In der Landesliga Ost hat die Union ZAUNERGROUP Ansfelden beim SV HAKA Traun am Ende ein 2:2-Unentschieden mitgenommen, aus Sicht des Aufsteigers fühlte sich dieser Punkt aber nicht wie ein gewonnener an. Co-Trainer Patrick Koschitzky sprach nach dem Spiel von einer Partie, in der Ansfelden nie richtig zu seinem gewohnten Stil fand, sich nach dem 1:1 zwar noch einmal aufraffte, den Sieg in der Nachspielzeit aber doch noch aus der Hand gab. Milos Jotanovic brachte die Gäste schon in der 17. Minute in Führung und nahm diesen Vorsprung mit in die Pause, doch selbst dieser Zwischenstand änderte nichts daran, dass die Gäste laut Koschitzky nie in ihren gewohnten Rhythmus fanden. Als einen wichtigen Grund nannte er die äußeren Bedingungen. „Aufgrund des schwer bespielbaren Platzes“ sei es kaum möglich gewesen, das gewohnte Ballbesitzspiel sauber aufzuziehen. Gerade für eine Mannschaft, die normalerweise mehr Kontrolle über den Ball sucht, war das ein Punkt, der sich durch den ganzen Samstagnachmittag zog.
Nach der Pause bekam Traun die Partie ergebnistechnisch wieder offen. Ermin Avdibasic traf in der 51. Minute zum 1:1, und damit war jenes Szenario da, das Ansfelden vermeiden wollte. Co-Trainer Koschitzky sprach trotzdem nicht von einem einzelnen Knackpunkt. „Ich würde sagen, es hat keinen entscheidenden Moment gegeben“, meinte er und schob gleich nach, dass seine Mannschaft auf den Ausgleich zunächst die richtige Antwort fand. „Nach dem 1:1-Ausgleichstreffer durch Traun haben wir wieder einen kleinen Ruck durch die Mannschaft bekommen und dann eigentlich dadurch eine Reaktion gezeigt.“ Diese Reaktion war unmittelbar am Spielstand ablesbar, denn in der 90. Minute brachte Viktor Vrebac die Gäste wieder mit 2:1 in Front. Viel sprach in diesem Augenblick für einen späten Auswärtssieg, doch die Partie war noch nicht vorbei. In der zweiten Minute der Nachspielzeit stellte Nedim Duric auf 2:2, und damit war der Vorsprung schon wieder dahin.
Dass dieses Spiel für Ansfelden nie leicht werden würde, lag aus Sicht des Co-Trainers aber nicht nur am Platz, sondern auch am Auftreten des Gegners. Koschitzky beschrieb Traun als Mannschaft, die „ein sehr kampf- und körperbetontes Spiel“ auf den Platz brachte. Die Gastgeber gingen „sehr über die Zweikämpfe“ und machten es den Gästen damit schwer, spielerische Lösungen zu finden. Genau darin lag für Ansfelden das Problem: Die Partie wurde kaum so geführt, wie es den Gästen entgegenkam.
So blieb für die Union Ansfelden nach dem 2:2 in Traun ein Ergebnis, das in beide Richtungen gelesen werden kann. Einerseits holten die Gäste auswärts einen Punkt und zeigten nach dem 1:1 noch einmal eine Reaktion. Andererseits stand der Sieg in der Schlussminute bereits vor der Tür, ehe der SV Traun ihn mit dem Treffer von Duric noch einmal wegnahm. Koschitzkys Aussagen passten genau zu diesem Bild: kein Auftritt, mit dem man spielerisch zufrieden sein konnte, aber auch kein Spiel, in dem der Einsatz fehlte. Vielmehr war es ein Nachmittag, an dem Ansfelden nie richtig zu seiner Linie fand, sich trotzdem lange in eine gute Ausgangslage brachte und am Ende doch nur einen Zähler mitnahm. Genau deshalb dürfte dieses 2:2 bei den Gästen noch eine Weile nachwirken.