In der Landesliga Ost hat die SPG Union St. Florian/Niederneukirchen am Samstagnachmittag mit einem 3:1-Erfolg gegen den ASKÖ SV Mauky´s Verfliesung Viktoria Marchtrenk ein starkes Heimspiel hingelegt. Nach zerfahrenem Beginn brachten Lorenz Gruber und Alexander Reitbauer die Gastgeber noch vor der Pause auf Kurs, nach dem schnellen Anschlusstreffer stellte Ivan Pavlovic den alten Abstand wieder her. Sportchef Wolfgang Gruber sah vor allem nach dem 1:0, "dass es in eine gute Richtung geht".

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"Der Beginn war von beiden Mannschaften ein bisschen zerfahren. In den ersten Minuten war Nervosität am Platz", sagte Wolfgang Gruber nach dem Heimsieg. Dass Marchtrenk als Tabellendritter ein unangenehmer Gegner werden würde, überraschte ihn nicht. "Es war schon sichtbar, dass Viktoria Marchtrenk ein sehr unangenehmer, guter Gegner ist", hielt der sportliche Leiter fest. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft trotz der unruhigen Anfangsphase Präsenz zeigte und Energie ins Spiel brachte. Als Lorenz Gruber in der 26. Minute das 1:0 erzielte, kam Ruhe hinein. Nur drei Minuten später legte Alexander Reitbauer das 2:0 nach, und genau diese Phase gab den Gastgebern jene Sicherheit, die ihnen anfangs noch gefehlt hatte.
Mit dem 2:0 zur Pause schien die Partie ordentlich in Richtung St. Florian/NNK zu laufen, doch nach dem Seitenwechsel wurde es noch einmal unangenehm. Die Gastgeber kamen laut Gruber "nicht gut raus" und kassierten durch Ljeon Aljiji in der 49. Minute rasch das 2:1. Damit war wieder Hoffnung bei den Gästen da, und das Spiel bekam noch einmal eine andere Stimmung. Genau deshalb maß Gruber dem dritten Treffer so viel Bedeutung bei. Als Ivan Pavlovic in der 56. Minute laut Gruber "von der Sechzehnerkante" zum 3:1 traf, war für ihn "an und für sich die Messe gelesen", weil Marchtrenk danach nicht mehr die Energie hatte, die SPG dauerhaft in die eigene Hälfte zu drücken. Stattdessen boten sich für die Heimelf noch die eine oder andere Konterchance.
Auffällig war für den sportlichen Leiter vor allem, worauf sich seine Mannschaft an diesem Tag stützen konnte. "Die Mannschaftsleistung" nannte Gruber als größte Stärke und führte das auch genauer aus. Die Abwehr sei sehr solide gestanden und habe bis zum Gegentor nur wenig zugelassen. Dazu sei das Mittelfeld sehr laufstark gewesen, während die Mannschaft vorne über die Außen immer wieder giftig geworden sei. Gruber hatte schon nach dem Führungstor den Eindruck, dass seine Elf an diesem Tag "ein bisschen stärker", spritziger und schneller wirkte. Gerade gegen einen Gegner, der mit viel Selbstvertrauen und als Tabellendritter angereist war, verlieh das dem 3:1-Erfolg aus seiner Sicht zusätzliches Gewicht. "Mit dem Führungstreffer habe ich schon das Gefühl gehabt, dass das in eine gute Richtung geht", sagte er rückblickend.
Trotz des Erfolgs wollte Gruber den Sieg nicht größer machen, als er ist. Er sprach offen an, dass seiner Mannschaft weiterhin die Konstanz fehle, um nach einem Erfolg auch im nächsten Spiel wieder nachzulegen. "Die Mannschaft muss sich finden und die Mannschaft muss reifen", sagte er, und genau darin sieht er den laufenden Prozess bei der SPG St. Florian/Niederneukirchen. Der Heimsieg soll daher weniger als Endpunkt verstanden werden, sondern eher als Bestätigung, dass der Weg stimmen kann. Positiv hob Gruber außerdem den Unparteiischen hervor: "Schiedsrichter Schüttengruber war gut. In jeder Phase des Spiels hat er das Spiel unter Kontrolle gehabt." So blieb unter dem Strich ein verdienter Sieg, der sportlich wie auch für das Selbstvertrauen in die richtige Richtung weisen soll.