In der Landesliga Ost hat sich die ASKÖ Steinbach Schwertberg von der DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn mit einem torlosen Unentschieden getrennt. Es war eine kampfbetonte Partie mit wenigen Strafraumszenen, in der der Aufsteiger laut Sportchef Dominik Tauber ordentlich begann, danach aber nicht mehr an seine starke Anfangsphase anschließen konnte. Weil im letzten Drittel Entschlossenheit und Genauigkeit fehlten, blieb es am Ende bei einem Punkt.
Aus Naarner Sicht begann die Partie durchaus so, wie man sich das auswärts vorstellt. Tauber schilderte, dass seine Mannschaft „in den ersten zehn, fünfzehn Minuten ganz gut ins Spiel hineingestartet“ sei und in dieser Phase auch spielerisch einen ordentlichen Eindruck hinterlassen habe. Genau dort sah er einen Teil des positiven Auftritts seiner Mannschaft. Gleichzeitig machte er aber auch klar, dass dieses Niveau nicht über einen längeren Zeitraum gehalten werden konnte. „Wir haben leider Schwertberg ein bissel ins Spiel kommen lassen und haben nicht mehr ganz an die gute Anfangsphase anschließen können“, sagte der Sportliche Leiter. Damit war auch der Grundton dieser Begegnung beschrieben: Naarn hatte zunächst einen guten Zugriff, konnte sich daraus aber keinen nachhaltigen Vorteil erarbeiten, während die Gastgeber sich in die Partie hineinarbeiteten und das Geschehen danach ausgeglichener wurde.
Wer auf einen offenen Schlagabtausch gehofft hatte, bekam in Schwertberg nur wenig davon zu sehen. Tauber sprach von einem „eher kampfbetonten Spiel mit wenig Strafraumszenen“ und betonte deshalb auch, dass es aus seiner Sicht keinen einzelnen Knackpunkt gegeben habe. Das passt gut zu einem Nachmittag, an dem beide Mannschaften über weite Strecken wenig zuließen und sich das Geschehen eher zwischen den Strafräumen abspielte. Naarn hatte nach einigen Minuten eine gute Torchance, konnte diese aber nicht nutzen. Auf der anderen Seite kam Schwertberg kurz vor der Pause zu einer Gelegenheit auf die Führung, doch auch daraus wurde nichts. So ging es mit dem 0:0 in die Halbzeit, und weil sich am grundsätzlichen Bild auch danach nichts Entscheidendes änderte, stand am Ende ein torloses Remis, das vor allem von Einsatz und Defensivarbeit lebte.
Dass Naarn zumindest einen Punkt mitnahm, hatte für Tauber viel mit der Arbeit gegen den Ball zu tun. „Defensiv sind wir sehr, sehr gut gestanden und haben wenig zugelassen“, sagte er, und genau das war einer der Punkte, die er aus diesem Auftritt mitnahm. In einem Spiel mit wenigen Chancen ist diese Stabilität ein wichtiges Fundament, nur reichte sie diesmal eben nicht für mehr. Vor allem im letzten Drittel sah Tauber das Problem seiner Mannschaft klar benannt. „Es hat einfach ein bissel die Entschlossenheit und auch die Genauigkeit beim letzten Pass gefehlt. Dann wäre es sicher möglich gewesen, dass wir einen Sieg eingefahren hätten.“ Diese Aussage erklärt das 0:0 ziemlich genau. Naarn war nicht weit weg von einem Auswärtssieg, aber eben auch nicht konsequent genug, um aus einer insgesamt soliden Leistung wirklich Kapital zu schlagen.
Auch für den Gegner fand Tauber eine nachvollziehbare Einordnung. Er meinte, die ASKÖ Schwertberg habe sich „einmal auf die Defensivarbeit konzentriert“ und mit Blick auf die tabellarische Lage leidenschaftlich darum gekämpft, den Punkt mitzunehmen. Gerade weil die Gastgeber mit sechs Zählern im unteren Bereich der Tabelle stehen, war aus Naarner Sicht zu erwarten, dass Schwertberg in erster Linie über Einsatz und Ordnung kommen würde. Genau dieses Bild bestätigte sich auf dem Platz. Diskussionen um den Unparteiischen wollte Tauber dabei nicht aufmachen. „Es gibt immer wieder Szenen, die man vielleicht ein bissel unterschiedlich sieht, aber im Großen und Ganzen war die Leistung schon in Ordnung von Schiedsrichter Pölzl.“ Für die Union Naarn bedeutet das 0:0, dass man nach elf Runden bei 17 Punkten hält. Der Auftritt in Schwertberg lieferte also zumindest die Bestätigung, dass die Mannschaft defensiv stabil ist. Wenn im letzten Pass wieder mehr Genauigkeit dazukommt, wird aus so einer Partie künftig aber eher ein Sieg als nur ein Remis.