Spielberichte

"Wir haben Oedt richtig gefordert": SV Gallneukirchen nimmt beim Tabellenführer verdienten Punkt mit

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ASKÖ Oedt
SV Gallneukirchen

In der Landesliga Ost hat die ASKÖ Oedt am Samstagnachmittag gegen den SV Gallneukirchen beim 2:2 erstmals in dieser Saison nicht voll angeschrieben. Aus Sicht von Trainer Michael Mehlem war der Punkt nicht nur glücklich, sondern verdient, weil seine Mannschaft den bislang makellosen Tabellenführer mit klarer Ordnung, viel Aggressivität gegen den Ball und gutem Umschalten immer wieder vor Probleme stellte und in der ersten Halbzeit zweimal in Führung ging.

Sechs Weiß-Grüne Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, schnelle Antworten, vier Tore vor der Pause

Gallneukirchen war sofort im Spiel und belohnte sich früh für den mutigen Beginn. Schon in der 7. Minute ging der SV mit 1:0 in Führung, als Jan Pschernig einen schnellen Umschaltmoment erfolgreich abschloss. Mehlem sprach danach von einem "super Umschaltspiel", das seiner Mannschaft nach so kurzer Zeit "natürlich einen Auftrieb gegeben" habe. Oedt antwortete aber rasch, Andrija Bosnjak stellte in der 14. Minute auf 1:1. Gallneukirchen blieb trotzdem bei seinem Plan und ging in der 27. Minute ein zweites Mal voran: Nach einem Diagonalball brachte Vinko Klepic den Ball zur Mitte, Wolfram Mehlem traf an der kurzen Stange zum 1:2. Lange hielt auch diese Führung nicht, denn Florian Aigner glich in der 32. Minute zum 2:2 aus. Damit stand der Halbzeitstand schon früh fest, im zweiten Durchgang fiel kein weiterer Treffer mehr.


Matchplan ging auf, ohne eigenes System zu verbiegen

Entscheidend war aus Sicht des Gallneukirchner Trainers, wie geschlossen seine Mannschaft diese Aufgabe beim Spitzenreiter annahm. "Es war das schwere Spiel, das wir uns vorgestellt haben, gegen eine Top-Mannschaft in der Liga", sagte Mehlem. Gerade deshalb fiel seine Analyse positiv aus, weil sein Team nach seiner Wahrnehmung immer besser in die Partie fand und die taktischen Vorgaben sauber umsetzte. "Wir haben kein System umgestellt, sondern spielen unser System so gut es geht gegen jeden Gegner, egal, wie er heißt", erklärte er. Gallneukirchen sei "sehr griffig" und "aggressiv gegen den Ball" gewesen, habe Räume gut zugemacht und Passwege verhindert. Dazu kamen Umschaltsituationen, die vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder gefährlich wurden. Für Mehlem war genau das der Grund, warum sein Team dem Favoriten nicht nur standhielt, sondern über weite Strecken auf Augenhöhe blieb.

Punkt, über den sich Gallneukirchen freut – und doch blieb noch mehr liegen

Gerade weil Gallneukirchen nicht nur verteidigte, sondern selbst zu guten Möglichkeiten kam, blieb bei aller Zufriedenheit auch ein kleiner Rest Ärger. Mehlem sprach von "einigen großen Chancen" und später noch von "zwei Top-Chancen", die ungenutzt blieben. Seine Einordnung fiel deshalb klar aus: "Gegen solche Top-Mannschaften kriegst du in der Regel weniger Chancen, und die musst du noch besser nützen." Auch das zweite Gegentor störte ihn in der Analyse. "Da darf der Spieler im Zentrum nicht so durchgehen", sagte er über die Szene vor dem 2:2. Trotzdem blieb für ihn unterm Strich stehen, dass dieses Ergebnis mehr war als nur ein ordentlicher Auftritt. "Das war ein verdientes Unentschieden und hätte auch anders für uns ausgehen können", meinte Mehlem. Dass Oedt davor noch keine Punkte abgegeben hatte, gab dem Zähler aus Gallneukirchner Sicht zusätzliches Gewicht.

Viel Respekt vor Oedt, aber auch neues Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben

Bemerkenswert war für Mehlem nicht nur das Resultat, sondern auch die Art und Weise, wie seine Mannschaft dem Tabellenführer begegnete. "Dem Ligakrösus aus Oedt haben wir nicht nur Paroli geboten, sondern wir haben sie in diesem Spiel auch richtig gefordert – auf Augenhöhe", sagte er. Den Gastgebern sprach er dabei die Klasse keineswegs ab. Die ASKÖ Oedt habe "von hinten bis vorne" hohe Qualität, betonte der Trainer, und genau deshalb mache dieser Auftritt seine Mannschaft stolz. Der SV Gallneukirchen sei nicht nach Oedt gefahren, "um mit null Punkten heimzufahren", sondern mit dem klaren Glauben an eine Überraschung. Auch beim Thema Schiedsrichter wollte Mehlem keinen Nebenschauplatz eröffnen und bewertete die Leistung des Unparteiischen und seiner Assistenten insgesamt als gut. Was für Gallneukirchen bleibt, ist deshalb vor allem eines: ein verdienter Auswärtspunkt, der "Kraft und Mut für die nächsten Spiele" geben soll.

Landesliga Ost: ASKÖ Oedt : Gallneukirchen - 2:2 (2:2)

  • 32
    Florian Aigner 2:2
  • 27
    Wolfram Mehlem 1:2
  • 14
    Andrija Bosnjak 1:1
  • 7
    Jan Pschernig 0:1