In der Landesliga Ost hat Union ZAUNERGROUP Ansfelden das Heimspiel gegen SK St. Magdalena mit 4:1 gewonnen, obwohl die Gäste früh vorgelegt haben. Für Obmann Gerhard Petermandl war vor allem die Art und Weise entscheidend: aggressiv in der Balleroberung, spielerisch tonangebend und bei Standards zur Stelle. So drehte Ansfelden ein 0:1 noch vor der Pause in eine klare Führung um.

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Dabei begann der Abend aus Sicht der Gastgeber alles andere als ideal. St. Magdalena ging bereits in der 8. Minute durch Philipp Frühwirth mit 1:0 in Führung. Petermandl ordnete diese Phase danach so ein: „Wir waren immer in Ballbesitz und haben gleich relativ am Anfang durch einen der wenigen Angriffe von Magdalena ein Gegentor eingefangen.“ Danach sah er seine Mannschaft aber klar im Vorteil. „Die restliche Zeit haben wir das Spiel relativ dominiert“, sagte der Obmann. Ansfelden blieb dran und belohnte sich noch vor der Pause: Rajko Vujanovic traf in der 38. Minute zum 1:1, Milos Crnomarkovic legte in der 43. Minute das 2:1 nach und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sorgte László Gelsi für das 3:1.
Für Petermandl lag der Unterschied zwischen beiden Mannschaften nicht nur im Ergebnis, sondern vor allem in der Spielweise seiner Elf. „Wir waren überaus motiviert, vom Trainer gut eingestellt und sehr aggressiv in der Balleroberung. Wir haben dem Gegner wenig Spielräume gelassen und versucht, der Chef am Platz zu sein“, sagte er. Genau das war aus seiner Sicht der Kern dieser Partie. Ansfelden ließ sich vom frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, blieb das aktivere Team und hielt das Spiel in den eigenen Händen. Dass nach dem Seitenwechsel kein Bruch hineinkam, passte ebenfalls ins Bild. Der vierte Treffer von Dominik Landerl in der 79. Minute machte den Heimsieg endgültig klar und unterstrich noch einmal, dass die Gastgeber die Partie nach dem 0:1 sauber auf ihre Seite gezogen hatten.
Besonders zufrieden war Petermandl mit den Standardsituationen. „Besonders gut funktioniert haben die Standardsituationen“, sagte er und ergänzte mit Blick auf die eigenen Tore: „Ich glaube, dass alle Tore nach Standardsituationen mit dem Kopf gefallen sind.“ Gleichzeitig vergaß er trotz des klaren Ergebnisses nicht auf die Stärken des Gegners hinzuweisen. Vor allem in der Offensive habe St. Magdalena Eindruck hinterlassen. „Speziell in der vorderen Reihe haben sie extrem schnelle Spieler. Insgesamt ist die Mannschaft sehr jung und dynamisch“, sagte Petermandl. Gerade zu Beginn habe Ansfelden damit auch Probleme gehabt. Umso höher wertete er es, dass seine Mannschaft danach die Kontrolle übernahm. Zum Unparteiischen hatte er ebenfalls nichts Negatives zu sagen: Der Schiedsrichter sei „nicht aufgefallen“, und genau das sei in so einem unaufgeregten Spiel ein gutes Zeichen gewesen.
Mit dem 4:1 baut Ansfelden in Runde neun sein Konto auf 16 Punkte aus und bleibt damit in der oberen Tabellenhälfte dran. Petermandl sieht vor allem die Heimauftritte derzeit als großen Pluspunkt. „Wir sind speziell in den Heimpartien sehr gut drauf“, sagte er und führte das auch auf die Bedingungen am eigenen Platz zurück. Der etwas kleinere Platz komme der Mannschaft entgegen, weil das technische Spiel und die Kurzpässe dort besser zur Geltung kämen. Entsprechend klar fiel auch sein Zwischenfazit aus: „Unsere Heimvorteile nützen wir momentan wirklich sehr, sehr gut aus.“ Ganz abgeschlossen ist die Analyse für ihn damit aber nicht, denn einen Punkt sprach er ebenfalls offen an: „Das wäre vielleicht in den Auswärtspartien noch ein bisschen zu verbessern.“