Ein schwieriger Herbst und ein deutlich besseres Frühjahr haben der SPG Esternberg/St. Roman gezeigt, wie viel in der Landesliga West von der personellen Situation abhängt. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf“, sagt Obmann Norbert Beham im Gespräch mit Ligaportal. Nach einer Saison mit zwei klar unterscheidbaren Phasen und einem personell ruhigeren Sommer will die SPG nun an das anknüpfen, was im Frühjahr so gut funktioniert hat.

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Die Bewertung der abgelaufenen Spielzeit fällt bei Beham klar positiv aus. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil der Herbst aus Sicht des Vereins alles andere als reibungslos verlief. „Im Herbst haben wir verletzungsbedingt doch größere Probleme gehabt“, sagt der Obmann. Gerade in einer Liga wie der Landesliga West schlugen die Ausfälle bei den Sauwaldveilchen merklich durch.
Der Umschwung kam erst nach der Winterpause. Beham führt ihn auf Kaderergänzungen im Winter und die bessere personelle Lage zurück. „Durch einige Kaderergänzungen im Winter haben wir dann eine sehr gute Frühjahrssaison gespielt“, sagt er. Dass die Mannschaft zum Ende hin deutlich gefestigter wirkte, lässt sich auch an der Schlussphase ablesen: In den letzten fünf Meisterschaftsspielen setzte es nur eine Niederlage, dazu kamen drei Unentschieden und ein Auswärtssieg in Schwanenstadt. Die SPG brachte die Saison damit stabiler zu Ende, als es zwischenzeitlich ausgesehen hatte.
Auch in der Sommervorbereitung war vor allem die personelle Ausgangslage entscheidend. Beham beschreibt die Wochen vor dem Saisonstart als klassisch: ein Trainingslager, gute Bedingungen auf Kunstrasen und die üblichen Abläufe. Der Unterschied zu schwierigen Phasen des Vorjahres war aber, dass diesmal fast die gesamte Mannschaft zur Verfügung stand.
„Bis auf den verletzten Sebastian Witzeneder haben wir beinahe auf den gesamten Kader zugreifen können, und das hat sich dann auch in der Leistung ausgewirkt“, sagt Beham. Genau darin liegt für die Esternberger derzeit der entscheidende Punkt: Wenn der Stamm regelmäßig trainieren kann und die Belastung breiter verteilt wird, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, jene Konstanz zu erreichen, die im Herbst gefehlt hat.
Im Sommer bleibt die Fluktuation überschaubar, ganz ohne Bewegung geht die SPG aber nicht in die neue Spielzeit. Verabschiedet haben sich René Huber, Samuel Huber und Moritz Kittl. Auf der Zugangsseite nennt Beham mit Sebastian Huber, Attila Soos und Hannes Strohmaier drei neue Namen. Damit reagiert der Verein erneut eher gezielt als großflächig.
Viel spricht also dafür, dass die SPG auf Kontinuität setzt, ohne den Kader unverändert zu lassen. Nach einer Saison, in der Verletzungen und Nachbesserungen das Bild geprägt haben, ist die Stoßrichtung klar: Das Team soll mit breiterer personeller Basis an das Frühjahr anschließen. Eine konkrete Zielansage formuliert Beham nicht, seine Analyse ist aber eindeutig. Die vergangene Saison hat gezeigt, dass die Mannschaft konkurrenzfähig ist, wenn die Ausfälle nicht überhandnehmen. Es geht also nicht um einen Neustart, sondern darum, die starke zweite Saisonhälfte von Beginn an auf den Platz zu bringen.