In der Landesliga Ost hat die DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn gegen die SPG St. Florian/Niederneukirchen einen frühen Rückstand klar in einen 4:1-Erfolg verwandelt. Sportchef Dominik Tauber machte nach dem Schlusspfiff vor allem eine Szene kurz nach dem 0:1 als Wendepunkt aus: Als Tormann Michael Froschauer das mögliche 0:2 verhinderte, kippte die Partie laut Tauber Schritt für Schritt in Richtung der Gastgeber.
Der Start gehörte klar den Gästen. Schon in der 3. Minute brachte Marc Marcel Sakdikun die Gäste mit 1:0 in Führung und Naarn musste sofort einem Rückstand hinterherlaufen. Tauber erinnerte nach dem Spiel aber vor allem an die Szene danach. „Der entscheidende Moment war, dass unser Tormann nach der 0:1-Führung für Sankt Florian das 0:2 verhindert hat. Nach dieser Aktion ist unsere Mannschaft besser ins Spiel gekommen“, sagte er. Genau so beschrieb er auch die weitere Entwicklung der Partie: „Sankt Florian ist schnell in Führung gegangen. Ab der zehnten, zwölften Minute waren wir dann selber im Spiel und ab diesem Zeitpunkt eigentlich die ganz klar bessere Mannschaft.“
Diese Überlegenheit wurde noch vor der Pause auch am Ergebnis sichtbar. In der 16. Minute glich Jakub Rusnak per Freistoß zum 1:1 aus, nur zwei Minuten später stellte Florian Mairböck mit einem Fallrückzieher auf 2:1. Noch vor dem Seitenwechsel legte Julian Kollingbaum in der 40. Minute das 3:1 nach und sorgte damit dafür, dass Naarn mit einem klaren Vorsprung in die Kabine ging. Tauber gefiel dabei nicht nur die Reaktion nach dem frühen Gegentor, sondern vor allem die Art und Weise. „Wir haben ab der zehnten Minute richtig gut Fußball gespielt und sehr aggressiv hinten in der Abwehr rausverteidigt“, sagte er. Ganz ohne Kritik fiel seine Analyse aber nicht aus, denn: „In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Chancen liegen lassen und uns durch schlechte Pässe hin und wieder selbst in Bedrängnis gebracht.“
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Naarn am Drücker und ließ keinen Zweifel mehr daran aufkommen, wer diese Partie gewinnen würde. In der 65. Minute machte Kollingbaum mit seinem zweiten Treffer des Tages das 4:1 und setzte damit den Schlusspunkt unter einen Nachmittag, der nach wenigen Minuten noch ganz anders begonnen hatte. Dazwischen gab es in der 56. Minute noch einen Ausschluss aufseiten der Gäste, den Tauber allerdings bewusst nicht groß bewerten wollte. „Da kann man vielleicht diskutieren, ob man es bei Gelb belassen hätte, aber ich war zu weit weg, um das genau beurteilen zu können“, meinte er. Die Leistung des Unparteiischen sei ansonsten „in Ordnung“ gewesen, wichtiger war für ihn ohnehin, wie klar seine Mannschaft nach dem frühen Rückstand die Kontrolle übernommen hatte.
Was unter dem Strich blieb, war aus Sicht des sportlichen Leiters ein verdienter Heimsieg, der sich nicht nur über die Tore erklären ließ, sondern über die gesamte Entwicklung nach den ersten Minuten. „St. Florian war die ersten zehn Minuten sehr präsent, aber ab dort haben wir komplett das Kommando übernommen“, sagte Tauber. Darin lag für ihn auch der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Teams. „Wir waren schlussendlich einfach wacher, haben den besseren Fußball gespielt und nach dem Rückstand die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“ Dass er zusätzlich meinte, der Sieg hätte „durchaus höher ausfallen können“, passte zu seinem Gesamteindruck. Nach zwölf Runden hält Naarn damit bei 20 Punkten.