Spielberichte

Union Naarn fehlt letzte Konsequenz, mit Nullnummer in Hörsching kann man dennoch leben

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SC Hörsching
DSG Union Naarn

In der Landesliga Ost hat sich der SC eMoC Hörsching am Samstagnachmittag von der DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn mit einem torlosen Unentschieden getrennt. Aus Sicht der Gäste war es eine Partie, in der mehr möglich gewesen wäre, auch wenn Dominik Tauber mit dem Punkt leben konnte. Naarn verteidigte kompakt, hatte laut seinem sportlichen Leiter die besseren Chancen, ließ aber die letzte Konsequenz im letzten Drittel vermissen.

Sechs Weiß-Grüne Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Naarn wurde vor der Pause stärker

Tauber schilderte einen offenen Beginn, sah seine Mannschaft aber mit Fortdauer der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel kommen. „Es ist sehr ausgeglichen losgegangen. Am Anfang haben wir mehr Spielanteile gehabt“, sagte der sportliche Leiter der Gäste. Danach sei Naarn für ihn klar aktiver gewesen, auch wenn es zunächst bei Halbchancen blieb. Besonders nah dran war die Mannschaft bei einem Freistoß von Jakub Rusnak. „Da haben wir an der Führung geschnuppert“, meinte Tauber, der den Ball nur um wenige Zentimeter an der Stange vorbeigehen sah. Auf der anderen Seite registrierte er von Hörsching vor der Pause wenig Gefahr und sagte entsprechend deutlich: „Hörsching hat in der ersten Halbzeit nicht wirklich etwas Gefährliches zusammengebracht.“


Nach der Pause brachte Umstellung neue Unruhe

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Naarner Sicht zunächst nicht grundlegend. Tauber sprach davon, dass es „eigentlich so weitergegangen“ sei und seine Elf wieder zu Möglichkeiten gekommen sei, ohne dass die Partie dabei viele ganz klare Szenen hervorgebracht hätte. Ein Einschnitt war dann aber die Auswechslung des Kapitäns. Naarn musste umstellen, und in dieser Phase kam Hörsching etwas besser in die Begegnung. „Sie haben die ein oder andere Schusschance gehabt, aber eine richtige Torchance war nicht dabei“, ordnete Tauber die Drangphase der Gastgeber ein. Die beste Szene der zweiten Halbzeit hatte dennoch Naarn: Muhammed Demir tankte sich durch, stand alleine vor dem Torwart, brachte den Abschluss aber nicht mit der nötigen Schärfe aufs Tor.

Kompakt verteidigt, vorne fehlte der letzte Pass

Gerade deshalb blieb beim sportlichen Leiter das Gefühl, dass in Hörsching vielleicht sogar mehr als ein Punkt drinnen gewesen wäre. Tauber hob hervor, dass seine Mannschaft „wieder sehr, sehr kompakt verteidigt“ habe und auch im Offensivspiel immer wieder Momente gefunden habe, in denen etwas möglich gewesen wäre. Für den ganz großen Ertrag habe aber am Ende ein entscheidender Punkt gefehlt. „Es hat einfach ein bisschen die letzte Konsequenz gefehlt“, sagte Tauber. Dazu seien seine Spieler „hin und wieder zu schlampig beim letzten Pass“ gewesen. Diese Einschätzung passte auch zum gesamten Verlauf: Naarn hatte seine Gelegenheiten, schaffte es aber nicht, die besseren Ansätze in ein Tor umzuwandeln und sich damit für den aus seiner Sicht ordentlichen Auftritt zu belohnen.

Punkt, den die Gäste mitnehmen

So blieb es nach dem 0:0 zur Pause auch nach 90 Minuten beim torlosen Remis, das Tauber insgesamt nüchtern einordnete. Den Gegner sah er eher auf Absicherung bedacht, weshalb für ihn vieles auf eine enge und chancenarme Partie hinauslief. „Schlussendlich war es wahrscheinlich eine gerechte Punkteteilung, wobei wir sicher die besseren Torchancen gehabt haben“, lautete sein Fazit. Auch an der Leistung von Schiedsrichter Breitwieser wollte er nichts festmachen. Diese sei „sicher in Ordnung“ gewesen. Unter dem Strich blieb für die Union Naarn ein Auswärtspunkt, mit dem man leben kann. Tauber brachte das passend auf den Punkt: „Wir sind von Hörsching mit einem Punkt heimgefahren, da brauchen wir nicht unzufrieden sein.“ Nach 13 Runden hält Naarn damit bei 21 Punkten und Rang sieben.