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„Wir betreiben sehr viel Aufwand, aber wir belohnen uns nicht“ – Ennser SK kassiert in Minute 94 das 1:2

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Ennser Sportklub
DSG Union Naarn

In der Landesliga Ost hat der Ennser Sportklub am Freitagabend im Aufsteiger-Duell gegen die DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn eine ganz bittere 1:2-Heimniederlage hinnehmen müssen. Nach dem 1:1 zur Pause drückte Enns im zweiten Abschnitt lange auf den Führungstreffer, stand am Ende aber mit leeren Händen da. Trainer Peter Prokopczyk brachte den Ärger auf einen einfachen Satz: "Wir betreiben sehr viel Aufwand, aber wir belohnen uns nicht."

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Rückschlag, dann Antwort vom Punkt

Der Abend begann für die Ennser genau so, wie man ihn in ihrer Lage unbedingt vermeiden wollte. Schon in der 3. Minute brachte Jakub Rusnak die Gäste aus Naarn mit 1:0 in Führung. Prokopczyk sprach von einem "extrem schlechten" Start, weil seine Mannschaft damit sofort einem Rückstand hinterherlaufen musste. Aufgegeben habe Enns aber nicht, betonte der Trainer ausdrücklich. Seine Elf habe die Partie danach wieder offener gestaltet und sich in der 29. Minute belohnt, als Edvin Orascanin einen Strafstoß zum 1:1 verwandelte. Viel Glanz sah Prokopczyk in dieser Phase nicht. "Es war sicher kein fußballerischer Leckerbissen", sagte er, dafür aber ein kampfbetontes und aus seiner Sicht ausgeglichenes Spiel bis zur Pause.


Nach der Pause am Drücker, aber ohne Ertrag

Entscheidend war für den Ennser Coach weniger ein einzelner Moment als die Entwicklung nach dem Seitenwechsel. "Es hat keinen wirklichen Knackpunkt gegeben", sagte Prokopczyk, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht nach der Pause das Spiel klar an sich zog. Was in der Kabine besprochen worden war, hätten die Spieler "genauso gemacht". Enns war nun das aktivere Team, setzte Naarn immer wieder tief in deren Hälfte fest und hatte den Gegner laut Trainer zeitweise "am eigenen Sechzehner oder zumindest am eigenen Dreißiger richtig gut unter Druck". Dazu passte auch sein Eindruck, dass die Gäste mit fast allen Feldspielern verteidigen mussten. Gerade deshalb schmerzt das Ergebnis so sehr. "Was uns fehlt, sind die Tore", sagte Prokopczyk. Seine Mannschaft komme zu Möglichkeiten, nutze sie aber nicht und mache aus ihrer Überlegenheit schlicht kein Kapital.

Später Nackenschlag und eine Situation, die wehtut

Dass es am Ende trotzdem nichts Zählbares gab, machte den Rückschlag noch bitterer. In der 94. Minute entschied Florian Mairböck die Partie für Naarn zum 2:1, nachdem ein langer Ball aus der Abwehr auf den Angreifer gekommen war. Prokopczyk nahm dabei kein Blatt vor den Mund: "Wir haben das extrem schlecht verteidigt." Zwei Ennser hätten die Szene laut seiner Schilderung noch verhindern können, am Ende schlug der Ball aber im langen Eck ein und kurz darauf war Schluss. Der Trainer wollte daraus keine Diskussion über den Unparteiischen machen, sondern blieb bei seiner sportlichen Einordnung. Den Gästen stellte er ein ordentliches Zeugnis aus: "Großes Lob an die Union Naarn. Sie hat alles probiert." Für den Ennser SK bleibt mit drei Punkten auf Rang 15 vor allem der Ärger darüber, dass eine starke zweite Halbzeit leer ausging. "Ein Punkt wäre auf jeden Fall verdient gewesen", sagte Prokopczyk. Die Ennser müssen ihren Aufwand jetzt aber rasch in Tore und Punkte umwandeln, sonst bleibt die Situation im Tabellenkeller unangenehm.

Landesliga Ost: Enns : Union Naarn - 1:2 (1:1)

  • 94
    Florian Mairböck 1:2
  • 29
    Edvin Orascanin 1:1
  • 3
    Jakub Rusnak 0:1