In der Landesliga Ost hat sich der Ennser Sportklub gegen den SV HAKA Traun mit 2:0 durchgesetzt und laut Trainer Robert Pervan vor allem von einem idealen Start in die zweite Hälfte profitiert. Nach einem zähen Beginn stellte Enns in der Pause um, traf durch Ibrahim Asani früh zum 1:0 und legte nach der Roten Karte gegen die Gäste durch Adis Hrbatovic nach.

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Dass es zur Pause noch 0:0 stand, passte gut zu Pervans Eindruck von den ersten 45 Minuten. Der Trainer sprach von einem eher schweren Einstieg, wollte diesen Verlauf aber gleichzeitig einordnen. "Wir sind etwas träge reingekommen, das ist aufgrund der Müdigkeit und den vielen Spielen in kurzer Zeit verständlich. Schlussendlich haben wir uns mit unserer Qualität durchgesetzt", sagte er nach dem Schlusspfiff. Für die Ennser war es bereits das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen, und genau dieser Umstand war laut Pervan zu Beginn auch zu spüren. Umso wichtiger war aus Sicht der Gastgeber, dass nach dem torlosen ersten Durchgang nicht Unruhe aufkam, sondern eine klare Reaktion.
Diese Reaktion kam unmittelbar nach Wiederbeginn. Enns stellte in der Halbzeit um und setzte das, was in der Kabine besprochen worden war, direkt um. "Wir haben in der Halbzeit umgestellt und sind dann, wie besprochen, über den Flügel gekommen und haben schnell das erste Tor erzielt", erklärte Pervan. Schon in der 47. Minute traf Ibrahim Asani zum 1:0, und genau dieses frühe Tor nannte der Trainer später den entscheidenden Moment des Spiels. Als Traun nach 70 Minuten durch die Rote Karte gegen Amar Kadic nur noch zu zehnt war, wurde die Aufgabe für die Gäste noch schwerer. Pervan sprach das offen an: "Die Rote Karte hat uns in die Karten gespielt." Enns blieb in dieser Phase das bessere Team und erhöhte in der 78. Minute durch Adis Hrbatovic auf 2:0.
Über das Ergebnis hinaus nahm Pervan vor allem die Entwicklung seiner Mannschaft mit. "Das Spiel mit dem Ball wird immer besser. Da liegt unser Hauptaugenmerk, das ist auch unsere Qualität. Wir sind definitiv noch nicht am Limit und es wird von Woche zu Woche besser", sagte er. Den Unterschied zu Traun sah er deshalb auch "in der Einzelqualität der Spieler" und darin, dass bei Enns von Spiel zu Spiel mehr Automatismen greifen. Gleichzeitig zollte der Trainer auch dem Gegner Respekt. "Traun ist eine sehr gute Mannschaft. Ich bin mir sicher, dass sie relativ schnell da unten rauskommen", meinte Pervan. Für die Ennser war der Heimsieg damit mehr als nur das nächste Resultat. "Wir haben eine unglaubliche Woche gekrönt und aus drei Spielen neun Punkte geholt", sagte Pervan und genau so wollte der Trainer diesen Abend auch verstanden wissen.