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"Wir haben heute die richtigen Zeitpunkte für die Tore gehabt": Donau gewinnt Derby gegen St. Magdalena mit 4:1

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ASKÖ Donau Linz
St. Magdalena

In der Landesliga Ost hat ASKÖ Donau Linz das Derby gegen SK St. Magdalena mit 4:1 gewonnen und schon vor der Pause vieles auf seine Seite gezogen. Trainer Alexander Steinkellner sah den Unterschied vor allem darin, dass seine Mannschaft gegen einen tief stehenden Gegner die Tore zur richtigen Zeit machte und nach dem zwischenzeitlichen Rückschlag sofort wieder nachlegte. So war früh zu erkennen, in welche Richtung dieses Derby lief.

Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Drei Treffer legen Donau früh auf Kurs

Steinkellner hatte genau das Spiel erwartet, das dann auch zu sehen war. "Magdalena ist aus einer kompakten Defensive gekommen und hat hinten mit Fünferkette gespielt", sagte der Donau-Trainer nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft hatte viel Ballbesitz und musste gegen diese Ausrichtung geduldig bleiben, fand aber trotzdem früh den Weg zum ersten Treffer. In der 12. Minute brachte Nenad Vidackovic einen Freistoß aus der Distanz aufs Tor, der Tormann konnte den Ball nur kurz abwehren und  Paul Nagelstrasser reagierte am schnellsten zum 1:0. Auch das 2:0 in der 28. Minute passte genau ins Bild, das Steinkellner von diesem Abend zeichnete. "Das war ein hoher Ballgewinn von Mohamed Bance. Er hat dann zwei Gegenspieler aussteigen lassen, sein Schuss geht an die Innenstange und der Abpraller kommt retour zu Paul Nagelstrasser, der überlegt ins lange Eck abgeschlossen hat", schilderte er. Donau blieb damit am Drücker und legte noch vor der Pause ein drittes Mal nach. Für Steinkellner war das 3:0 in der 38. Minute "eine überragende Kombination" über Bance und Nagelstrasser, die Philipp Ablinger mit einem Schlenzer ins lange Eck abschloss. Aus Sicht der Gastgeber war das eine erste Halbzeit, in der sie das Spiel mit Ball kontrollierten und die Überlegenheit auch auf die Anzeigetafel brachten.


Der Konter zum 3:1 und die schnelle Antwort nach der Pause

Ganz ohne Makel verlief der Abend für Donau trotzdem nicht. In der 42. Minute kam St. Magdalena durch Felix Nikolaus Benedikt Karollus auf 3:1 heran, und gerade diese Szene erklärte Steinkellner sehr genau. Ausgangspunkt war eine Standardsituation für seine Mannschaft. Die Gäste klärten zunächst, Donau blieb zwar in Ballbesitz, verlor danach aber im Zentrum ein Kopfballduell und lief in einen Gegenstoß. "Da haben wir gefühlt aus dem Nichts das Tor gekriegt", sagte der Trainer. Er sprach dabei von einem Eigenfehler, der den Gegner noch einmal ins Spiel brachte. Entscheidend war für ihn aber nicht der Gegentreffer selbst, sondern die Reaktion seiner Mannschaft direkt nach dem Seitenwechsel. In der 52. Minute stellte Donau den alten Drei-Tore-Abstand wieder her, als Nenad Vidackovic nach einer Maßflanke von Marcel Topf per Kopf das 4:1 erzielte. "Dann war die Messe gelesen", sagte Steinkellner. Genau dieses Nachlegen hob er besonders hervor: "Wir haben heute die richtigen Zeitpunkte für die Tore gehabt." Was vor der Pause durch den Konter kurz offen wirkte, war nach diesem Treffer rasch wieder klar in Donaus Hand.

Warum Steinkellner keinen einzelnen Knackpunkt sehen wollte

Bemerkenswert war nach dem Spiel, dass Steinkellner den Sieg nicht an einer einzigen Szene festmachen wollte. "Einen einzelnen entscheidenden Moment würde ich nicht sagen. Wir haben einfach eine sehr gute Leistung gebracht", meinte er. Für ihn lag der Unterschied vielmehr in der Summe vieler Dinge: Donau war näher an der eigenen Vorstellung vom Spiel, hatte im letzten Drittel die nötige Qualität und ließ auf der anderen Seite wieder wenig zu. "Wir lassen sehr wenige Chancen zu und kriegen auch wenig Gegentore", sagte er und verwies darauf, dass seine Mannschaft in den letzten drei Spielen nur zwei Treffer kassiert hat. Gerade diese Balance aus starker Offensive und kompakter Defensive sieht der Trainer als großen Grund dafür, dass Donau vorne dabei ist. "Wir haben einerseits eine sehr, sehr gute Offensive, kriegen in der Defensive aber sehr wenig Tore." Auch über den Gegner sprach Steinkellner trotz des klaren Ergebnisses mit Respekt. St. Magdalena habe den Aufbau mit Dreierkette "gut gemacht" und sei an diesem Abend eben etwas defensiver ausgerichtet gewesen als sonst. "Ich mache mir um Magdalena keine Sorgen. Die werden noch ihre Punkte holen", sagte er. Selbst beim Derbycharakter hielt er den Ball flach: Es habe zwar ein paar rassige Zweikämpfe gegeben, insgesamt sei es aber ein faires Spiel gewesen.

Zufrieden mit dem Sieg, aber schon der Blick nach Traun

Unterm Strich stand für Donau ein 4:1, das Steinkellner als hochverdient und ungefährdet einordnete, ohne daraus mehr zu machen als nötig. Seine Mannschaft habe das Spiel nach dem 4:1 "souverän runtergespielt", sagte er, und genau das passte zu seinem gesamten Eindruck dieses Abends. Zufriedenheit ja, Selbstzufriedenheit nein. "Im Fußball kann man sich immer und überall verbessern, sei es mit dem Ball, sei es gegen den Ball", stellte er klar. Für Donau zählt im Moment vor allem, den Lauf mitzunehmen und im Spitzenfeld dranzubleiben. "Wir sind einfach zufrieden, dass wir den nächsten Sieg geholt haben, dass wir an Oedt dranbleiben", sagte Steinkellner. Lange feiern wird man diesen Derbyerfolg aber nicht. Der Trainer richtete den Blick sofort auf die nächste Aufgabe: "Jetzt haben wir ein ganz schwieriges Spiel in Traun vor der Brust, wo wir uns wieder sehr gut vorbereiten müssen." Nach einem Abend, an dem Donau früh die Kontrolle übernahm und in den richtigen Momenten zuschlug, fährt die Mannschaft jedenfalls mit gutem Gefühl in diese nächste Woche.

Landesliga Ost: Donau Linz : St. Magdalena - 4:1 (3:1)

  • 52
    Nenad Vidackovic 4:1
  • 42
    Felix Nikolaus Benedikt Karollus 3:1
  • 38
    Philipp Ablinger 3:0
  • 28
    Paul Nagelstrasser 2:0
  • 12
    Paul Nagelstrasser 1:0