Spielberichte

„Drei Standardgegentore sind einfach zu viel“ – Rohrbach-Berg verliert in Ansfelden trotz guter zweiter Halbzeit

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Union Ansfelden
SPG Rohrbach-Berg/Altenf.

In der Landesliga Ost musste sich die SPG UFC Hama Trucks Rohrbach-Berg/Altenfelden am Abend bei Union ZAUNERGROUP Ansfelden mit 1:4 geschlagen geben. Für Trainer Christian Eisschiel war das Ergebnis vor allem wegen der zweiten Halbzeit bitter. „Drei Standardgegentore sind einfach zu viel“, sagte er danach, verwies zugleich aber auch auf die mangelnde Effizienz seiner Mannschaft, die aus ihrer Druckphase nach der Pause zu wenig machte.

Torwart in Blau und Schwarz stützt sich auf die Knie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Rückstand, schnelle Antwort und ein offener erster Durchgang

Aus Sicht von Eisschiel begann die Partie unangenehm, weil seine Mannschaft schon in der 7. Minute nach einer Standardsituation in Rückstand geriet. Dominik Landerl traf zum 1:0 für die Gastgeber, wobei der Trainer vor allem das Verteidigen an der ersten Stange kritisierte. Rohrbach-Berg reagierte aber sofort. Praktisch mit dem nächsten Angriff stellte Fabian Lohr in der 8. Minute auf 1:1. Danach entwickelte sich laut Eisschiel „ein sehr offenes Match“. Es ging hin und her, auf beiden Seiten gab es Möglichkeiten, ehe Milos Jotanovic Ansfelden in der 25. Minute wieder nach vorne brachte. Mit diesem 2:1 ging es dann auch in die Pause, die der Trainer als „nicht unverdient“ für Ansfelden einordnete, obwohl er die erste Hälfte insgesamt als ausgeglichen sah.


Nach der Pause am Drücker, dann fiel die Vorentscheidung

Gerade deshalb ärgerte die Niederlage den Coach, weil er seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel im Vorteil sah. „Ich war überzeugt, dass wir in der zweiten Halbzeit das Spiel drehen“, sagte Eisschiel, seine Mannschaft kam auch so aus der Kabine. Rohrbach-Berg legte zu, war „sehr druckvoll“ und hatte ein Übergewicht. Der entscheidende Stich kam aber auf der anderen Seite: Tugay Mestan erhöhte in der 54. Minute auf 3:1. Für Eisschiel war das die Vorentscheidung, weil Ansfelden trotz der Druckphase der Gäste wieder nach einem Standard traf. Dass Viktor Vrebac in der 80. Minute noch auf 4:1 stellte, fiel für ihn nicht mehr entscheidend ins Gewicht, auch wenn er den Elfmeter vor diesem Treffer als „sehr, sehr strittig“ bewertete. Am Ausgang des Spiels wollte er diese Szene aber ausdrücklich nicht festmachen.

Standards und Effizienz geben für Eisschiel den Ausschlag

Am Ende machte Eisschiel für die klare Niederlage vor allem zwei Punkte aus: Standards und fehlender Ertrag im letzten Drittel. „Wir haben drei Tore aus Standardsituationen bekommen, und das ist einfach zu viel“, sagte er. Gleichzeitig sei seine Mannschaft bei eigenen ruhenden Bällen ungewohnt ungefährlich geblieben. Auf dem kleinen Platz in Ansfelden entstünden naturgemäß viele Zweikämpfe und viele Standardsituationen, gerade dort müsse man zulegen. Noch deutlicher wurde er beim Blick auf die vergebenen Möglichkeiten: „Wir waren nicht effizient, nicht effektiv.“ Der Trainer sprach von vier oder fünf Situationen, in denen zumindest zwei weitere Treffer möglich gewesen wären, und fasste den Unterschied so zusammen: „Ansfelden hat aus fünf Chancen vier Tore gemacht, davon drei Standards. Wir leider nur ein Tor.“ Deshalb fiel sein Fazit trotz des 1:4 klar aus: Für Rohrbach-Berg seien das „sicher verlorene Punkte“. Für die nächsten Aufgaben sieht Eisschiel seine Mannschaft dennoch gerüstet, fordert aber mehr Entschlossenheit, mehr Zielstrebigkeit im letzten Drittel und die Konsequenz, solche Spiele nicht aus der Hand zu geben.

Landesliga Ost: Ansfelden : SPG Rohrbach-Berg/Altenf. - 4:1 (2:1)

  • 80
    Viktor Vrebac 4:1
  • 54
    Tugay Mestan 3:1
  • 25
    Milos Jotanovic 2:1
  • 8
    Fabian Lohr 1:1
  • 7
    Dominik Landerl 1:0