Spielberichte

„Wir haben nach dem 2:2 sehr ruhig weitergespielt“ – SPG Rohrbach-Berg/Altenfelden gewinnt in St. Ulrich

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USV St. Ulrich
SPG Rohrbach-Berg/Altenf.

In der Landesliga Ost hat der USV St. Ulrich am Freitagabend gegen die SPG Hama Trucks Rohrbach-Berg/Altenfelden mit 2:4 verloren. Für Trainer Christian Eisschiel war es aber weit mehr als nur ein Auswärtssieg: „Das war mit Sicherheit unsere beste Saisonleistung.“ Nach einer 2:0-Führung ließ sich die SPG auch vom 2:2 nicht aus der Ruhe bringen, legte nach der Pause wieder zu und gewann verdient.

Fußball wird mit rotem Fußballschuh gestoppt

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Frühe Führung und ein Gegner, der zurückkam

Schon in seiner ersten Einordnung machte Eisschiel klar, wie hoch er dieses Spiel einschätzt. „Von der ersten Minute an war sehr viel Tempo drin. Es war ein Spiel auf extrem hohem Niveau“, sagte der Trainer, der seine Mannschaft gegen einen guten Gegner über weite Strecken klar im Vorteil sah. Die Gäste belohnten sich auch auf der Anzeigetafel: Fabio Weissenberger brachte Rohrbach-Berg/Altenfelden in der 23. Minute in Front, Ales Nesicky legte in der 37. Minute das 0:2 nach. Damit schien die Partie zunächst in eine klare Richtung zu laufen. Noch vor der Pause kam St. Ulrich aber zurück, als Mihajlo Mackic in der 42. Minute auf 1:2 verkürzte. Mehr ließ die SPG bis zum Seitenwechsel nicht zu, nahm aber zugleich mit, dass der Vorsprung zwar da war, das Spiel aber längst noch nicht entschieden war.

Nach dem 2:2 bleibt SPG ruhig

Richtig spannend wurde es kurz nach dem Seitenwechsel. Christoph Kugfarth stellte in der 56. Minute auf 2:2, und damit war die Ausgangslage plötzlich wieder völlig offen. Genau diese Phase hob Eisschiel im Gespräch besonders hervor. „Wir haben auch nach dem Ausgleich sehr ruhig und sehr konzentriert weitergespielt“, sagte er, und in dieser Aussage steckt viel von dem, was den Gästen an diesem Abend gelungen ist. Rohrbach-Berg verfiel nach dem Ausgleich nicht in Hektik, sondern blieb bei seiner Linie. Der Trainer hatte immer das Gefühl, dass seine Mannschaft das Spiel im Griff hat. Ausschlaggebend war für ihn schließlich das 3:2 in der 65. Minute, das Nesicky erzielte. „Das war natürlich wichtig, das wir nach dem Gegentreffer, einem Traumtor aus 25m, sofort eine Reaktion gezeigt haben!“, so Eisschiel.


Nesicky schnürt Dreierpack

Mit dem neuerlichen Führungstreffer war die Partie aus Sicht der Gäste noch nicht erledigt, aber sie war wieder in die Richtung gekippt, die sich Eisschiel schon zuvor erhofft hatte. Der Trainer betonte, dass seine Mannschaft nach dem 3:2 nicht verwaltete, sondern weiter auf das nächste Tor spielte. „Das 3:2 nach dem Elfmeter hat uns noch mehr Selbstvertrauen gegeben, und wir haben auch nach dem 3:2 auf das vierte Tor gespielt“, erklärte er. Dieses vierte Tor fiel dann in der 88. Minute, wieder durch Nesicky, der damit seinen Dreierpack perfekt machte und den 4:2-Endstand herstellte. Eisschiel hob in diesem Zusammenhang auch die Rolle der Wechsel hervor. „Wir konnten von der Bank gut nachlegen. Die Wechsel haben uns frische Kräfte und neue Impulse gebracht“, sagte er. Ganz vorbei war die Arbeit trotzdem noch nicht, denn in der Schlussphase drängte St. Ulrich noch einmal nach vorne. Der Coach sprach von einer schwierigen Phase in der 93. und 94. Minute, in der seine Mannschaft aber „sehr gut wegverteidigt“ habe.

„Ein Pauschallob an die ganze Mannschaft“

Dass Eisschiel nach dem Schlusspfiff von der besten Saisonleistung sprach, begründete er nicht nur mit dem Ergebnis. Ihm gefiel vor allem die Art und Weise, wie geschlossen seine Mannschaft auftrat. „Wir waren sehr spielstark, haben uns viele Chancen erspielt und waren trotzdem ein sehr homogenes Gefüge und ein kompakter Block, haben wenig zugelassen“, sagte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht, dass der Gegner stärker sei, als es der Tabellenstand aktuell zeige. „Der USV St. Ulrich ist sicher besser, als er gerade in der Tabelle dasteht“, meinte Eisschiel und ordnete die Gastgeber sogar als einen der besten bisherigen Gegner ein. Ganz ohne Ansatzpunkte für Verbesserungen wollte er den Abend aber nicht stehen lassen. Vor allem im Umschalten sah er noch Luft nach oben: Einige Konter in der ersten Halbzeit hätte seine Elf besser ausspielen können, „da war das Timing nicht ideal“ und auch in der Tiefe sei noch mehr möglich gewesen. Der Sieg soll deshalb nicht Endpunkt, sondern nächste Bestätigung sein. Nach zuvor liegengelassenen Punkten gehe es jetzt darum, die Leistungen zu stabilisieren. „Wir sind noch lange nicht am Zenit, aber wir sind am aufsteigenden Ast. Jetzt gilt es, Konstanz reinzubringen, diese Leistungen auch in den Heimspielen zu bestätigen und vielleicht einmal eine Serie zu starten“, sagte Eisschiel.

Landesliga Ost: St. Ulrich : SPG Rohrbach-Berg/Altenf. - 2:4 (1:2)

  • 88
    Ales Nesicky 2:4
  • 65
    Ales Nesicky 2:3
  • 56
    Christoph Kugfarth 2:2
  • 42
    Mihajlo Mackic 1:2
  • 37
    Ales Nesicky 0:2
  • 23
    Fabio Weissenberger 0:1