Spielberichte

„Den Sieg unbedingt haben wollen“: Ennser SK dreht Spiel nach frühem Rückstand

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St. Magdalena
Ennser Sportklub

In der Landesliga Ost hat der SK St. Magdalena gegen den Ennser Sportklub trotz früher Führung mit 1:4 verloren. Aus Ennser Sicht erklärt Obmann Siegfried Engelbogen den Auswärtssieg mit einer klaren Steigerung nach dem 0:1, viel Kampfgeist und einer Phase nach der Roten Karte, in der der Aufsteiger das Spiel laut eigener Einschätzung ruhig und überlegt auf seine Seite zog.

Zwei Spieler und der Schiedsrichter kurz vor dem Anstoß

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach Rückstand kam Enns immer besser hinein

Der Beginn gehörte aus Sicht des Ennser Obmanns noch nicht seiner Mannschaft. Engelbogen sagte, der ESK habe „in den ersten Minuten etwas vorsichtig agiert“ und dann nach rund zehn Minuten „ein unglückliches Gegentor hinnehmen müssen“. Dieses 1:0 für die Gastgeber erzielte Kevin Mario Mayer, und damit stand Enns früh unter Druck. Genau diesen Moment wertete Engelbogen aber nicht als Bruch, sondern eher als Startpunkt einer spürbaren Steigerung. „Nach dem 0:1 sind wir immer besser ins Spiel gekommen“, sagte er sinngemäß. Noch vor der Pause glich Bojan Mustecic zum 1:1 aus.


Rote Karte wird laut Obmann Engelbogen zum Knackpunkt

Nach dem Seitenwechsel setzte Enns dort an, wo die Mannschaft vor der Pause aufgehört hatte. Ibrahim Asani brachte die Gäste in der 51. Minute mit 2:1 in Führung, und damit war die Wende auch offiziell vollzogen. Für Engelbogen lag der eigentliche Knackpunkt der Partie aber wenig später in der Roten Karte gegen Nico Korous in Minute 58. Er schilderte die Szene so: „Grundsätzlich war es ein Laufduell zwischen einem Magdalena-Spieler und einem Spieler vom ESK Enns, wo der ESK-Enns-Spieler deutlich schneller war. Nachdem er den Ball abgespielt hatte, ist ihm der Magdalena-Spieler von hinten in die Beine gegrätscht. Aus meiner Sicht war das eine gerechtfertigte rote Karte.“ Vor allem die Reaktion seiner Mannschaft auf diese Phase hob er hervor. „Wir haben das Überzahlspiel gut ausgespielt. Wir sind etwas ruhiger geworden im Spielaufbau und haben von hinten hinaus ein sehr überlegtes Spiel über die Seite angelegt“, sagte Engelbogen. Dass nur zwei Minuten nach dem Ausschluss erneut Asani zum 3:1 traf, passte genau zu dieser Einschätzung. Den Schlusspunkt setzte dann wieder Mustecic mit dem 4:1 in der Nachspielzeit.

„Als Mannschaft aufgetreten“ – und doch bleibt klarer Auftrag

Engelbogen begründete den Sieg nicht mit einzelnen Namen, obwohl Asani und Mustecic mit ihren Treffern natürlich das Spiel entschieden. Für ihn war entscheidend, „dass die Mannschaft als Mannschaft aufgetreten ist und füreinander da war“. Dazu kam nach seiner Einschätzung auch „ein wenig Glück“ im Spielverlauf, was die Aussage bodenständig hielt und den Auftritt nicht größer machte, als er war. Gleichzeitig formulierte der Obmann auch klar, wo seine Mannschaft noch zulegen muss. „Luft nach oben gibt es natürlich immer. Man muss vielleicht verhindern, dass man immer in Rückstand gerät und einem 0:1 hinterherlaufen muss“, sagte er. Den Gegner sah er bis zur Führung durchaus gut im Spiel, meinte aber auch, der SK St. Magdalena habe sich „mit der unnötigen roten Karte“ selbst geschadet. Zur Leitung von Schiedsrichter Erlinger fand Engelbogen respektvolle Worte und sprach von einem „sehr erfahrenen Referee“.

Landesliga Ost: St. Magdalena : Enns - 1:4 (1:1)

  • 93
    Bojan Mustecic 1:4
  • 60
    Ibrahim Asani 1:3
  • 51
    Ibrahim Asani 1:2
  • 29
    Bojan Mustecic 1:1
  • 10
    Kevin Mario Mayer 1:0