Spielberichte

„Acht beziehungsweise danach neun Spieler haben uns gefehlt“ – Marchtrenk hält lange ordentlich mit

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Viktoria Marchtrenk
SC Hörsching

In der Landesliga Ost musste sich ASKÖ SV Mauky´s Verfliesung Viktoria Marchtrenk am Samstag dem SC eMoC Hörsching mit 0:3 geschlagen geben. Das Ergebnis war aus Sicht der Gastgeber klar, die Einordnung von Sportleiter Rene Knogler fiel aber deutlich differenzierter aus. Marchtrenk trat mit einer Not-Elf an, hielt vor allem zu Beginn gut dagegen und wurde erst durch weitere Rückschläge im Spielverlauf entscheidend zurückgeworfen.

Ball auf Rasen

Foto von Michael Wright auf Unsplash

Not-Elf hält zu Beginn ordentlich dagegen

Die Ausgangslage sprach aus Marchtrenker Sicht schon vor dem Anpfiff gegen einen normalen Nachmittag. Knogler machte keinen Hehl daraus, wie schwer die Ausfälle wogen: „Vorneweg muss man klar erwähnen, dass wir acht Spieler verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingt vorgeben mussten.“ Trotzdem sei seine Mannschaft ordentlich hineingekommen. „Die Jungs machten das richtig gut, sind vom ersten Moment an gut im Spiel drinnen gewesen“, sagte der sportliche Leiter. Gleich zu Beginn bot sich Marchtrenk nach einem leichten Fehler in der Hörschinger Abwehr sogar eine große Chance, doch Gäste-Torhüter Manuel Ortner parierte stark. Erst in der 22. Minute ging Hörsching in Führung, als Lukas Oppolzer das 0:1 erzielte. Knogler sah bis dahin dennoch keinen klaren Unterschied zwischen beiden Teams: „Wir waren die ersten Minuten mit Sicherheit ein ebenbürtiger Gegner.“


Der zweite Rückschlag vor der Pause wiegt schwer

Mit dem 0:1 war die Partie aus Sicht der Gastgeber noch lange nicht entschieden. Knogler schilderte sogar eine Phase, in der seine Mannschaft trotz der personellen Sorgen weiter ordentlich im Spiel blieb, ehe kurz vor der Pause der nächste Rückschlag dazukam. Nach einer Hörschinger Großchance, die Torhüter Tobias Petter noch parieren konnte, verletzte sich um die 30. Minute Spielmacher Medi Sulimani ohne Fremdeinwirkung. „Das war natürlich ein Schock für die Mannschaft, den die jungen Spieler, immerhin sechs Spieler unter 22 Jahren, nur schwer verkraften konnten“, sagte Knogler. Zur Pause stand es 0:1, und nach dem Seitenwechsel begann Marchtrenk laut seinem sportlichen Leiter sogar „sehr stark“ und „mit positiver Energie“. Hörsching blieb aber das spielerisch bessere Team und legte in der 52. Minute durch Fatlum Emruli das 0:2 nach. Als Eldin Halilovic in der 72. Minute zum 0:3 traf, war die Entscheidung gefallen. Knogler verwies dabei vor allem auf einfache Fehler im Herausspielen, die gegen einen starken Gegner sofort teuer wurden.

Viel Lob trotz klarer Niederlage

Das Ergebnis tat Marchtrenk weh, den Auftritt seiner Mannschaft wollte Knogler aber ausdrücklich nicht kleinreden. Auf die Frage, was gefehlt habe, antwortete er mit einem trockenen Satz: „Was uns gefehlt hat, ist relativ klar: acht beziehungsweise danach neun Spieler.“ Gerade deshalb überwog bei ihm trotz der Niederlage auch Anerkennung für die eigene Mannschaft. „Wenn eine so große Anzahl an Spielern fehlt und die Jungs trotzdem so stark und ordentlich mithalten, ist das ein ausgezeichnetes Zeichen des Kaders und auch der Arbeit des Trainerteams“, meinte er. Auch dem Gegner stellte er ein klares Zeugnis aus: „Hörsching war genauso, wie wir es erwartet haben, eine Mannschaft, die viel besser ist, als es der Tabellen- oder Punktestand aussagt.“ Dazu kam laut Knogler eine „souveräne Leistung des Schiedsrichtergespanns“. Für Marchtrenk bleibt nach dem 0:3 damit vor allem die Hoffnung, dass sich die personelle Lage bald entspannt, denn selbst unter schwierigsten Voraussetzungen sah der sportliche Leiter genug Ansätze, auf die seine Mannschaft aufbauen kann.

Landesliga Ost: Viktoria Marchtrenk : Hörsching - 0:3 (0:1)

  • 72
    Eldin Halilovic 0:3
  • 52
    Fatlum Emruli 0:2
  • 22
    Lukas Oppolzer 0:1