Spielberichte

„Nach dem schnellen Ausgleich ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“ – Donau Linz dreht kleines Derby

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ASKÖ Donau Linz
BW Linz Amateure

In der Landesliga Ost hat die ASKÖ Donau Linz das kleine Derby gegen die FC Blau-Weiß Linz Amateure nach einem 0:1-Pausenrückstand mit 3:1 gewonnen. Trainer Alexander Steinkellner sah zwei völlig verschiedene Halbzeiten und einen klaren Wendepunkt: Vor der Pause war Blau-Weiß besser, nach dem schnellen Ausgleich sei „ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“. Vor allem Nenad Vidackovic stellte die Partie für Donau auf den Kopf.

Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Schwacher Beginn und verdiente Gästeführung

Steinkellner machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft lange Zeit überhaupt nicht ins Spiel fand. „Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet. In der ersten Halbzeit haben Passspiel, Positionsspiel und Intensität nicht gepasst“, sagte der Donau-Coach. Die Blau-Weiß-Amateure hätten genau das gebracht, was man erwartet habe: „Eine junge Mannschaft mit sehr talentierten Spielern, sehr giftig in den Zweikämpfen“ und mit dem klaren Blick auf schnelles Umschalten hinter die Kette. Dass Mario Kvesa die Gäste in der 28. Minute mit 1:0 in Führung brachte, passte daher aus Sicht des Trainers ins Bild. Donau hatte zwar selbst eine Topchance durch Michael Dietl, doch auch da erinnerte Steinkellner an einen starken Reflex des gegnerischen Tormanns. Insgesamt sprach er deshalb von einer „völlig richtigen und verdienten“ Pausenführung für die Linzer.


Vier Minuten nach der Pause steht Spiel auf einmal Kopf

Umso deutlicher fiel dann der Unterschied nach dem Seitenwechsel aus. Donau zeigte, wie es Steinkellner formulierte, „ein anderes Gesicht“ und kam mit viel mehr Druck aus der Kabine. In der 50. Minute stellte Nenad Vidackovic auf 1:1, und genau dieses Tor war für den Trainer der Moment, in dem die Partie kippte. „Nach dem schnellen Ausgleich ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, sagte er. Der Ausgleich habe die Mannschaft sofort spürbar angeschoben. Nur vier Minuten später legte Vidackovic auch noch für Michael Dietl auf, der das 2:1 erzielte. Plötzlich war aus einem Rückstand eine Führung geworden, und Steinkellner brachte die Wirkung dieses Doppelschlags mit einem klaren Satz auf den Punkt: „Wir haben die Partie auf den Kopf gestellt.“

Vidackovic als Gamechanger

Wenn Steinkellner an diesem Abend einen Spieler besonders hervorheben wollte, dann ließ er daran keinen Zweifel. Schon im Gespräch lenkte er den Blick immer wieder auf Nenad Vidackovic und sagte am Ende ausdrücklich: „Wichtig ist im Bericht, dass man klar heraushebt, dass Nenad Vidackovic der Gamechanger war.“ Diese Einschätzung stützte sich nicht nur auf den schnellen Ausgleich. Steinkellner erinnerte auch an das starke Kopfballduell vor dem 1:1 und daran, dass Vidackovic beim 2:1 für Michael Dietl ebenfalls entscheidend beteiligt war. In der 80. Minute traf er dann selbst noch zum 3:1 und machte damit den Sack endgültig zu. Der Trainer hob zudem hervor, dass Vidackovic dem Spiel noch einmal eine andere Richtung gegeben habe. So wurde ausgerechnet der Spieler, den Steinkellner am meisten betonte, auch zur klaren Schlüsselfigur dieses Heimsiegs.

Sieg, aus dem Donau etwas mitnehmen will

Trotz des Erfolgs wollte Steinkellner den Freitagabend nicht einfach nur als nächsten Dreier abhaken. Für ihn war es auch ein Spiel, aus dem seine Mannschaft die richtigen Lehren ziehen müsse. „Wir müssen bei unserer Spielidee und bei unserem Matchplan bleiben“, sagte er. Wenn die ASKÖ Donau Linz das auf den Platz bringe, was die Mannschaft in den vergangenen Wochen stark gemacht habe, „dann wird es schwer gegen uns“. Genau darin lag für den Trainer auch der eigentliche Wert dieses 3:1: nicht nur im Ergebnis, sondern in der Reaktion auf eine klar schwache erste Hälfte. Dazu kam noch ein Lob für den Gegner, der Donau „einen sehr guten und couragierten Auftritt“ entgegenstellte, sowie für Schiedsrichter Feichtinger. Strittige Szenen habe es laut Steinkellner keine gegeben, und der Unparteiische habe „in den 90 Minuten unter Beweis gestellt, warum“ er ein Top-Referee sei. Mit dem Heimsieg hält Donau nach neun Runden bei 24 Punkten und bleibt damit ganz vorne dabei.

Landesliga Ost: Donau Linz : BW Linz Amateure - 3:1 (0:1)

  • 80
    Nenad Vidackovic 3:1
  • 54
    Michael Dietl 2:1
  • 50
    Nenad Vidackovic 1:1
  • 28
    Mario Kvesa 0:1