Spielberichte

Weil im letzten Drittel wenig ging, holte Donau in Naarn „einen Arbeitssieg“

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DSG Union Naarn
ASKÖ Donau Linz

In der Landesliga Ost hat ASKÖ Donau Linz am Samstag bei der DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn mit 2:0 gewonnen und damit auch Runde zehn erfolgreich abgeschlossen. Trainer Alexander Steinkellner sprach nach dem Auswärtssieg von einem „Arbeitssieg“, weil seine Mannschaft zwar viel Ballbesitz hatte, im letzten Drittel aber nicht so griffig war wie in den vergangenen Wochen. Entscheidend war aus seiner Sicht das 1:0 durch Aid Vojic unmittelbar vor der Pause.

Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

Image by StockSnap from Pixabay

Donau bekam genau das Spiel, das erwartet worden war

Steinkellner hatte vor dem Anpfiff ein klares Bild von der Aufgabe in Naarn, und genau dieses Bild bestätigte sich für ihn dann auch über weite Strecken. „Wir haben gewusst, was uns in Naarn erwarten wird: einen defensiv sehr kompakten Gegner, sehr zweikampfstark, gut organisiert, gut beim Umschalten und gefährlich bei Standards“, sagte der Trainer der Linzer. Donau hatte wie erwartet viel den Ball, konnte diesen Besitz diesmal aber nicht so sauber in Torgefahr ummünzen wie zuletzt. „Vor allem im letzten Drittel waren wir diesmal nicht so griffig wie in den letzten Wochen“, meinte Steinkellner, der seine Mannschaft dennoch unter dem Strich als verdienten Sieger sah.


Vojic trifft nach Standard genau zum richtigen Zeitpunkt

Der wichtigste Moment kam aus Sicht der Gäste in Minute 45. Nach einer Standardsituation fiel das 0:1, und genau dieser Treffer veränderte für Steinkellner die Ausgangslage der Partie entscheidend. „Das Tor zum Pausenpfiff war extrem wichtig, weil es eine sehr kampfbetonte Partie war“, erklärte er. Den Treffer erzielte Aid Vojic nach einem Eckball: Zunächst kam er zum Kopfball, ein Naarner Spieler klärte noch auf der Linie, den Nachschuss setzte Vojic dann mit dem linken Fuß volley ins lange Eck. Für Donau war das mehr als nur eine Führung, weil sie damit 1:0 in die Kabine ging und sich für die zweite Halbzeit jene Position erarbeitete, die Steinkellner als „Top-Ausgangslage“ bezeichnete.

Naarn machte es schwer, Donau nahm den Kampf an

Dass dieses Auswärtsspiel kein Nachmittag für schöne Kombinationen werden würde, hatte Donau früh erkannt. Gerade deshalb gefiel Steinkellner an seiner Mannschaft, dass sie die Partie nicht nur fußballerisch lösen wollte, sondern den Charakter des Spiels annahm. „Wir haben das sehr gut aufgenommen“, sagte er und schob nach: „Als wir erkannt haben, dass wir heute im letzten Drittel nicht die Gier hatten wie bis dato, haben wir einfach erkannt, dass wir die Zweikämpfe annehmen müssen.“ Genau darin sah er den Schlüssel für den Sieg. Zugleich verteilte der Donau-Coach auch Anerkennung an die Gastgeber: „Wenn man die 90 Minuten sieht, haben sie die 16 Punkte vollkommen zurecht.“ Vor allem Jakub Rusnak hob er hervor, weil Naarn mit ihm „einen Unterschiedsspieler“ in der Offensive habe und Donau das Leben schwer machte.

Naqshbandy macht in der Nachspielzeit alles klar

Weil Naarn lange im Spiel blieb, fiel die endgültige Entscheidung erst in der Nachspielzeit. In Minute 90+2 kam Donau nach einem zweiten Ball noch einmal nach vorne, Paul Nagelstrasser verlängerte per Kopf, Philipp Stangl spielte die Situation auf rechts weiter, und schließlich traf Sleimhan Naqshbandy zum 0:2 ins kurze Eck. Rund um die Entstehung sahen die Gastgeber in diesem Luftduell ein mögliches Foul, Steinkellner konnte diese Sicht aber nicht teilen. „Es war ein harter Luftzweikampf. Da kann man theoretisch für beide oder gar nichts geben. Der Schiedsrichter hat sich für mich folgerichtig für gar nichts entschieden“, sagte er und lobte den Unparteiischen insgesamt für eine souveräne Leitung. Für Donau steht damit nach zehn Runden der nächste Sieg zu Buche, die Linzer halten bei 27 Punkten und bleiben damit erster Verfolger von Tabellenführer Oedt.

Landesliga Ost: Union Naarn : Donau Linz - 0:2 (0:1)

  • 92
    Sleimhan Naqshbandy 0:2
  • 45
    Aid Vojic 0:1