In der Landesliga Ost hat SV HAKA Traun gegen ASKÖ Donau Linz klar mit 0:7 verloren. Nach einer schon ordentlichen ersten Hälfte mit 2:0 legten die Linzer nach der Pause noch einmal deutlich zu. Trainer Alexander Steinkellner sprach von zwei Anpassungen in der Kabine, nach denen seine Mannschaft „glasklar überlegen“ gewesen sei und den Matchplan „perfekt umgesetzt“ habe.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Ganz einseitig begann die Partie nach Steinkellners Einschätzung zunächst noch nicht. Donau hatte in den ersten Minuten einen Lattenschuss von Philipp Ablinger, auf der anderen Seite kam aber auch Traun zu einer guten Abschlusschance. Danach bekam der Favorit das Spiel immer besser in den Griff. Marcel Topf brachte die Gäste in der 10. Minute mit 1:0 in Führung, kurz vor der Pause legte Michael Dietl in Minute 38 das 2:0 nach. Für Steinkellner war diese Führung schon verdient, auch wenn er mit dem ersten Durchgang nicht völlig einverstanden war. „Wir haben das Spiel eigentlich relativ gut in den Griff gekriegt und waren verdient 2:0 in Führung“, sagte der Donau-Coach. Gleichzeitig schob er nach: „Mit der Leistung waren wir okay, aber nicht wirklich zufrieden.“
Genau darin lag dann auch der Kern dieses klaren Auswärtssiegs. In der Halbzeit stellte Donau nach Angaben des Trainers zwei Dinge taktisch um, und ab diesem Zeitpunkt kippte die Partie endgültig in eine Richtung. Schon das 2:0 durch Michael Dietl, das Steinkellner als Sololauf schilderte, habe dem Spiel eine klare Tendenz gegeben. „Nach dem 2:0 war schon zu erkennen, dass das Spiel positiv für uns ausgeht“, sagte er und verwies dabei auch auf die Stabilität seiner Mannschaft: „Wir wissen, dass wir ganz, ganz wenig zulassen.“ Nach Wiederbeginn wurde diese Überlegenheit auch am Ergebnis sichtbar. Dietl traf in der 50. Minute zum 3:0, Philipp Ablinger erhöhte mit seinem Doppelpack in der 60. und 66. Minute auf 5:0, ehe Kilian Wehrl in der 80. Minute und Mohamed Bance zwei Minuten später den 7:0-Endstand herstellten. Steinkellner fasste diese Phase entsprechend deutlich zusammen: „In der zweiten Halbzeit waren wir glasklar überlegen, haben noch fünf Tore geschossen und in Wahrheit auch in der Höhe verdient 7:0 gewonnen.“
Der Trainer wollte den Sieg ausdrücklich nicht an einem einzelnen Tor oder an einer bestimmten Aktion festmachen. Für ihn war es vor allem ein Auftritt, der über die gesamte Mannschaft kam. „Wir haben heute in Summe mannschaftstaktisch eine sehr gute, geschlossene Leistung gebracht, waren im letzten Drittel sehr gut, haben wenig zugelassen und das Spiel neunzig Minuten im Griff gehabt“, sagte Steinkellner. Gerade im zweiten Durchgang habe seine Mannschaft den Matchplan „perfekt umgesetzt“. Ganz ohne Ansatzpunkte für die Trainingsarbeit blieb der Nachmittag aber trotzdem nicht. Steinkellner sprach davon, dass Donau vor allem in den ersten zwanzig Minuten in der Rückwärtsbewegung und speziell im Zentrum öfter in Unterzahl-Situationen gekommen sei. „Das gilt es zu verbessern, vor allem wenn wir mit zwei Stürmern spielen. Aber in Wahrheit ist es Kritik auf hohem Niveau“, meinte er. Auch den Gegner wollte er trotz des klaren Ergebnisses nicht kleinreden. In der Offensive habe Traun mit Nedim Duric und den Ramic-Brüdern gute Landesligaspieler, hinten sei die Mannschaft an diesem Tag aber „zu löchrig“ gewesen und von Donau „gnadenlos bestraft“ worden. Für die Linzer ist dieses 7:0 jedenfalls ein weiterer starker Beleg, warum sie nach zwölf Runden mit 33 Punkten ganz vorne mitmischen und Tabellenführer ASKÖ Oedt dicht auf den Fersen bleiben.