In der Landesliga Ost hat die SPG Hama Trucks Rohrbach-Berg/Altenfelden den Ennser Sportklub mit 1:0 niedergerungen. Das Ergebnis klingt nach einem knappen, aber sauberen Heimsieg, die Einordnung von Trainer Christian Eisschiel fiel danach aber ungewöhnlich deutlich aus. „Das war unsere schlechteste Saisonleistung“, sagte er, verwies zugleich auf die starke Kontergefahr seiner Mannschaft und darauf, dass die drei Punkte gerade deshalb viel wert sind.

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Rohrbach-Berg/Altenfelden kam nach den Worten des Trainers zunächst ordentlich in die Partie, verlor dann aber früh den Zugriff. „Wir haben ganz gut ins Spiel gefunden, haben dann aber nach 20 Minuten den Faden verloren“, sagte Eisschiel. Vor allem die Phase bis zur Pause gefiel ihm überhaupt nicht. Der Coach sprach davon, dass der Aufsteiger über rund 25 Minuten besser gewesen sei und seine Mannschaft froh sein müsse, überhaupt mit einem 0:0 in die Kabine gegangen zu sein. „Wir müssen glücklich sein, dass wir mit dem 0:0 in die Halbzeit gehen“, meinte er klar. Dass es zur Pause trotzdem noch offen war, lag aus seiner Sicht vor allem daran, dass seine Elf in dieser schwierigen Phase alles wegverteidigte und sich zumindest damit im Spiel hielt.
Nach dem Seitenwechsel wurde die SPG etwas stabiler, ohne sofort in ihr gewohntes Spiel zu finden. Eisschiel machte keinen Hehl daraus, dass es weiterhin holprig blieb. „Wir hatten Probleme, unser Spiel aufzuziehen, waren sehr fehleranfällig im Ballbesitz und sind defensiv nicht wirklich in die Zweikämpfe gekommen“, sagte er. Gleichzeitig merkte seine Mannschaft aber immer mehr, wo an diesem Abend etwas zu holen war. „Wir haben schon gemerkt, dass wir über die Konter gefährlich sein können“, erklärte der Trainer. Genau daraus entstand dann auch die spielentscheidende Wendung: Ein langer Ball auf Jimy Perrette brachte die Ennser in Bedrängnis, Ardit Krasniqi zog als letzter Mann an der Schulter und sah in der 58. Minute Rot. Für Eisschiel war das ein klarer Knackpunkt, weil seine Mannschaft von da an mehrere gute Umschaltsituationen bekam.
Die Gastgeber blieben auch nach der Überzahl nicht durchgehend dominant, kamen nun aber immer wieder in jene Räume, die sie davor nur selten gefunden hatten. Eisschiel sprach von „drei, vier guten Situationen“, die sich seine Mannschaft in dieser Phase erspielte. Eine davon brachte schließlich die Entscheidung. Fabian Lohr wurde im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwertete Ales Nesicky in der 84. Minute zum 1:0. Damit war das Spiel zwar noch nicht beendet, aber die SPG hatte nun genau jene Ausgangslage, auf die sie hingearbeitet hatte. „Spätestens mit dem 1:0 waren wir in einer guten Position“, sagte Eisschiel. Danach blieb die Aufgabe klar: die langen Bälle der Gäste verteidigen und nichts mehr zulassen. Der Trainer schilderte es schlicht: Der Gegner agierte am Ende fast nur noch mit hohen Zuspielen, seine Mannschaft habe aber weiterhin alles wegverteidigt.
So erleichtert Eisschiel über den Sieg war, so deutlich fiel seine Analyse danach aus. Die größte Stärke sah er klar im Umschalten. „Der ausschlaggebende Punkt war mit Sicherheit, dass wir im Umschaltverhalten von defensiv auf offensiv sehr gefährlich waren“, sagte der Trainer. Gleichzeitig sparte er die Baustellen nicht aus. „Im Ballbesitz, aber auch teilweise im Pressing müssen wir uns definitiv steigern“, so seine Forderung. Besonders bemerkenswert war dabei der Kontrast zwischen Ergebnis und Leistung. „Das war unsere schlechteste Saisonleistung, aber wir haben in diesem Jahr auch schon als bessere Mannschaft Spiele verloren. Daher nehmen wir die drei Punkte sehr gerne mit.“ Dass die SPG nach zwölf Runden nun bei 22 Punkten steht und sich im oberen Tabellendrittel festsetzt, macht den Freitagabend aus Sicht der Gastgeber umso wertvoller. Gegen einen Gegner, den Eisschiel ausdrücklich als „sehr spielstark“ und als „gute Mannschaft“ bezeichnete, zählte diesmal vor allem eines: das Ergebnis.