlichen Art und Weise, sondern auch mit Blick auf die Tabelle. Mit dem Sieg hält die Mannschaft nach acht Runden bei 13 Punkten und bleibt im oberen Mittelfeld dran. Für Eisschiel war genau das ein zentrales Thema nach dem Schlusspfiff. „Für uns war es heute sehr, sehr wichtig, weil wir letzte Woche einfach Punkte hergeschenkt haben“, sagte er. Der Trainer sprach davon, dass man sich nun wieder „nach oben orientieren“ könne, wollte den Blick aber sofort wieder nach vorne richten. Schon als Nächstes wartet das Auswärtsspiel in St. Ulrich, das er als schwere Aufgabe einordnete. „Da wollen wir unbedingt nachlegen und die verlorenen Punkte jetzt einfach wieder aufholen“, machte Eisschiel klar. Nach einer ersten Halbzeit wie in Traun ist jedenfalls klar, worauf seine Mannschaft auch dort bauen will: auf Druck, klare Entscheidungen und eine Chancenverwertung, die dem Spiel früh eine Richtung gibt.